Stadt Bern entschuldigt sich bei Transfrau nach Vorfall im Marzili
Die Stadt Bern hat sich am Montag bei der Transfrau entschuldigt, die tags zuvor von der Polizei aus dem für Frauen reservierten Bereich des Marzilibads gebracht worden war. "Der Entscheid erwies sich im Nachhinein als falsch", teilte die Stadt mit.
(Keystone-SDA) Die betroffene Person erfülle die Zutrittsregelung. «Alle Personen, die sich als Frau identifizieren und als solche leben, haben Zugang zum freiwilligen FKK-Bereich ,Paradiesli‘.»
Eine interne Orientierungshilfe, die das Sportamt zusammen mit der Fachstelle für Gleichstellung in Geschlechterfragen erstellt habe, helfe dem Personal vor Ort zur Handhabung des Zutritts zu geschlechtergetrennten Bereichen. Das Sportamt will die Zugangsregeln künftig klarer kommunizieren.
Das «Paradiesli» ist ein freiwilliger FKK-Bereich für Frauen in einem baulich abgetrennten Bereich des Marzili-Bades. Die betroffene Person sei aufgrund einiger körperlicher Merkmale von anderen Badegästen nicht weiblich gelesen worden, schrieb die Stadt.
Gespräche mit dem privaten Sicherheitsdienst hätten die Lage nicht entspannen können. Darauf habe sich der Betrieb für eine polizeiliche Wegweisung der Transfrau entschieden. Die konfliktbeladene Stimmung habe zu dieser falschen Einschätzung der Situation geführt.