The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Mai wärmer und trockener als der Durchschnitt

Keystone-SDA

Der diesjährige Mai ist im landesweiten Mittel 1,8 Grad wärmer gewesen. Er belegt damit Rang vier seit Messbeginn 1864. Die Schweiz erlebte zudem einen historisch trockenen Frühling, wie Meteoschweiz in einer Bilanz schrieb.

(Keystone-SDA) Die landesweite Monatsmitteltemperatur habe im Mai bis kurz vor Monatsende 10,7 Grad betragen, wie es im provisorischen Maibulletin des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) am Mittwoch hiess. Die Regenperiode Anfang Mai habe nicht ausgereicht, um das grosse Niederschlagsdefizit der Monate März bis Mai auszugleichen. Regional sei weniger als 40 Prozent eines durchschnittlichen Mainiederschlags verzeichnet worden.

Falls es bis Ende des Monats keine grosse Überraschung gebe, dürfte dieser Frühling einer der trockensten seit Beginn der Messungen im Jahr 1901 werden. Denn im landesweiten Durchschnitt seien nur 56 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge gefallen, was einem Defizit von rund 150 Millimetern entspreche.

Die Situation erinnere an die historischen Dürrejahre 1944 und 1976. Besonders betroffen seien Graubünden und das Engadin. Dort fielen demnach nur 48 Prozent der üblichen Regenmenge. Für die Alpen und den östlichen Teil des Mittellandes gilt laut Bund derzeit eine Warnung der Stufe 2. Dies bedeutet, dass Trockenheit herrscht und kurzfristig keine Besserung zu erwarten ist.

Frühe Hitzeperiode

Laut Meteoschweiz gab es seit Pfingstsonntag für die Jahreszeit aussergewöhnlich früh erste Hitzetage. Eine mehrtägige Hitzeperiode im Mai sei in der Vergangenheit sehr selten vorgekommen. So habe ab Pfingsten eine wachsende Anzahl Messstandorte im Tessin und auf der Alpennordseite Tageshöchstwerte von 30 Grad und mehr aufgewiesen. In Sitten im Wallis sei die Temperatur am Dienstag auf 33,9 Grad geklettert. Dies sei die zweitheisseste Temperatur, die je in einem Mai gemessen wurde.

Im Schweizer Mittelland erreichten die Tagesmaxima am Dienstag verbreitet Werte über 30 Grad, in Basel-Binningen 32,5 Grad, wie Meteoschweiz weiter schrieb. Die Nullgradgrenze sei am Pfingstmontag auf 4328 Meter gestiegen, das sei der dritte Rang der höchsten Nullgradgrenzen im Mai. Der Klimawandel sorge dafür, dass Hitze immer früher, in immer grösserer Höhe und intensiver auftrete und länger dauere, so der Wetterdienst weiter.

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft