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BERLIN (awp international) - Ein sich verschärfender Fachkräftemangel in Deutschland kann nach Ansicht von Wirtschaft und Handwerk nur mit Hilfe von Zuwanderern behoben werden. 34 Prozent der Unternehmen könnten derzeit freie Stellen nicht besetzen, heisst es in einer Umfrage des Magazins "Wirtschaftswoche" (Montag) bei Wirtschaftsverbänden. Handwerkspräsident Otto Kentzler forderte in dem Magazin eine Imagekampagne für Deutschland.
Die Mehrheit der Bundesbürger ist laut einer Umfrage von TNS emnid für das Magazin "Focus" allerdings gegen den Zuzug qualifizierter Ausländer zur Behebung des Fachkräftemangels. Demnach sagen 54 Prozent, sie seien dagegen, 42 Prozent befürworten einen Zuzug ausländischer Spezialisten. In Ostdeutschland lehnen 61 Prozent entsprechende Vorschläge ab, im Westen 52 Prozent.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) verteidigte am Sonntag im Deutschlandfunk das deutsche Zuwanderungsrecht. Es sei nicht zuwanderungsfeindlich, sondern zuwanderungsoffen. De Maizière beklagte "viel Unkenntnis in der Debatte". So gehe es etwa bei der diskutierten Jahresentgeltgrenze von 60 000 Euro nicht darum, ob jemand überhaupt kommen dürfe, sondern nur darum, ob er sofort unbegrenzt kommen dürfe oder zunächst nur für fünf Jahre. Die meisten Staaten, die als zuwanderungsfreundlich gälten, befristeten zunächst die Zuwanderung.
Die Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes "Die Jungen Unternehmer- BJU", Marie-Christine Ostermann, forderte in der "Wirtschaftswoche", das Mindesteinkommen sollte auf 40.000 Euro gesenkt werden. Der Fachkräftemangel entwickele sich gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen zu einer gefährlichen Wachstumsbremse.
Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler sagte der "Wirtschaftswoche", das Handwerk setze auf Zuwanderer. Insbesondere im Osten suchten Betriebe nun Lehrlinge aus Polen und Tschechien, um Engpässe bei der Besetzung von Arbeitsplätzen zu vermeiden./sky/DP/he

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