Stadtspital Zürich behandelt akut Erkrankte neu auch zu Hause
Patientinnen und Patienten können sich nach einer Erstbehandlung im Notfall des Stadtspitals Triemli neu auch zu Hause behandeln lassen. Ob die Voraussetzungen dafür erfüllt sind, wird anhand klar definierter medizinischer Kriterien geprüft.
(Keystone-SDA) Für Patientinnen und Patienten mit bestimmten Erkrankungen wie beispielsweise besonderen Harnwegsinfektionen oder Magen-Darm-Infektionen sowie gewissen Lungenentzündungen könne eine Behandlung zu Hause ebenso sicher sein und Vorteile für die Genesung bringen, teilte das Stadtspital Zürich am Mittwoch mit.
Zu Hause erhalten die Patientinnen und Patienten eine weitere medizinische Behandlung mit ärztlichen Visiten und pflegerischer Versorgung. Die medizinische Erreichbarkeit ist rund um die Uhr gewährleistet.
Die Betreuung zu Hause übernimmt die auf diese Versorgungsform spezialisierte Hospital at Home AG in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtspital Zürich und weiteren Gesundheitsdienstleistern wie der Spitex Zürich, wie es weiter heisst.
Positive internationale Erfahrungen
Das neue Angebot verbindet die medizinische Betreuung mit den Vorteilen einer Genesung im eigenen Zuhause. Internationale Erfahrungen zeigten, dass für dieses Angebot geeignete Patientinnen und Patienten in ihrer vertrauten Umgebung häufig besser schlafen, mobiler bleiben und sich schneller erholten, schreibt das Stadtspital.
Welche Patienten für das Angebot infrage kommen, beurteilen die Ärztinnen und Ärzte des Notfallzentrums anhand klar definierter Kriterien. Danach liegt die Entscheidung bei den Patientinnen und Patienten, ob sie sich zu Hause behandeln lassen möchten oder lieber im Spital.
Mit dem Angebot beteiligt sich das Stadtspital indirekt an einem Pilotprojekt der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich. Ziel ist es, die Qualität, Nachfrage und Wirtschaftlichkeit des Angebots zu prüfen. Dabei soll herausgefunden werden, für welche Patientinnen und Patienten sich die Behandlung zu Hause eignet, und wie sie sinnvoll in die bestehende Gesundheitsversorgung integriert werden kann.