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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Heute geht es um neue Kampfjets und deren Gegner, um Pro und Contra einer Ausweitung der Antirassismus-Strafnorm auf homophobe Äusserungen, um die Schweizer Vorliebe für grosse Autos und um Städte, die sich ihren Kantonen widersetzen.

Liebe Grüsse aus Bern

Ein Kampfjet steht auf einer Piste eines Flughafens.
sda-ats

Die SP, die Grünen und die GSoA wollen den Kauf von neuen Kampfjets verhindern. Sie haben gegen den vom Parlament beschlossenen Kampjet-Kauf das Referendum ergriffen.

Auch Greenpeace, die Juso Schweiz, die Jungen Grünen und verschiedene Friedensorganisationen unterstützen das Referendum gegen den 6 Milliarden Franken teuren Kauf. Es handle sich hierbei um eine «Luxus-Beschaffung«.

Für den Kampfjet-Kauf setzt sich ein Sicherheitsbündnis ein, in dem die SVP, die FDP, die CVP und Offiziere sowie Wirtschaftsverbände vertreten sind. Ohne Luftwaffe könne die Armee ihren verfassungsmässig festgelegten Verteidigungsauftrag nicht erfüllen, argumentieren sie.

Die Gegner haben nun bis am 9. April 2020 Zeit, die nötigen 50’000 Unterschriften für ein Referendum zu sammeln. Die Volksabstimmung findet voraussichtlich am 27. September 2020 statt.

Zwei Männer in einem Badezimmer beim Zähneputzen.
swissinfo.ch

Bereits am 9. Februar entscheidet das Schweizer Stimmvolk über eine Ausweitung der Antirassismus-Strafnorm. Neu sollen auch homophobe Äusserungen und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung verboten sein.

Auf SWI swissinfo.ch kommen heute ein Gegner und eine Befürworterin dieser Ausweitung zu Wort.

Muriel Waeger vom Dachverband der Schwulen- und Lesbenorganisationen sagt, dass Homophobie-Verbot fülle eine Gesetzeslücke. Denn das aktuelle Gesetz schütze nicht vor Aufruf zu Hass gegen Homosexuelle.

Michael Frauchiger, selber homosexuell und Co-Präsident des Referendumskomitees «Sonderrecht NEIN!» sieht das anders. Er argumentiert, dass ein gesetzlicher Sonderschutz der Gleichberechtigung von Homo- und Bisexuellen «diametral» zuwiderlaufe.

Ein SUV fährt unter einer Unterführung durch.
sda-ats

Ein Auto ist praktisch, schadet aber leider auch der Umwelt. Ein Kompromiss könnte ein Klein- oder ein Mittelklassewagen sein. In der Schweiz zeigt der Trend aber in eine ganz andere Richtung.

Denn nirgends auf der Welt ist die SUV-Dichte so hoch wie in der Schweiz. Im Jahr 2019 war jedes zweite Auto, das in der Schweiz verkauft wurde, ein 4×4, oft ein SUV.

SUV steht für Sport Utility Vehicle, etwas weniger schmeichelhaft spricht man auch von Kolossen oder Strassenpanzern. Weil sie schwerer sind, stossen sie auch mehr CO2 aus.

Mit über 137 Gramm CO2 pro Kilometer landet die Schweiz mit ihren Neuwagen im europäischen Vergleich weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. In Norwegen (72 Gramm), Portugal (105 Gramm) und den Niederlanden (106 Gramm) stossen die Neuwagen am wenigsten CO2 aus.

Eine Menschenmenge auf einem Platz in einer Stadt.
© Keystone / Salvatore Di Nolfi

Leben Sie in Chicago oder New York? Dann sagt Ihnen der Begriff «Sanctuary Cities» sicher etwas. Auch in der Schweiz bieten Städte Migranten ohne Papiere Zuflucht – und legen sich mit den Kantonen an.

In den USA verweigern Städte wie Chicago oder New York sowie der «Zufluchtsstaat» Kalifornien die Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden: Sie akzeptieren die restriktive Einwanderungspolitik der Regierung unter Präsident Donald Trump nicht.

