Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Ostern: Das ist für mich die Freude über die Knospen und ersten Blüten. Es ist aber auch die schöne Erinnerung an ein Gespräch über die Osterbräuche, das ich vor 15 Jahren mit einem grossen Geist führte.
Herzliche Grüsse aus Bern und frohe Ostern!
Mit Ostern feiern wir das Wiedererwachen der Natur nach dem Winter, der «toten» Jahreszeit.
Eier färben und damit Knospen treibende Äste behängen: 2006 hatte ich mit dem Schriftsteller Sergius Golowin über die Bedeutung von Österbräuchen wie jenem meiner Mutter gesprochen. Golowin war ein offener und sehr weiser Geist, der tradiertes Volkswissen, Mythen, Religion und Geschichte spielend ineinander verweben konnte.
«Ostern steckt in uns, fast wie ein Instinkt. Wir können wahrscheinlich gar nicht anders, als uns am Frühling zu freuen und darüber, dass es hell und licht wird», sagte Golowin im Interview.
Es sollte sein letztes sein, denn kurze Zeit später starb er 76-jährig. So freue ich mich an Ostern stets nicht nur an den Knospen und ersten Blüten, sondern auch am schönen, fruchtbaren Gespräch, das ich vor 15 Jahren mit diesem aussergewöhnlichen Menschen in einer Quartierbeiz noch führen konnte.
- «Ostern steckt in uns allen» – meine Begegnung mit Sergius Golowin 2006.
- Eier schälen in wenigen SekundeExterner Linkn – Video von Blick.
- Piste gutExterner Link – der Winter-Kehraus in den Schweizer Bergen.
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Die Photovoltaik, sprich Sonnenergie, legt weltweit stark zu. Das gilt auch für die Schweiz.
Aber wie soll die Energiewende funktionieren? Also der Ersatz von Atomenergie durch erneuerbare Energie. Verschwinden die Berge oder das Mittelland unter Solarparks?
Nein, sagt ein Schweizer Solarenergie-Pionier, «die Zukunft liegt in Selbstverbrauchergemeinschaften».
Konkret: Jede Siedlung, jeder Block, jedes Haus soll energiemässig autark sein, also den Eigenbedarf selbst abdecken können.
- «Neubauten sollten nur noch bewilligt werden, wenn sie Strom erzeugen» – der Bericht von unserem Klimaexperten Luigi Jorio.
- Schweizer Solarmodule heben ab – Artikel von Kollege Marc-André Miserez über Schweizer Solarpanels für die Stratosphäre.
- Auf dem Weg zum Plus-Energie-Haus – swissinfo.ch-Bericht von 2016.
Kürzlich hat die Schweiz die Gesichtsverschleierung soeben verboten. Was eine jemenitische Fotografin über den Niqab sagt, dürfte überraschen.
«Im Niqab habe ich das Gefühl, eine übernatürliche Kraft zu haben, die mich unsichtbar macht, während ich alles und jede Person sehen kann. In dieser Situation wird man zur Zensur, und nicht selbst zensiert», sagt Bushra Al-Mutawakel.
Die Verschleierung, so ihre Botschaft, ist komplexer als ihre Wahrnehmung im Westen. swissinfo.ch-Journalistin May Elmahdi-Lichtsteiner beleuchtet den Zugriff konservativer Männer im Islam auf den Körper der Frauen ebenso wie jener durch kommerzielle Unternehmen in einer kleinen Serie.
- «Die verschleierte Frau besitzt eine übernatürliche Kraft» – Beitrag eins.
- Der Körper der Frau zwischen den Identitäten – Fotografien von Bushra Al-Mutawakel.
- «Gott hat nichts zu tun mit meiner Haarbedeckung» – Beitrag von May über Elham Manea, Politikwissenschaftlerin, Autorin und Verfechterin eines liberalen Islams.
- Der verpolitisierte Körper der Frau – Teil drei von Mays Mini-Serie.
6500 tote Bauarbeiter: Die Forderung nach einem Boykott der Fussball-WM 2022 in Katar werden lauter. Wie stellt sich der Schweizer Verband dazu?
Stimmt die Zahl des britischen «Guardian», ereignet sich auf den katarischen Baustellen ein wahres Massaker an den Arbeitsmigranten vorwiegend aus Asien. Verantwortlich dafür sind die Hitze von bis zu 50 Grad und das Fehlen von arbeitsrechtlichen Schutzmassnahmen.
Der Schweizer Fussballverband will auf den Dialog mit den Veranstaltern setzen. Und wie verhalten sich die Sponsoren der Schweizer Nationalmannschaft im erhofften Fall von deren Qualifikation?
In einer Umfrage geben sie sich zurückhaltend. Ausgerechnet der Hauptsponsor, die Grossbank Credit Suisse, ist eng mit einem katarischen Staatsfonds liiert, wie die WochenZeitung herausfand. Je nach weiterem Verlauf der Boykott- und Menschenrechtsdebatte könnte das für die CS zum Boomerang werden. Zum Bild: Porträts von Arbeitsmigranten in Katar, aufgenommen 2015 in Doha.
- «Schweigen ist keine Option mehr»Externer Link – Artikel der linken WochenZeitung.
- Die Schweiz will die Situation in Katar über Dialog verbessernExterner Link – Artikel der NZZ am Sonntag vom 20. März (Paywall).
- «Dass dieses Turnier dahin gegeben worden ist, das halte ich für falsch»Externer Link – der deutsche Real-Madrid-Star Toni Kroos äussert sich klar gegen die Menschenrechtsverletzungen durch den WM-Veranstalter Katar.
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Der Mann, den sein Boss in die Wüste geschickt hat
Christoph Stalder lebt mit seiner Familie in Dubai, in den Arabischen Emiraten. Wo früher nur Sand war, stehen heute riesige Wolkenkratzer. Der 39-Jährige ist beeindruckt von der Wüstenstadt: «Dubai ist in kurzer Zeit rasant gewachsen. Der neue Stadtteil ist so gross wie New York.»
Bald zieht der Möbeldesigner weiter – wieder zurück nach Europa. Aber nicht in die Schweiz.
Hier gehts zum Porträt (Dialekt):
Direkter LinkExterner Link zum Porträt von Christoph Stalder.
- Den Podcast «Die Fünfte Schweiz» finden Sie hierExterner Link.
- Die Pandemie hat auch auf sie Auswirkungen: Die neueste Auslandschweizer-Statistik finden Sie hier.
- Und eine Empfehlung aus dem Archiv: Die grenzüberschreitende Geschichte von Juden, die über Jahrhunderte in Vorarlberg und der Ostschweiz lebten.
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