The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Debatten
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Hoppla, Klartext: Mit dem Abseitsstehen bei den Sanktionen gegen Russland sei die Schweiz ihren eigenen Werten als Friedensvermittlerin nicht treu geblieben. Das sagt ein Ex-Diplomat. In unserem Interview.

Friedliche Grüsse aus Bern

Copyright 2019 The Associated Press. All Rights Reserved

Mit ihrem Nein zu Sanktionen gegen Russland ritze die Schweiz an ihren Prinzipien als Friedensförderin, sagt ein Ex-Diplomat.

Die gestrige Absage der Schweizer Regierung an Sanktionen gegen den Kriegsverursacher Russland hat im Land bei vielen grosses Unverständnis ausgelöst. Auch beim Schweizer Ex-Diplomaten Markus Heiniger.

«Das Argument ‚Wir können demnächst vielleicht vermitteln, deshalb sind wir gegenüber Russland sanfter als andere‘ überzeugt mich nicht», sagt er im Interview mit meiner Kollegin Sibilla Bondolfi.

Auch als Vermittlerin müsse man den eigenen Werten und Prinzipien treu bleiben, sagt Heiniger.

Zur Lage der Schweiz angesichts der neuen Realitäten in Europa sagt der erfahrene Diplomat: «Es ist gut, wenn man alle kennt und zu allen Kontakte pflegt. Das nützt der Sicherheit am meisten.»

Keystone / Sergey Dolzhenko

In der Ukraine leben knapp 270 Schweizerinnen und Schweizer. Wie geht es ihnen und was passiert mit ihnen?

Am Dienstag haben sich die Angriffe der russischen Streitkräfte, insbesondere aus der Luft, auf die Hauptstadt Kiew intensiviert. Am Boden sind die Panzer schon in der Stadt.

Viele der Auslandschweizer:innen möchten das Land verlassen und hätten um Hilfe gebeten, sagt Pierre-Alain Eltschinger vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf unsere Anfrage.

Die Schweiz empfiehlt ihren Staatsangehörigen, das Land mit eigenen Mitteln zu verlassen, «wenn dies möglich und sicher erscheint». Eine offizielle Aktion des Bundes ist momentan also kein Thema.

Schweizer Staatsangehörige, die Unterstützung benötigen, können sich telefonisch an die Helpline des EDAExterner Link wenden.

swissinfo.ch

Trotz Krieg müssen auch noch andere Entscheide gefällt werden. Einen solchen traf die Schweizer Regierung zum Verhältnis mit der EU.

«Kein Rahmenabkommen 2.0»: Diesen Richtungsentscheid fällte der Bundesrat heute. Stattdessen will er den Weg der bilateralen Abkommen weiterführen.

Ob diese Option Chancen hat, darf bezweifelt werden. Denn wenn Brüssel in einem Punkt immer klar war, dann in dem: Der bilaterale Weg der Schweiz ist am Ende.

Trotz dieser klaren Signale setzt die Regierung nach dem Scheitern des Rahmenabkommens wieder auf sektorielle Regelungen.

Nun, vielleicht ist die Botschaft aus dem Bundesratszimmer gar nicht so sehr gegen aussen gerichtet, sondern gegen innen. Man wolle einfach versuchen, die Leute an Bord zu holen, sagte Justizministerin Karin Keller-Sutter.

Keystone / Elia Bianchi

Ein Monument wankt: Die Schweizer Post soll Briefe und Zeitungen nur noch dreimal pro Woche zustellen.

Genau das fordert eine Gruppe von Experten und Spezialistinnen des Bundes. Der Auftrag an die Post sei 2030 nicht mehr zeitgemäss, finden sie.

Deshalb schlagen sie eine Änderung des Grundversorgungsauftrags des «gelben Riesen», wie die Post in der Schweiz auch genannt wird.

Der Grund für diesen radikalen Einschnitt beim Service public: Rückgang der Briefsendungen, Anstieg bei den Paketen – Amazon und alibaba lassen grüssen.

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Gibt es in Ihrer Nähe im Ausland Orte mit Schweizer Geschichte?

Kennen Sie Orte, Gebäude, Kunstobjekte in Ihrem Aufenthaltsland, die eng mit der Schweizer Auswanderungsgeschichte verbunden sind?

2 Likes
95 Kommentare
Diskussion anzeigen

Meistgelesen
Schweizer Diaspora

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft