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Stadt Bern startet Mitwirkung zur Neuordnung der Allmenden

Bei der Diskussion um die künftige Nutzung der Grossen und Kleinen Allmend in Bern liegt der Ball nun bei der Bevölkerung. Die Stadt Bern hat am Montag die öffentliche Partizipation lanciert.

(Keystone-SDA) Eine Ausstellung im Messezentrum Bernexpo zeigt bis Ende Februar sieben Varianten, die von Fachleuten erarbeitet wurden. Im Fokus der Testplanung stehen laut Mitteilung der Stadt die Verlagerung von Parkplätzen, die Koordination der Nutzungen und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität.

Die Vorschläge der Fachteams seien die ideale Basis für den Austausch mit der Bevölkerung, den Quartieren und Vereinen, sagte Gemeinderat Matthias Aebischer (SP) gemäss Mitteilung. Zum Mitwirkungsangebot gehören ein Partizipationstag am 17. Januar, eine Online-Umfrage sowie spezielle Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche.

Nach Abschluss der Mitwirkung wird die Stadt Eckwerte für die weiteren Planungsschritte erarbeiten. Danach folgt das Planerlassverfahren sowie die öffentliche Auflage. Frühestens 2027 entscheidet die Stimmbevölkerung über die künftige Entwicklung der Allmenden.

Allmenden-Komitee gegründet

Im Hinblick auf die Mitwirkung hat sich ein Komitee «Berner Allmenden für alle» gegründet. Ihm gehören bisher das Grüne Bündnis, die Grüne Freie Liste, die Grünalternative Partei, die Junge Alternative JA!, die Alternative Linke, Bern bleibt Grün und der Verein Spurwechsel an, wie die das Komitee am Montag mitteilte.

Es begrüsst die Neugestaltung, lehnt jedoch den Bau eines Parkhauses, von Fussballfeldern für den Profisport sowie den Autobahnanschluss Wankdorf ab.

Der gesamte Perimeter drohe «noch stärker auf Kommerz und Autoverkehr ausgerichtet zu werden», schreibt das Komitee in seiner Mitteilung. Damit drohe die ursprüngliche Idee der Allmenden als Orte, welche der lokalen Bevölkerung frei zur Verfügung stehen und gemeinsam genutzt werden, verloren zu gehen. Das Komitee hat ein Manifest lanciert.

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