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Neue Teilstrategien für Palliativ- und Langzeitversorgung in Bern

Keystone-SDA

Im Rahmen seiner Gesundheitsstrategie hat der Regierungsrat zwei neue Teilstrategien im Gesundheitswesen verabschiedet. Sie behandeln die Themen Palliativpflege und Langzeitversorgung älterer Menschen.

(Keystone-SDA) Die beiden Teilstrategien bieten jeweils einen Überblick über die bestehenden Angebote und zeigen die wichtigsten Herausforderungen auf. Sie legen zudem die konkreten Ziele des Kantons für die kommenden Jahre fest, wie die kantonale Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion am Mittwoch mitteilte. Konkrete Entscheide oder Umsetzungsmassnahmen sind hingegen keine festgelegt.

Im Bereich Palliative Care sollen Menschen jeden Alters Leistungen beziehen können und auch die Angehörigen angemessen miteinbezogen werden. Der Kanton will bereits vorhandene Angebote weiterentwickeln und neue Dienstleistungen aufbauen.

Bisher hat der Kanton unter anderem die mobilen Palliativdienste gefördert. Um die spezialisierte Palliative Care in sozialmedizinischen Institutionen zu verbessern, wird der Kanton Bern ein Pilotprojekt durchführen. Neu soll auch die pädiatrische Palliative Care berücksichtigt werden.

Zukünftig seien die Leistungserbringer der Palliativversorgung und der Kanton Bern noch mehr gefordert, in Netzwerken zu arbeiten und die Schnittstellen zwischen ambulant und stationär zu pflegen, heisst es in der Teilstrategie.

Angebote sichtbarer machen

Die Teilstrategie Langzeitversorgung legt ihren Fokus auf die ambulante und stationäre Langzeitpflege älterer Menschen. Die Langzeitversorgung soll sich am sogenannten Regionenmodell 4+ orientieren. Dieses sieht vor, die Gesundheitsversorgung in vier Hauptregionen, Bern und Umland, Oberland, Mittelland/Emmental/Oberaargau und Seeland/Berner Jura zu unterteilen.

Künftig will der Kanton die spezialisierten stationären Langzeitangebote sichtbarer machen. Als Massnahmen gegen den Fachkräftemangel engagiert er sich in der Ausbildung von Pflegepersonal, der Weiterbildung in Sachen Demenz und bei der Entwicklung neuer Berufsrollen.

Um die Autonomie älterer Menschen und das selbständige Wohnen im angestammten Zuhause möglichst lange zu ermöglichen, will der Kanton Bern Leistungsverträge mit Organisationen in den Bereichen Information, Beratung, Hilfe und Betreuung für ältere Menschen abschliessen.

Angesichts der demografischen Entwicklung seien aber auch die Gemeinden gefordert, eine entsprechende Infrastruktur bereitzustellen und das selbständige Wohnen zu unterstützen, heisst es in der Strategie.

Die Teilstrategien Palliativ- und Langzeitversorgung sind die dritte und vierte von insgesamt sechs Teilstrategien zum Thema Gesundheit. Die Teilstrategien zur integrierten Versorgung und zur Gesundheitsförderung hat der Kanton bereits erarbeitet. Noch offen sind jene zur Notfallversorgung und Rettungswesen und zur psychiatrischen Versorgung.

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