Und nun beginnen auch in der Schweiz Städte in Bereiche vorzudringen, die nicht in ihren eigentlichen Zuständigkeitsbereich fallen. Mein Kollege Domhnall O’Sullivan ist diesem Phänomen nachgegangen.

Dabei ist das am weitesten gediehene Beispiel dafür das Projekt Papyrus: Ziel der Genfer Initiative ist die Regularisierung des Aufenthaltsstatus von rund 3500 Sans-Papier. In der Folge interessierte sich auch Basel für das Projekt.

  • In unserem Text auf SWI swissinfo.ch erfahren Sie mehr über Städte, die Menschen ohne legalen Status vor den Kantonen schützen wollen.
  • Das Projekt Papyrus: Ein neues Leben für tausend «Illegale» in Genf.
  • Meine Kollegin Patricia Islas hat jugendliche Sans-Papiers getroffen, die in der Schweiz zur Schule gehen.
  • Hier geht es um Gemeinden, Kantone und den Staat, kurz, um den Föderalismus. Und um einen Vergleich der Schweiz mit den USA.
Ein Baby kriecht am Boden rum, ein Erwachsener ist am Staubsaugen.
© Keystone

Können Sie Fragen über die Schweiz richtig beantworten? SWI swissinfo.ch hat über die Feiertage auf Social Media ein Quiz durchgeführt. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Wussten Sie, dass es in der Schweiz eigentlich verboten ist, am Sonntag Staub zu saugen? Ich nicht. Und es war auch der Mehrheit der Quizteilnehmer nicht bekannt.

Acht verschiedene Fragen haben wir Ihnen auf Facebook gestellt, die wir im vergangenen Jahr aufgrund von Leseranfragen in einem Faktencheck überprüft haben.

Hier sind die Ergebnisse – und die richtigen Antworten, mit den Links zu den Original-Artikeln.

Schülerinnen und Schüler in der Schweiz.
© Keystone / Gaetan Bally

Die Schweiz ist kein Land der Einheitskleidung: Im Gegensatz zu den asiatischen Ländern, den ehemaligen britischen Kolonien und dem angelsächsischen Raum gab es in der Schweiz nie Schuluniformen.

Dies bestätigt uns auch die Auslandschweizerinnen- und Auslandschweizer-Community auf FacebookExterner Link. So berichtet Liliane Gurtner aus Sri Lanka, dass dort alle Schulkinder Uniformen tragen und sie diese sogar gratis erhalten. Auch im Karibikstaat Grenada seien Einheitskleider normal, schreibt Béatrice Peyer.

Verschiedene Erfahrungen haben Kathja Kreuning-Karrer und ihre Kinder gemacht: «Von Voll-Uniform (lange Hosen, Halbschuhe, Hemd, Krawatte) in England über bequeme Uniform (Shorts, Polo-Shirt, Halbschuhe) in Dubai, zu Halb-Uniform (Hose, Shorts/Rock bis mindestens zu den Knien aber nach Wahl in Dunkelblau, Beige oder Schwarz mit Poloshirt von der Schule und Schuhen nach Wahl) in Muskat.» Sie sei eigentlich immer gegen Uniformen gewesen. Eine Zwischenlösung wie in Muskat findet sie aber auch «ganz okay».

Unsere Community ist sich über die Kosten der Uniformen nicht einig. Franziska von Känel-Sahi ist überzeugt, dass man für private Kleidung weniger Geld ausgeben muss als für Uniformen. Diese seien viel teurer. Reto Derungs aus der Dominikanischen Republik hingegen schreibt: «Selbstverständlich sind die Schuluniformen billiger als private Kleider.» An seinem Wohnort würden sie an öffentlichen Schulen gratis abgegeben.

Je nach Aufenthaltsland variieren die Kosten also stark. In Australien gebe es an den meisten Schulen Shops, die auch gebrauchte Uniformen verkaufen, so Connie Daniels-Marti. «Die Schuluniform ist definitiv billiger als private Kleidung. Es muss ja nicht immer eine neue Hose oder ein neues Hemd sein.»

Welche Erfahrungen haben Sie mit Schuluniformen gemacht? Schreiben Sie uns:

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