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Roland Jeanneret

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Roland Jeanneret ist tot. Sie kennen seine Stimme vermutlich vom Radio: Zwei Jahrzehnte lang moderierte er die Sammlungen der Glückskette für Menschen in Not.

Herzliche Grüsse aus Bern, bleiben Sie gesund!

Frau malt (Illustration)
Corinna Staffe

Die Kunstmuseen in der Schweiz bleiben weiterhin stark männlich geprägt.

Unser Schwerpunkt heute: Schweizer Museen zeigen wenig Kunst von Frauen. Das wiesen meine Kolleginnen Alexandra Kohler und Céline Stegmüller vor zwei Jahren in einer grossen Recherche nach. Was hat sich seither getan?

Heute sind immer noch nur etwa ein Viertel aller Ausstellungen in Schweizer Kunstmuseen explizit Künstlerinnen gewidmet, wie Céline heute in einem Update schreibt. Aber immerhin: Seither seien verschiedene frauenspezifische Förderprojekte lanciert worden.

«Die Kluft zwischen den Geschlechtern schliesst sich allmählich», schreibt Céline, die den Finger aber auch auf einen wunden Punkt der Schweiz legt: «Das langsame Tempo überrascht jedoch nicht in einem Land, in dem Frauen erst 1971 das Stimm- und Wahlrecht auf nationaler Ebene gewährt wurde.»

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9 Kommentare
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Sammlung Bührle im Kunsthaus Zürich
© Keystone / Christian Beutler

Nochmals Kunst: Eine Künstlerin zieht ihre Bilder aus dem Kunsthaus Zürich zurück.

Sie sorgte international für kontroverse Schlagzeilen: Die Sammlung Bührle im Kunsthaus Zürich. Der Kunsttempel leistete sich dafür extra einen neuen Anbau des Stararchitekten David Chipperfield.

Warum ist diese exquisite Gemäldesammlung umstritten? Der 1956 verstorbene Schweizer Industrielle Emil G. Bührle finanzierte sich seine Kleinode mit dem Verkauf von Waffen – auch an Nazideutschland. Sogar die New York Times berichtete kontrovers über die Eröffnung im Oktober.

Nun meldet das jüdische Wochenmagazin Tachles, dass die international renommierte Schweizer Künstlerin Miriam Cahn ihre Bilder aus dem Kunsthaus Zürich abziehen will. «Ich werde sie zum Originalpreis des Ankaufs zurückkaufen», zitiert sie Tachles heute.

Roland Jeanneret
Keystone / Martin Ruetschi

Rest in Peace, Roland Jeanneret!

Ich nehme an, dass Ihnen, liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, seine Radiostimme von früher her noch im Ohr ist. Der bekannte Moderator Roland Jeanneret war während zwei Jahrzehnten als «Mister Glückskette» in der ganzen Schweiz auf Sendung. Die Glückskette ist der der «humanitäre Arm» des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, zu dem auch SWI swissinfo.ch gehört.

Ausgerechnet im kürzlich feierlich begangenen 75. Jahr ihres Bestehens muss die Glückskette nun Abschied von ihm nehmen. Jeanneret, ihr langjähriger Kommunikationsleiter, ist am Freitag 74-jährig an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Das hat seine Familie heute bekanntgegeben.

Der Berner hatte an der Universität Bern Deutsche Literatur, Publizistik und Theaterwissenschaften studiert, bevor er zum Schweizer Fernsehen (heute SRF) stiess. Dort präsentierte er zuerst die «Kindernachrichten». Nach seinem Wechsel zum Radio arbeitete er vor allem als Redaktor und Moderator der Sendung «Rendez-vous», die er später auch während Jahren leitete.

FFP2-Masken
Keystone / Salvatore Di Nolfi

Sie freuten sich schon, dass dieses Briefing ohne Coronavirus auskommt? Leider nicht…

«Taskforce rechnet mit 20’000 Fällen in zweiter Januarwoche.» Das titeln heute die Zeitungen und Websites von Tamedia. Bereits nächste Woche werde Omikron wohl in der ganzen Schweiz die vorherrschende Virusvariante sein. Das verheisst nichts Gutes.

Die Wissenschafts-Taskforce des Bundes hat errechnet, dass sich der Anteil der Omikron-Fälle alle drei bis vier Tage verdoppelt. «Gemäss ihrem Szenario erwartet die Taskforce, dass die Fallzahlen vor Jahresende ein zwischenzeitliches Minimum erreichen und dann wieder ansteigen», heisst es.

Immerhin kann ich Sie mit einer guten Nachricht entlassen: «Eine qualitativ einwandfreie und korrekt getragene Maske schützt auch vor Omikron», zitieren die Tamedia-Publikationen einen Schweizer Aerosolforscher. Und: FFP2-Masken würden rund 75-mal besser vor Corona schützen als einfache Hygienemasken.

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