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Restaurant-Terrasse

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Ihr Heimatland fuhr in der Coronavirus-Krise einen Sonderzug. Wirtschaftlich habe sich das gelohnt, meint heute die Neue Zürcher Zeitung.

Herzliche Grüsse aus Bern

Restaurant-Terrasse
Keystone / Gaetan Bally

Der Corona-Sonderzug der Schweiz hat sich anscheinend gelohnt – zumindest wirtschaftlich.

Offene Skipisten, rasche Öffnung der Restaurantterrassen. Was wurden wir nicht von rundherum gerügt? Die Schweiz galt während der zweiten Coronavirus-Welle als Seuchenherd Europas. Weil sie einen eigenen Weg suchte, um die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Nun titelt die Neue Zürcher Zeitung heute ihren Kommentar: «Der Schweizer Weg hat sich bewährt – wirtschaftlich ist das Land besser durch die zweite Corona-Welle gekommen als Deutschland und Österreich.»

Lange sei nicht klar gewesen, ob der Schweizer Weg wirklich funktionieren würde. «Nun lässt sich aber mit einiger Sicherheit sagen, dass sich die Strategie bewährt hat», so der Kommentar weiter. «Erstens zeigt sich: Die Schweiz ist mit relativ geringen Einbussen der Wirtschaft durch die zweite Welle gekommen. (…) Zweitens schützte die Schweizer Politik die Freiheiten ihrer Bürger besser als Wien und Berlin.»

Allerdings gibt der Kommentator auch zu bedenken: «Die Schweiz mag dafür – und das ist die andere Seite des Zielkonflikts – eine höhere Zahl an Corona-Todesfällen in Kauf genommen haben.» Und er kommt zum Schluss: «Womöglich hat die Schweiz auch Glück gehabt.»

Grand Hotel Belvedere in Davos
Keystone / Photochrom Collection

Das WEF machte Davos bekannt. Doch Weltgeschichte wurde dort bereits vorher geschrieben.

«Natürlich der Zauberberg», werden Sie denken. Doch nicht nur das Meisterwerk von Thomas Mann spielt in Davos, der höchstgelegenen Stadt Europas. Unter anderen Ereignissen bleibt namentlich der Suizid des deutschen Künstlers Ernst Ludwig Kirchner in Erinnerung.

Die Deutschen besuchten schon seit den Anfängen des Tourismus oft und gerne den für seine Höhenluft bekannten Kurort. Es war denn auch die Ermordung eines Deutschen, die Davos erstmals international in die Schlagzeilen brachte.

1936 erschoss der jugoslawische Student David Frankfurter den Landesgruppenleiter der NSDAP-Auslandsorganisation in der Schweiz, Wilhelm Gustloff. Wie mein Kollege Igor Petrov schreibt, stürzte dieser Mord die Schweizer Regierung in ein regelrechtes Dilemma.

Traktor versprüht Pestizide
Christian Beutler/Keystone

Bald stehen in der Schweiz Abstimmungen an. Heute präsentierten wir die jüngste Umfrage.

Der Vorsprung für die beiden Pestizid-Initiativen schmilzt dahin, je wärmer es hier in der Schweiz wird. Während sie bei der ersten Umfrage noch auf Zustimmung stiessen, will eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger die zwei Volksinitiativen nun ablehnen. Würden nur die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer abstimmen, kämen die beiden Initiativen durch.

Das CO2-Gesetz, eine der Grundlagen der Energiestrategie der Landesregierung, kann gemäss der zweiten SRG-Umfrage des Instituts gfs.bern zur Abstimmung vom 13. Juni zwar noch auf eine knappe Mehrheit zählen. Im Vergleich zur ersten Trendbefragung wird es aber von weniger Stimmberechtigten gutgeheissen. Die Schweizerinnen und Schweizer im Ausland sind stärker dafür.

Nicht zittern müssen wohl die beiden restlichen Vorlagen, das Covid-Gesetz und das Anti-Terrorismus-Gesetz: Mit Mehrheiten von über 60% werden die beiden wohl angenommen werden. Bei den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern erhielte das Covid-Gesetz etwas mehr Zustimmung, das Antiterror-Gesetz etwas weniger – aber immer noch eine Mehrheit.

Franziska Tschudi Sauber
Weidmann-Group

Frauen am Steuer von Konzernen – immer noch ein viel zu seltener Anblick.

Natürlich hätte sie gerne mehr Frauen in ihrem Konzern. Das sagt Franziska Tschudi Sauber. Sie leitet die Geschicke der Weidmann-Gruppe, die drei recht unterschiedliche Geschäftsbereiche betreibt, in den Bereichen Medizinaltechnik, Elektrotechnologie und Fasertechnologie.

Das Problem sei: «Nur sehr wenige Frauen bewerben sich auf Führungspositionen in unserem Konzern», so Tschudi Sauber. «Wahrscheinlich sind die Arbeitsbelastung und die Häufigkeit der internationalen Reisen kaum vereinbar mit der Belastung einer Familie», vermutet sie.

Unser freier Mitarbeiter Philippe Monnier lässt in einer Serie Frauen zu Wort kommen, die es in der Wirtschaft geschafft haben, die gläserne Decke zu durchstossen. Der Begriff wird für den Umstand verwendet, dass es Frauen oft nicht in die Top-Positionen von Firmen und Konzernen schaffen.

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