Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Mühleberg ade! Gespannt hat die Schweiz heute auf den Kommandoraum des Berner AKW geblickt. Dort drückte ein Operateur am Mittag zwei rote Knöpfe und stellte damit erstmals in der Schweiz ein AKW ab – für immer.
Frohe Festtage wünscht Ihnen
Heute um 12.30 Uhr war es soweit: Die beiden Knöpfe wurden gedrückt und Mühleberg als erstes Atomkraftwerk in der Schweiz heruntergefahren – um nie mehr ans Netz zu gehen.
Seit 1972 produzierte das AKW-Mühleberg 130 Milliarden Kilowattstunden Strom. 2013 entschloss sich die Betreiberin BKW zu Stillegung.
Die Abschaltung löste gemischte Reaktionen aus. Langjährige Mitarbeitende äusserten Trauer und Wehmut. Im Lager der AKW-Gegner herrschte Genugtuung. Im Bundeshaus forderten Grüne und SP, nun müsse das älteste AKW in Beznau abgestellt werden.
In Mühleberg bleibt für die BKW noch viel zu tun. Stilllegung und Entsorgung der Anlage kostet sie voraussichtlich drei Milliarden Franken. Am 6. Januar sollen die Arbeiten für den Rückbau beginnen, dauern werden sie bis 2034.
- Jetzt braucht es einen klugen EnergiemixExterner Link, findet Der Bund in seinem Leitartikel (Paywall).
- So bricht man ein AKW abExterner Link: Der Bund hat ein Dossier zum Thema zusammengestellt (Paywall).
- Hier erzählt SRF News die Geschichte des AKW Mühleberg in BildernExterner Link.
Eine erste Umfrage mit Blick auf den Abstimmungssonntag am 9. Februar 2020 zeigt: Zwei Drittel der Befragten unterstützen die Mietwohnungs-Initiative. Noch stärkere Unterstützung erhält das Diskriminierungs-Verbot aufgrund sexueller Orientierung.
Die vom Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverband lancierte Initiative zum Bau von mehr gemeinnützigen und preislich moderaten Mietwohnungen startet mit einem guten Vorsprung in den Abstimmungskampf: 66% der Befragten unterstützen das Vorhaben, 30% sind dagegen und 4% noch unentschlossen.
Auch der Vorschlag zur Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm erhält viel Zuspruch: Fast 70% der Befragten sind dafür, dass auch die Diskriminierung wegen sexueller Orientierung strafbar sein soll. 28% sind dagegen, 3% noch unentschlossen.
Diese erste Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern ist eine Momentaufnahme und kein vorweg genommenes Abstimmungsergebnis. Erst nach Vorliegen der zweiten Befragung sind allenfalls Aussagen über den Trend möglich.
- Hier unsere Übersicht über die Resultate der Anfang Dezember durchgeführten ersten SRG-Trendbefragung des Forschungsinstituts gfs.bern.
- Auf SRF News erklärt Politologe Lukas GolderExterner Link, weshalb die Befürworter der Mietwohnungs-Initiative noch an Boden verlieren dürften.
- Und hier geht es zu unserem Dossier über die Abstimmung vom 9. Februar 2020.
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Jahr für Jahr erhellt in der Adventszeit ein Weihnachtsbaum die grosse Kuppelhalle des Bundeshauses in Bern. Die NZZ hat sich auf die Suche nach der Geschichte der diesjährigen Tanne gemacht.
Wir erfahren zum Beispiel, dass die Fichte im Bundeshaus mehr als sechs Meter hoch ist und diese ohne technische Hilfsmittel aufgestellt wird. 32 Jahre wurde sie alt, bevor anfangs Dezember ihr letztes Stündchen schlug. Sie kommt aus dem Gurnigelgebiet im bernischen Riggisberg.
Im Vergleich zu früher ist der Baumschmuck heute wesentlich üppiger. Er besteht aus LED-Kerzen sowie roten, orangen und gelben Kugeln und taucht den Baum so in ein warmes Licht. Bundesgärtner Beat Bläsi sagt der NZZ: «Ich will keinen Firlefanz.»
Für die Tanne ist dieser Auftritt der letzte in ihrem Dasein. Zuvor kam schon 53 anderen Weihnachtsbäumen diese «Ehre» zu. Denn seit 1965 leistet eine Tanne den drei Eidgenossen während der Adventszeit Gesellschaft – oder muss man sagen: stellt sie in den Schatten?
- Hier geht es zum Artikel der NZZ mit Bildern zum Schicksal der BundestanneExterner Link, Grafiken und mit Tipps für den Christbaum zu Hause (Paywall).
- Der Blick zeigt die Weihnachtskarten unserer BundesräteExterner Link.
Wie feiern Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer Weihnachten in ihrer neuen Heimat? Und gibt es in ihrem Aufenthaltsland besonders spezielle, lustige oder skurrile Weihnachtsbräuche?
Wir haben einige Antworten aus dem Ausland erhalten, vielen Dank! Meine Kollegin Melanie Eichenberger hat sie zusammengetragen und erzählt Ihnen, warum in Indonesien das ganze Jahr Weihnachten ist und wer in Argentinien den Garten in einen Konzertsaal verwandelt.
Dabei hat sie auch von bisher unbekannten Weihnachtsbräuchen aus Deutschland oder Dänemark erfahren. Mehr finden Sie bei uns auf SWIswissinfo.ch.
🎄 ADVENTSKALENDER 🎄
Hier stellen wir Ihnen im Advent jeden Tag eine kulinarische Spezialität aus einem anderen Kanton vor. Ein Stück Heimat – egal, wo Sie gerade sind.
20. Dezember: die Taillaule
Heute stellen wir Ihnen das Flaggschiff der Neuenburger EsskulturExterner Link vor: die Taillaule. Oder auf Deutsch: das Neuenburger Brioche mit Rosinen und Zitronenschale.
Sein Renommee kommt nicht von ungefähr. Das Neuenburger Brioche wurde nach ähnlichem Rezept schon im Juli 1748 zu offiziellen Neuenburger Essen serviert – wie in den Geschichtsbüchern nachzulesen ist.
Im Gegensatz zum heutigen Trend wurde damals die Variante ohne Rosinen bevorzugt. Auch die Form des Gebäcks hat sich verändert. Heute wird es meistens als ganzes Stück in einer Kuchenform zubereitet.
Ursprünglich kam das Neuenburger Brioche in Form eines Rings daher, später als abgeflachter Fladen wie das freiburgische CuchauleExterner Link. In den Sechzigerjahren hat sich die heutige Form etabliert.
Einst ein luxuriöses Gericht, wird die Neuenburger Taillaule heute traditionell am Sonntagmorgen mit etwas Butter verspeist.
Das Rezept finden Sie auf swissinfo.ch.
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