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MÜNCHEN (awp international) - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 Media wird dank der Erholung des Werbemarktes zunehmend optimistischer und rechnet 2010 mit einem deutlich höheren operativen Gewinn. Konzernchef Thomas Ebeling will sich allerdings noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und gab keine Umsatzprognose ab. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sonderposten (recurring EBITDA) werde ein "deutliches Wachstum" erwartet, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. 2009 hatte die Sendergruppe (Sat.1, ProSieben, Kabel 1) ein um Sonderausgaben bereinigtes EBITDA von 696,5 Millionen Euro verbucht.
Nach einem starken zweiten Quartal läuft das Geschäft weiter gut. "Wir sind gut ins dritte Quartal gestartet und blicken mit Optimismus auf die weitere Geschäftsentwicklung", sagte Ebeling. Mehr ins Detail ging er bei der Vorlage der detaillierten Zahlen zum ersten Halbjahr jedoch nicht. Der Umsatzverlauf im weiteren Jahresverlauf sei zu wenig absehbar und die Vergleichszahlen aus dem Vorjahr anspruchsvoll.
Am Aktienmarkt wurden die Aussagen Ebelings positiv aufgenommen. Das im MDax notierte Papier legte am Donnerstagvormittag um bis zu drei Prozent zu und baute damit die jüngsten Gewinne aus. Seit der überraschenden Bekanntgabe von Eckdaten zum zweiten Quartal vor zehn Tagen stieg die Aktie um mehr als 14 Prozent auf knapp 14,50 Euro. Im März 2009 hatte das Papier zeitweise weniger als einen Euro gekostet.
Die von den Finanzinvestoren KKR und Permira kontrollierte Gruppe konnte in den ersten sechs Monaten sowohl bei Umsatz als auch Gewinn deutlich zulegen. Wegen besserer Werbegeschäfte erzielte das Unternehmen zwischen April und Juni verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 9,6 Prozent auf 760,6 Millionen Euro. Unter dem Strich wies ProSiebenSat.1 einen Gewinn von 74,5 Millionen Euro aus. Dies waren 63,7 Prozent mehr als im Vorjahr.
Mit der besseren Konjunkturlage ist der Werbemarkt wieder angesprungen. Davon profitiert vor allem das Free-TV-Geschäft des Senders. Gestiegene Erlöse erzielte aber auch das sogenannte Diversifikationssegment von ProSiebenSat.1. Nach Angaben der Münchner legten vor allem die Onlinewerbung sowie die Musik-Sparte zu. Zum Segment gehören auch Bezahlprogramme, die ProSiebenSat.1 im Ausland anbietet, sowie ein eigenes Event- und Künstlermanagement.
Auf dem Weg zu höheren Gewinnen will sich Ebeling nicht alleine auf eine weitere Erholung des Werbemarkts verlassen, sondern setzt weiterhin auf strikte Kostenkontrolle. Er hatte dem Unternehmen einen harten Sparkurs verordnet, nachdem die Münchner 2008 wegen einer Kostenexplosion und hoher Zinskosten tief in die roten Zahlen abgestürzt waren. Im letzten Jahr kehrte ProSiebenSat.1 trotz eines Umsatzrückgangs unterm Strich ins Plus zurück.
Zum Sparprogramm gehörte auch der Verkauf des Nachrichten-Senders N24 im Juni, der an eine Management-Gruppe um den früheren "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust ging. Die Abschreibungen des Verkaufs schlugen komplett im zweiten Quartal mit 54,9 Millionen Euro zu Buche. Weiterhin muss der Konzern einen milliardenschweren Schuldenberg nach der Übernahme der Sendergruppe SBS im Jahr 2007 abtragen. Zum Ende des zweiten Quartals reduzierte ProSiebenSat.1 seine Netto-Finanzschulden um 152 Millionen Euro auf knapp 3,3 Milliarden Euro./juw/zb/she

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