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Orange/Sunrise: France Telecom will "wahrscheinlich" Rekurs einlegen

Dieser Inhalt wurde am 29. April 2010 - 09:20 publiziert

Zürich/Paris (awp) - Der Telekomkonzern France Telecom will das Nein der Wettbewerbskommission (Weko) zur Fusion seiner Schweizer Tochtergesellschaft Orange mit der Konkurrentin Sunrise nicht hinnehmen. Das Unternehmen werde "wahrscheinlich" Rekurs einlegen, sagte Finanzchef Gervais Pélissier am Donnerstag anlässlich der Publikation der Erstquartalszahlen.
Es gehe darum, die Rechte des Unternehmens zu wahren, hiess es weiter. Er sei nicht sicher, ob die Kommunikationskommission (ComCom) die Sichtweise der Weko teile und beim Bundesrat sei dies wohl wahrscheinlich nicht der Fall. Derzeit werde das 110-seitige Dossier geprüft, so Pélissier im Rahmen einer Telefonkonferenz.
Der negative Entscheid der Wettbewerbshüter am 22. April hatte viele Beteiligte überrascht. Vielmehr galt eine Genehmigung - mit oder ohne Auflagen - als wahrscheinlich. Zusammen mit Swisscom hätte das neue Unternehmen eine kollektiv marktbeherrschende Stellung im Mobilfunkmarkt begründet, so die Behörde zur Begründung.
Es wären nur zwei Anbieter mit eigenem Netz übrig geblieben. Zudem hätte sich der aktivste Netzbetreiber - Sunrise - vom Markt verabschiedet, so die Weko. Zudem fand die Behörde nach eigenen Angaben keine Auflagen, die die wettbewerbsrechtlichen Bedenken hätten ausräumen können.
France Telecom und die Sunrise-Mutter TDC hatten sich enttäuscht gezeigt. Die Unternehmen hatten Anfangs April den finalen Fusionsvertrag unterzeichnet, um die Geschäfte ihrer Schweizer Tochtergesellschaften zusammenzulegen. Der Vollzug der Transaktion sollte im zweiten Quartal 2010 stattfinden.
Für einen Rekurs liegt die Frist bei 30 Tagen.
cc/uh

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