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Stadt Zürich zahlt mehr Beiträge an Opfer von Zwangsmassnahmen

Keystone-SDA

Die Stadt Zürich erhöht die Beiträge an Opfer von Zwangsmassnahmen um 1,4 Millionen Franken. Dies weil sich mehr Betroffene als erwartet gemeldet hatten. Die Erhöhung ist Teil von Nachtragskrediten über 14,6 Millionen Franken.

(Keystone-SDA) In diesem Jahr sind bis zum 8. April 31 Gesuche eingegangen, wie das Sozialdepartement auf Anfrage schreibt. «Budgetiert waren 25 für das ganze Jahr.» Die Stadt Zürich rechnet nun mit 55 zusätzlichen Gesuchen in diesem Jahr.

Hintergrund der vielen Gesuche sei das hohe öffentliche Interesse. Erst vor kurzem bewilligte der Kantonsrat einen Betrag von 20 Millionen Franken für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen.

Der Solidaritätsbeitrag beträgt gemäss Verordnung 25’000 Franken pro Person. Von 2023 bis 2025 rechnete der Stadtrat mit 320 berechtigten Personen und Gesamtkosten von acht Millionen Franken.

Bis 1981 wurden Kinder und Jugendliche in Heimen weggesperrt, bei Pflegefamilien platziert und als billige Arbeitskräfte ausgenutzt.

Sogenannte liederliche oder arbeitsscheue Erwachsene wurden entmündigt und sterilisiert. Frauen und Männer wurden zur «Nacherziehung» in Arbeitsanstalten gesteckt oder kamen gegen ihren Willen in psychiatrische Kliniken.

Gemeinderat entscheidet

Der grösste Betrag der Nachtragskredite betrifft ausserplanmässige Abschreibungen im Bereich Hochbauten mit 3,6 Millionen Franken. Alle weiteren Anträge der Erfolgsrechnung liegen gemäss Mitteilung unter einer Million.

3,3 Millionen Franken entfallen auf die Investitionsrechnung. 1 Million fallen für die Projektierung der Teilinstandsetzung des Amtshauses III an. Der Gemeinderat muss noch über die Anträge entscheiden.

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