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Metro-Grossmärkte mit neuem Schliff – 900 Stellen weniger

DÜSSELDORF (awp international) – Der grösste deutsche Handelskonzern Metro treibt mit Stellenabbau und neuen Konzepten den Umbau seiner Grossmärkte voran. Drei Standorte in Berlin-Marzahn, Berlin-Pankow und Halle sollen Ende Oktober geschlossen sowie der Grossmarkt in Rostock verkauft werden, sagte der Chef von Metro Cash & Carry Deutschland, John Rix, am Freitag in Düsseldorf. Betroffen sind insgesamt 900 Stellen.
Darunter befinden sich auch Arbeitsplätze, die durch die geplante Zusammenlegung der Grossmärkte C+C Schaper mit den Metro-Märkten zum 1. Januar 2011 und durch das seit einem Jahr laufende Sparprogramm entfallen. Der Aufsichtsrat soll die Sparvorschläge am kommenden Dienstag absegnen.
Von der Kostenseite und bei den Umsätze zeigten die eingeleiteten Massnahmen inzwischen erste positive Auswirkungen, sagte Vorstandsmitglied Joel Saveuse. Vor einem Jahr hatte Metro ein Spar- und Umbauprogramm mit dem Namen Shape aufgelegt. Neben Stellenstreichungen sollen dabei auch die 121 Grossmärkte modernisiert werden. Seit 2008 bis heute fielen an den 120 Standorten von Metro Cash & Carry rund 1340 Stellen dem Rotstift zum Opfer. Weitere 900 kommen jetzt noch hinzu. Insgesamt beschäftigte der Metro Cash & Carry Ende 2009 rund 15 000 Menschen in Deutschland. Der Umsatz lag bei 5,4 Milliarden Euro.
Rix sprach von dem grössten Investitionsprogramm in der Geschichte der Metro Cash & Carry-Märkte. Allein 2010 werden 100 Millionen Euro in die Modernisierung von neuen Märkten und Wiedereröffnung von drei Märkten an neuen Standorten investiert. Bis Ende 2012 sollen Rix zufolge alle Grossmärkte neu ausgerichtet sein. Ziel sei es, Deutschlands modernster C&C-Grosshändler zu werden. Zur Höhe des gesamten Investitionsbudgets für den Umbau der Häuser machte er keine Angaben.
An dem Ziel, bis Ende 2012 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 150 Millionen Euro in der Grosshandelssparte einzufahren, hält Metro indes unverändert fest. «Wir haben wieder mehr kaufende Kunden und in diesem Jahr haben wir unsere Marktführerschaft ausgebaut», betonte Metro-Vorstandsmitglied Joel Saveuse. In den vergangenen Jahren hatte der traditionsreiche Bereich, der zum Kerngeschäft von Metro gehört, Umsatzeinbussen verzeichnet./ls/DP/ck

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