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DÜSSELDORF (awp international) - Der staatliche tschechische Stromkonzern Ceske Energeticke Zavody (CEZ) will nach einem deutschen Kernkraftausstieg mehr Strom in die Bundesrepublik verkaufen. "Je grösser das Stromdefizit in Deutschland nach einer Abschaltung der Atomkraftwerke sein wird, desto grösser werden natürlich die Chancen für uns", sagte CEZ-Konzernchef Martin Roman im Gespräch mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Sein Unternehmen wolle mehr Strom verkaufen, auch im Export nach Deutschland.
Nach der kurzfristigen Abschaltung von sieben deutschen Kernkraftwerken im März waren die tschechischen Stromexporte in die Bundesrepublik bereits angestiegen Damit mehr tschechischer Strom von Tschechien nach Deutschland fliessen kann, müssten allerdings noch zusätzliche grenzüberschreitende Leitungen gebaut werden. CEZ-Chef Roman sieht das Problem dabei vor allem auf der deutschen Seite. "Tschechien war immer bereit dazu, in grenzüberschreitende Leitungen zu investieren", betonte er Der staatliche CEZ-Konzern, zu 70 Prozent im Eigentum der Tschechischen Republik, hält auch trotz des Atomunfalls im japanischen Fukushima am geplanten Ausbau seiner Kernkraftkapazitäten fest. In etwa zehn Jahren sollen in Temelin im Südwesten des Landes und nicht weit entfernt vom Bayerischen Wald voraussichtlich zwei neue zusätzliche Atommeiler in Betrieb gehen. Temelin ist schon heute einer von zwei Standorten, wo CEZ Kernkraftwerke betreibt.
Mit den beiden geplanten neuen Reaktoren steigt der Anteil der Atomkraft an der gesamten CEZ-Stromproduktion auf mehr als 50 Prozent. CEZ ist in Tschechien mit einem Marktanteil von etwa 70 Prozent das dominierende Unternehmen CEZ-Chef Roman wollte den geplanten deutschen Atomausstieg nicht kommentieren. Er warnte allerdings vor steigenden Strompreisen und geringerem Wirtschaftswachstum, sollte sich Deutschland tatsächlich zum kompletten Ausstieg entscheiden./ck

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