Ndrangheta bevorzugt laut Staatsanwalt Deutschschweiz
Mafia-Angehörige bevorzugten die Deutschschweiz gegenüber dem Tessin, sagte der Staatsanwalt des Bundes in seinem Plädoyer im 'Ndrangheta-Prozess in Bellinzona. Im Tessin seien sich die Behörden eher der von kriminellen Organisationen ausgehender Gefahr bewusst.
(Keystone-SDA) Das Tessin sei für Mafia-Angehörige ein «gefährlicher Ort», sagte der Staatsanwalt des Bundes in seinem Plädoyer im Rahmen des ‚Ndrangheta-Prozesses am Bundesstrafgericht in Bellinzona. Deshalb bevorzugten Angehörige krimineller Organisationen die Deutschschweiz.
In den abgehörten Gesprächen zwischen dem Angeklagten und Drittpersonen sei auch von Zürich die Rede gewesen, so der Staatsanwalt. In Seebach wickelten sich «die kriminellen Geschäfte der Stadt Zürich» ab, habe es da geheissen. Unter anderem sei damit der Drogenhandel gemeint gewesen.