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PRESSE/Siemens stoppt Verkauf der Hörgeräte-Sparte

Dieser Inhalt wurde am 16. März 2010 - 08:30 publiziert

HAMBURG (awp international) - Siemens bläst einem Pressebericht zufolge den geplanten Verkauf seiner Hörgerätesparte ab. "Das Thema ist ad acta gelegt", zitiert die "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe) Unternehmens- und Finanzkreise. Der Konzern reagiere darauf, dass die Gebote für die hochprofitable Erlanger Tochter Siemens Audiologische Technik (SAT) deutlich unter dem angestrebten Preis von über zwei Milliarden Euro zurückgeblieben sind.
Die Trennung ist dem Bericht zufolge aber nur aufgeschoben. "Mittelfristig könnte der Verkauf wieder auf die Tagesordnung kommen", heisst es in Firmenkreisen. Zuvor will Siemens kräftig in Entwicklung und Vertrieb investieren. Dafür könnten in den nächsten fünf Jahren eine halbe Milliarde Euro aufgewandt werden. Zudem werde es zu einem Wechsel in der SAT-Geschäftsführung kommen. Die Entscheidungen wird der für Medizintechnik zuständige Vorstand Hermann Requardt in den nächsten Tagen in Erlangen den Mitarbeitern vorstellen.
Die Interessenten stellten laut dem Bericht bei SAT massive Defizite fest. Deshalb gaben die letzten vier Bieter zwar allesamt Offerten ab - die aber mit 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro weit unter den ursprünglichen lagen. Die Zahlungsbereitschaft der Bieter trübte Bankkreisen zufolge vor allem, dass sich die Sparte in den vergangenen zwei Jahren schlechter entwickelt hat als viele Wettbewerber. Generell habe Siemens zuletzt viel zu wenig investiert, vor allem in Forschung und Entwicklung sowie in den Vertrieb, wurde moniert. Anders als wichtige Rivalen hat Siemens keinen Exklusivvertrieb, sondern verkauft die Geräte nur über Händler mit mehreren Konkurrenzprodukten./fn/sk

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