Stephan Lack tritt aus dem bernischen Grossen Rat zurück
Der Berner Freisinnige Stephan Lack ist per Ende 2025 aus dem bernischen Grossen Rat zurückgetreten. Als Grund nennt seine Partei einen Wohnortswechsel in den Kanton Freiburg. Für die letzten rund zwei Monate der aktuellen Legislatur rutscht Philipp Roth aus Ittigen ins Berner Kantonsparlament nach.
(Keystone-SDA) Lack habe sich per Ende Jahr kurzfristig entschieden, aus dem bernischen Grossen Rat zurückzutreten, heisst es in einer Mitteilung seiner Partei. Der Unternehmer gehörte dem Rat seit 2022 an und wirkte unter anderem in der Finanzkommission mit.
Lack blickt auf eine lange Politkarriere zurück. 2012 wurde er in den Gemeinderat von Muri gewählt. 2022 schaffte er die Wahl zum Gemeindepräsidenten. Der wohlhabende Berner Vorort galt Jahrzehntelang als Hochburg der Freisinnigen. Von 2020 bis 2023 präsidierte Lack auch die FDP Kanton Bern.
2023 wurde Lack in Muri als Gemeindepräsident allerdings nicht mehr wiedergewählt. Er musste das Amt an SP-Neuling Jan Köbeli abgeben. Vorausgegangen waren dieser Nichtwiederwahl Schlagzeilen über private finanzielle Versäumnisse. So soll Lack eine Krankenkassenrechnung von rund tausend Franken mitsamt Mahnungen übersehen haben, bis der Konkurs eröffnet wurde.
Später berichteten die Berner Tamediazeitungen, dass Lacks Uhrenfirma in Zahlungsschwierigkeiten steckte und Lieferanten hingehalten haben soll.
Gemeinderat von Ittigen rutscht nach
Für Lack rutscht der zweite Ersatzkandidat, Philipp Roth, in den Grossen Rat nach. Die aktuelle Legislatur läuft bald aus. Ende März finden Gesamterneuerungswahlen für den Regierungsrat und den Grossen Rat statt.
Roth ist als langjähriger Gemeinderat von Ittigen, Mitglied der Kommission Raumplanung der Regionalkonferenz Bern-Mittelland sowie als Präsident des Gewerbevereins Bolligen–Ittigen–Ostermundigen regional gut verankert, wie aus der Mitteilung der Partei hervorgeht.