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ERLANGEN (awp international) - Der Kraftwerksbauer Solar Millennium hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich gesenkt. Statt 45 Millionen Euro solle der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) voraussichtlich nur noch 30 Millionen Euro erreichen, teilte das Unternehmen in seinem am Montag vorgelegten Zwischenbericht für die ersten acht Monate des Geschäftsjahres (31. Oktober) mit.
Das Unternehmen begründete dies mit aussergewöhnlichen Belastungen durch die millionenschwere Antrittsprämie für den ehemaligen Vorstandschef Utz Claassen. Dieser hatte im März nach nur 74 Tagen überraschend das Handtuch geworfen. Derzeit verhandelt er mit Solar Millennium über eine Teilrückzahlung. Weitere Gründe seien hohe Vorinvestitionen sowie Verzögerungen und eine geplante Änderung der Finanzierung des Kraftwerkprojekts Ibersol in Spanien.
Dennoch soll der angepeilte Umsatz von 350 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr erreicht werden. Die Erlöse waren in den ersten acht Monaten auf 37,1 Millionen Euro gesunken; im Vorjahreszeitraum waren es korrigiert noch 48,5 Millionen Euro. Das EBIT rutschte tief in den roten Bereich auf minus 26,7 Millionen Euro - nach einem Plus von 20,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Am Nachmittag sank der Kurs von Solar Millennium um rund 5,4 Prozent.
Umsatz und Ergebnis sollen laut Solar Millennium bis zum Bilanzstichtag noch einmal kräftig in die Höhe springen, denn aktuelle Projekte würden sich erst nach dem Abschluss der planmässig verlaufenden Genehmigungsverfahren in den Zahlen niederschlagen. Sollten sich diese hingegen verzögern, käme es zu deutlichen Abweichungen von der Prognose.
Die Bilanzierung des Geschäfts von Solar Millennium ist hochkomplex, denn das Geschäft ist von wenigen Projekten mit grossen Volumina geprägt. Das Unternehmen deckt die Entwicklung und Finanzierung, den Bau sowie den Betrieb solarthermischer Kraftwerke ab. Einen wesentlichen Teil des Umsatzes verbuchen die Franken bereits vor Baubeginn eines Kraftwerks.
Den Zwischenbericht mit dem Geschäftsverlauf bis Ende Juni hatte das Unternehmen verschoben, weil nach Zweifeln an der Bilanzierungspraxis noch die Ergebnisse einer Sonderprüfung eingearbeitet werden mussten. Die Zweifel haben sich nach Unternehmensangaben aber nicht bestätigt./eri/DP/tw

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