Stadt Zürich stimmt über Entsorgungscoupons ab
Die Stadtzürcher Stimmberechtigten dürfen über ihre Entsorgungscoupons entscheiden. Eine Initiative der SVP hat genügend Unterschriften vereinigt. Die Stadt hatte die beliebten Coupons abgeschafft, um Abfall zu vermindern.
(Keystone-SDA) 3618 Unterschriften hatte die SVP eingereicht, mindestens 3089 waren gültig, die Initiative kommt damit an die Urne, wie die Stadt Zürich am Mittwoch mitteilte.
Der Streit um die Coupons, mit denen die Bevölkerung jährlich bis zu 400 Kilo Sperrgut und andere Abfälle gratis bei den Recyclinghöfen entsorgen konnte, schwelt schon lange. 2024 strich Stadträtin Simone Brander (SP) den Service. Neu müssen die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich für die Entsorgung zahlen. Mobile Recyclinghöfe sollen an gewissen Tagen in den Quartieren für Entlastung sorgen. Diese dürfen aber nicht mit dem Auto angefahren werden.
Coupons waren immer wieder Thema
Anfangs wehrten sich auch Mitte-Parteien und Linke gegen die Abschaffung. So brachte eine Mehrheit des Gemeinderats bei der Budgetdebatte 2025 die Coupons wieder zurück. Das führte zu einer Auseinandersetzung beim Bezirksrat. Auch Petitionen wurden eingereicht, weitere Vorstösse im Rat folgten.
Die Stadt setzt auf Reparaturen oder Tauschbörsen. Karton wird zudem einmal wöchentlich statt alle 14 Tage eingesammelt. Das überzeugte offenbar eine Mehrheit im Gemeinderat. Der letzte Vorstoss, eine parlamentarische Initiative, scheiterte im Winter 2026.
Die SVP störte sich aber weiterhin an der «Umerziehung» durch die Stadtregierung und lancierte die Initiative. Wann darüber abgestimmt wird, ist noch offen.