Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Hitzewellen, Überschwemmungen, Feuersbrünste. Der neuste Weltklimarat-Bericht zeigt: Die Extremereignisse von diesem Sommer waren wohl ein Blick in unsere Zukunft.
Herzliche Grüsse aus Bern
Der neuste UNO-Klimabericht läutet die Alarmglocke.
Heute liegt der jüngste Klimabericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen der UNO auf dem Tisch. Mitgeschrieben hat auch eine Schweizerin. Sie sagt: «Es ist, als ob wir nichts für das Klima getan hätten.»
Hitzewellen, Überschwemmungen, Hagelstürme, Feuersbrünste. Diesen Sommer sei nun eingetreten, was von den Klimamodellen vorhergesagt worden sei, sagt die Schweizer Klimatologin Sonia Seneviratne von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Sie ist nicht Irgendjemand: Seneviratne gilt als eine der zehn einflussreichsten Klimaspezialistinnen und -spezialisten der Welt.
Der jüngste Klimabericht zeige nun auf, dass bereits ein halbes Grad mehr grosse Konsequenzen in der Realität bedeuten könne, sagt die Forscherin im Interview meines Kollegen Luigi Jorio. Falls die Menschheit noch eine Chance haben wolle, diese Schwelle wenigstens nur geringfügig zu überschreiten, müsse sie nun sofort handeln.
- Das ganze Interview mit Sonia Seneviratne finden Sie hier.
- Über was genau Sereviratne forscht, finden Sie im Porträt der Wissenschaftlerin heraus.
- Unser Hintergrund: Klimaberichte: Wie sie erstellt werden und warum sie wichtig sind.
- Regelmässige Wetterextreme werden wahrscheinlicherExterner Link – SRF News zum Bericht des Weltklimarats.
- Analyse von SRF NewsExterner Link zum Klimabericht.
Die Schweiz als Vorbild für Auslanddeutsche?
Am 26. September wählt Deutschland die Mitglieder des neuen Bundestags – und eine Bundeskanzlerin oder einen Bundeskanzler. «Der Bundesrepublik scheint es (…) ziemlich egal, ob ich oder die schätzungsweise drei bis vier Millionen Deutschen, die ihren Wohnsitz im Ausland haben, an den Wahlen teilnehmen», kritisiert die Journalistin Charlotte Theile im Spiegel.
Theile lebt als Auslanddeutsche in der Schweiz. Aber als Doppelbürgerin hat sie eben auch viel Erfahrung als Auslandschweizerin gesammelt und kann deshalb die beiden Länder bestens vergleichen. Zwar klagen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer oft und zu Recht bei uns, dass sie ihre Wahlunterlagen zu spät erhalten. Doch laut Theile geht es noch schlechter.
«Wenn ich an der Bundestagswahl im September teilnehmen will, muss ich mich zur Homepage des Bundeswahlleiters googeln, dort ein Formular herunterladen, es ausdrucken, ausfüllen, eine ’strafbewehrte eidesstattliche Versicherung‘ abgeben und das alles an meine letzte deutsche Wohnsitzgemeinde schicken – und dann hoffen«, schreibt sie.
- Goodbye Wahlrecht! – Der aufschlussreiche Selbsterfahrungs-Bericht von Charlotte Theile im SpiegelExterner Link.
- Letzten Herbst erhielten fast 30’000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ihre Unterlagen zu spät, um noch an einer Abstimmung teilnehmen zu können.
- Unser Fokus zum Thema Schweizerinnen und Schweizer im Ausland.
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Fussball: Murat Yakin wird neuer Nationalcoach.
So erfolgreich wie an der EM diesen Sommer jetzt war die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft noch nie. Und dann trat Nationaltrainer Vladimir Petkovic zurück. Nun ist es offiziell: Den Stab übernimmt Murat Yakin. Der 46-jährige Basler wurde bis zum Ende der WM-Qualifikation 2022 verpflichtet – mit Option auf Verlängerung.
Yakin stand als Verteidiger 49-mal für die Schweiz auf dem Platz. «Die Nati war für mich schon als Spieler eine Herzensangelegenheit. Es ist eine grosse Ehre und Freude für mich, unser Land nun auch als Trainer vertreten zu dürfen», wird Yakin zitiert.
Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt ihm nicht: Bereits am 1. September ist ein erstes Testspiel geplant (gegen Griechenland). Am 5. und 8. September geht es gegen Italien und Nordirland dann bereits um die Qualifikation für die Wüsten-WM in Katar.
- Wer ist Murat Yakin?Externer Link Der Blick wirft einen Blick hinter die Kulissen.
- Bericht von SRF NewsExterner Link mit einer Umfrage zur Trainerwahl.
- Analyse in Der BundExterner Link (Paywall).
- Watson.ch listet die fünf grossen Herausforderungen für YakinExterner Link auf.
Bleiben wir gleich noch beim Sport: «Armee-Athleten» können es anscheinend besser.
13 Medaillen! Mehr als ein halbes Jahrhundert lang war die Schweizer Delegation an Sommerspielen nicht mehr so erfolgreich wie jetzt bei den Olympischen Spielen in Tokio. «Dieser Erfolg ist auch das Resultat einer grösseren Förderung des Spitzensports durch den Bund, unter anderem mit Fördergeldern der Schweizer Armee», schreibt SRF News heute. Der Umfang der Förderung beträgt 30 Mio. Franken.
Mehr als die Hälfte der Medaillen würden auf das Konto von Athletinnen und Athleten gehen, die von der Armee unterstützt werden. Drei von ihnen seien sogar direkt beim Militär angestellt.
Nicht nur die Topresultate bei Olympia, sondern auch eine Studie habe gezeigt, «dass sich die Bedingungen, Leistungssport zu betreiben, in den letzten Jahren hierzulande deutlich verbessert haben», so SRF News weiter. Und: Die Armee wolle ihre Unterstützung weiter ausbauen.
- Der Bericht von SRF NewsExterner Link.
- Ein Rückblick auf die Schweizer Erfolge in TokioExterner Link.
- Der offizielle Rückblick von Swiss OlympicExterner Link auf die Spiele in Japan.
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