Bundesrat verschärft Kampf gegen Dschihad-Reisende
Der Bundesrat will nicht nur die Einreise von potenziellen Terroristen verhindern, sondern nun auch Ausreisen von Personen, die sich im Ausland einer Terrororganisation anschliessen möchten. Neu wird es möglich, Verdächtigen präventiv die Dokumente zu entziehen.
Aus der Schweiz sind gemäss einer Zählung des Nachrichtendienstes seit 2001 insgesamt 76 Personen aus dschihadistischen Motiven in Konfliktgebiete gereist.
Häufigste Ziele sind Syrien und der Irak, zu den weiteren Destinationen gehören Somalia, Afghanistan und Pakistan.
Nach den Angaben des Nachrichtendienstes von vergangener Woche befinden sich einige Personen immer noch vor Ort. 21 sind verstorben, 13 sind zurückgekehrt. Von den 76 erfassten Personen haben 29 einen Schweizer Pass, 17 davon sind Doppelbürger.
Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Bundesanwaltschaft erstmals eine zentrale Figur der Winterthurer Salafisten-Szene verhaftet hat, einen Konvertiten. Winterthur gilt als Hochburg der Schweizer Salafisten.
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Islamist aus Winterthur verhaftet
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