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Schwedische SKF stellt sich auf ein schwieriges Jahr 2010 ein

Dieser Inhalt wurde am 19. November 2009 - 07:50 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der schwedische Wälzlager-Hersteller SKF bleibt skeptisch, was die Erholung der Märkte angeht. "Das Geschäft stabilisiert sich ein bisschen", sagte Tom Johnstone, Vorstandschef von SKF, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Donnerstag). "Ich erwarte sicherlich keine schnelle Erholung." Es gebe die Hoffnung, die Kurzarbeit zu reduzieren. Zu zahlreich seien für ihn jedoch die Unsicherheiten, angefangen mit den Währungsrisiken über die immer noch diffuse Lage auf den Finanzmärkten bis hin zu den Risiken, die mit einer wachsenden Arbeitslosigkeit verbunden sein können.
Auf der Habenseite stünden hingegen staatliche Konjunkturprogramme etwa für Infrastruktur- und Umweltprojekte wie Windkraft. Aber: "Auch 2010 wird ein sehr herausforderndes Jahr werden." Für Johnstone verschieben sich alle einst vor Ausbruch der Krise gehegten mittelfristigen Wachstumshoffnungen um mindestens ein bis zwei Jahre, in einigen Marktsegmenten sogar noch um deutlich mehr.
Johnstone, der dem schwedischen Konkurrenten der deutschen Schaeffler-Gruppe vorsteht, charakterisiert trotz leichter Erholungstendenzen die Geschäfts- und Marktlage derzeit als unvermindert "sehr schwierig". Auf der einen Seite müssen die Kosten gesenkt werden, auf der anderen Seite habe die Gesellschaft in neue Geschäfte investiert. Heraus kommt ein Kompromiss. Die Investitionen werden gestreckt. Rund 50 Millionen Euro, die dieses Jahr geplant waren, wandern in das Budget 2010. Statt 250 Millionen Euro investiert SKF 2009 nur 200 Millionen Euro. Es wird weiter auf die Bremse getreten, denn für nächstes Jahr kündigt Johnstone ein Investitionsvolumen von 100 bis 150 Millionen Euro an.
Zurückhaltung herrscht in der Frage nach der Marktstellung: "Wir verlieren keine Marktanteile", sagt er. "Es ist aber auch schwer zu sagen, ob wir welche gewinnen." Genauso kann er sich nicht als Profiteur aus dem mittlerweile mehr als einem Jahr währenden schwierigen Prozesses des Zusammenwachsens des Wettbewerbers Schaeffler mit der feindlich übernommenen Continental AG betrachten. SKF liegt im Wälzlagergeschäft mit einem Marktanteil von geschätzten 17 Prozent etwas vor der Schaeffler-Gruppe. Mit Abstand folgen die japanische NSK sowie der amerikanische Timken-Konzern./ep/tw

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