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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Wir blicken zurück auf den Tag im Bundeshaus – die Wiederwahl der gesamten Landesregierung. Ein politisches Erdbeben blieb aus, alles bleibt beim Alten. Deshalb habe ich für Sie auch noch andere Themen ausgewählt.

Herzliche Grüsse aus Bern

Keystone / Peter Klaunzer

Natürlich kommen wir nicht umhin, heute über die Bundesratswahlen zu sprechen. In der Schweiz ist die Wiederwahl der Regierung jeweils ein grosses Thema, auch wenn sich im Vergleich zu anderen Ländern jeweils kaum etwas oder gar nichts verändert. So wie auch heute.

Die Regierungsbeteiligung in der Schweiz ist eine komplexe Materie. Die Regierung (Bundesrat) besteht aus sieben Mitgliedern. Seit längerer Zeit haben die stärksten vier Parteien im Parlament Anspruch auf zwei Sitze oder einen.

Verteilt werden diese aber nicht nur nach der ungeschriebenen, so genannten Zauberformel. Auch die Regionen und Landessprachen sollten gebührend vertreten sein. Nach dem Erstarken der Grünen bei den Wahlen fürchtete sich die italienischsprachige Südschweiz davor, «ihren» freisinnigen Bundesrat zu verlieren, sollte die grüne Kandidatin aus Bern gewählt werden.

Doch dazu kam es nicht. Beim Angriff auf den amtierenden freisinnigen Bundesrat Ignazio Cassis konnte Herausforderin Regula Rytz zwar 82 Stimmen machen, doch das reichte bei weitem nicht. Es war seit 20 Jahren die erste Gesamterneuerungswahl der Landesregierung, in der kein neuer Bundesrat gewählt wurde.

sda-ats

Es wurde also nichts aus den Träumen der Grünen Partei, in die Landesregierung einzuziehen. Die Grünen haben einen Anspruch, aber nicht jetzt. Das war heute mehrheitlich der Tenor im Bundeshaus.

Eher ein enttäuschendes Ergebnis, meinten Beobachter. Die Strategie der Grünen «war von Beginn an wenig durchdacht. Zu rechnen ist nun mit zunehmenden Kämpfen und Profilierungsversuchen von amtierenden Bundesratsmitgliedern», schätzt etwa die Neue Zürcher Zeitung.

«Die Herausforderung war von Anfang an enorm, und mit ihrem wenig überzeugenden Vorgehen haben sie sich selbst geschadet», schreibt das Online-Portal Watson.ch über die Grünen. Nötig seien jetzt eine neue Zauberformel und mehr Führungsstärke, so der Kommentar.

Der italienischsprachige Corriere del TicinoExterner Link findet, das Resultat sei schmeichelhaft für den Tessiner Ignazio Cassis, der mit einem Handicap gestartet sei. Seine Wiederwahl im ersten Wahlgang sei schliesslich «komfortabel» über die Bühne gegangen, schreibt auch La LibertéExterner Link.

Vincent Ducrot
sda-ats

Die Schweizerischen Bundesbahnen erhalten einen neuen Chef. Vincent Ducrot heisst der Mann, und im Gegensatz zum noch amtierenden Andreas Meyer scheint er keine umstrittene Figur zu sein. Führt er die Bahnen nun wieder auf ruhigere Geleise?

«Er ist ein Bähnler durch und durch«, schreibt etwa der Blick über Ducrot, der ab April die Nachfolge von Meyer antreten wird. Er sei eine Person mit viel Erfahrung und einem gesunden Selbstbewusstsein, zitiert die Zeitung SBB-Präsidentin Monika Ribar.

Auch der Tages-Anzeiger ist der Meinung, Ducrot sei «der richtige Mann für eine turbulente Zeit«. Die Wahl eines «altgedienten Bähnlers» sei «wichtig für den Wiederaufbau von verlorenem Vertrauen in die SBB».

Ducrot stellte sich selber als «innovativ» vor. Doch gerade Innovation sei bei den SBB gegenwärtig unnötig, meint SRF News. «Ein zuverlässiger, unaufgeregter, sozialkompetenter Problemlöser wäre vielen derzeit deutlich lieber. Vielleicht gar eine Art Gegenentwurf zum amtierenden SBB-Chef Andreas Meyer.» Mal schauen, wo die Reise mit Ducrot hingeht.

In der Schweiz liegt der älteste Atomreaktor der Welt: Beznau I Thomas Kern

Deutschland hat verlangt, das AKW Beznau so schnell wie möglich abzuschalten. Das führte zu massiver Kritik in der Schweiz. Nun hat Bundesrätin Simonetta Sommaruga reagiert. Und es hagelt erneut Kritik.

Es ist eines der ältesten Atomkraftwerke der Welt. Keine fünf Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt. Im Oktober forderte Deutschland die schnellstmögliche Abschaltung des Kernkraftwerks Beznau.

Die Kritik folgte auf dem Fuss: Einmischung in interne Angelegenheiten sind in der Schweiz nicht gerne gesehen. Die Schweiz fordere schliesslich auch nicht die Schliessung von deutschen Kohlekraftwerken, hiess es.

Gespannt wartete man auf die Reaktion von Energieministerin Simonetta Sommaruga. Heute nun wurde bekannt, dass diese eher mild ausgefallen ist. Ein Brief nach Berlin habe die deutsche Intervention mit keinem Wort verurteilt, wie der Tages-Anzeiger schreibt. Und schon wieder hagelt es Kritik. Diesmal an der Bundesrätin.

Ballons
sda-ats

Weihnachtzeit gleich Spendezeit?

Die Vorweihnachtszeit ist eine besondere Saison im Jahr, die einige von uns ermutigt, zu spenden – sei es in Form von Geld oder als Geschenk. Anstatt sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was man seinen Liebsten zu Weihnachten schenken könnte, wird immer öfter gespendet und so eine Institution unterstützt. Spenden heisst jedoch nicht automatisch, Geld oder Gegenstände zu schenken. Man kann auch seine Zeit für einen wohltätigen Zweck anbieten, indem etwa in einer gemeinnützigen Organisation mitgearbeitet wird.

Wie sieht das bei Ihnen aus? Spenden Sie? Und wenn ja, regelmässig oder vor allem in der Weihnachtszeit? Und in welcher Form – in Form von Geld, Gegenständen, Zeit? Welche Motivation treibt Sie an? Was liegt Ihnen am Herzen? Erzählen Sie es uns.

Teller mit der Spezialität CholermuesNW
guteküche.ch

🎄 ADVENTSKALENDER 🎄 
Hier stellen wir Ihnen im Advent jeden Tag eine kulinarische Spezialität aus einem anderen Kanton vor. Ein Stück Heimat – egal, wo Sie gerade sind.
11. Dezember: das Cholermues 🍨 

Heute eine Spezialität aus der Innerschweiz, die sogar in den USA für Furore sorgte: Das Cholermues. Die Spezialität aus den beiden Halbkantonen Nid- und Obwalden hatte einen prominenten Auftritt in der Erfolgsserie «The Big Bang Theory».Externer Link

Das Genie Sheldon bereitete in einer Folge dieses traditionelle Schweizer Frühstücksgericht zu, um seinen Magendarmtrakt «auf die exotische Schweizer Küche vorzubereiten».

Die Schweizer Version der berühmten Pancakes soll aus Obwalden stammen. Cholermues wird im englischen Sprachraum oft Swiss Pancake genannt. Es ist eine Mehlspeise, die mit Zimtzucker bestreut wird.

Das Rezept finden Sie auf swissinfo.ch

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