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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland,

Heute dominiert die Europa-Frage unser Briefing. In Brüssel zeichnet sich langsam ab, mit wem es Bern unter der Leitung der neuen EU-Kommissionspräsidentin zu tun haben wird. Wir nehmen Sie aber auch mit nach New York und in Schweizer Clubs.

Liebe Grüsse aus Bern

Eine Schweizer Fahne und eine EU-Fahne.
Keystone

«Ich bin ein grosser Freund der Schweiz«, sagt der neue Vorsitzende der Schweiz-Delegation im EU-Parlament. Neue Töne sind aus Brüssel deshalb aber kaum zu erwarten.

Der Deutsche Andreas Schwab ist ab heute im EU-Parlament Vorsitzender jener Delegation, die sich mit den Beziehungen zur Schweiz befasst. Das Gremium ist eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen dem Parlament in Bern und den EU-Abgeordneten in Strassburg.

Einen direkten Einfluss auf die Verhandlungen zwischen Brüssel und Bern hat Schwab nicht. Er sei aber einer der wenigen in der EU, der die Schweiz auf dem Radar habe, schreibt der Tages-Anzeiger, der mit ihm gesprochen hat.

Schwab vertritt die Linie, wie sie die Mitgliedstaaten festgelegt haben. Ein Hardliner sei er aber nicht, sagt der 46-Jährige über sich selber.

Blick auf ein Strassencafé.
swissinfo.ch

Auch in diesem Beitrag geht es um die Europa-Frage. Und um Sie: Denn das Verhältnis der Schweiz zur EU beschäftigt auch viele Schweizer und Schweizerinnen im Ausland.

Sie erinnern sich vielleicht noch an unser Sommerprojekt #SWIontour? swissinfo.ch besuchte Schweizer Clubs in sechs verschiedenen Ländern, um vor den Wahlen am 20. Oktober vor Ort den Puls zu nehmen.

Die Besucher und Besucherinnen dieser Anlässe sagten uns unter anderem, was sie über die Schweiz und Europa denken. In einem vielsprachigen Video lassen wir die interessanten Begegnungen noch einmal Revue passieren.

Das Verhältnis der Schweiz zur EU ist das Thema, welches das Wahlverhalten der Schweizer und Schweizerinnen im Ausland am meisten beeinflusst. Zu diesem Schluss kam das letzte Wahlbarometer der SRG.

Zwei Männer und eine Frau in einem grossen Konferenzsaal.
sda-ats

Nun nach New York: Dort vertritt diese Woche nebst Bundespräsident Ueli Maurer auch Aussenminister Ignazio Cassis die Schweiz an der UNO-Vollversammlung. SRF sprach mit ihm über Eritrea, die USA, den Iran, Venezuela und die Zukunft der UNO.​​​​​​​

Klimawandel, Menschenrechte und die Reform der UNO sind die Schwerpunkte der Schweizer UNO-Politik. Aber auch die Krise am Persischen Golf und zahlreiche bilaterale Gespräche beschäftigen die beiden Bundesräte am Gipfel.

Cassis unterhielt sich unter anderem mit dem eritreischen Aussenminister. Es gebe noch keine Fortschritte in der Frage der Rückschaffungen von in der Schweiz lebenden Eritreern, deren Asylantrag abgelehnt wurde.

Laut Cassis tut sich bezüglich UNO-Reform unter Generalsekretär Guterres etwas. Die UNO-Maschinerie bedürfe nach 75 Jahren «einer Motorenrevision«, wenn sie à jour bleiben wolle, so der Aussenminister.

Eine Person kauert in einem dunklen Gang vor einem Fenster.
Keystone

Es gibt Schweizerinnen und Schweizer, die wandern aus, weil sie sich einsam fühlen. Andere fühlen sich im Ausland einsam. Für viele ist Einsamkeit aber in erster Linie Einstellungssache.

Das Briefing vom letzten Wochenende verwies auf eine bewegende Hintergrund-GeschichteExterner Link zum Thema Einsamkeit in der Schweiz. Wie nahmen sie zum Anlass, um zu fragen, ob das auch für Schweizerinnen und Schweizer im Ausland ein Thema sei.

Fragen zu Einsamkeit sind intim und wir wussten nicht, ob und wie Sie auf das Thema reagieren würden. Ihre Reaktionen überraschten uns! Es entstand eine sehr offene Debatte.

So teilte uns beispielsweise jemand mit, dass er wegen der Einsamkeit in der Schweiz in die USA ausgewandert sei. Andere schrieben, dass sie die Schweiz vermissten: Nicht nur die Freundinnen, Freunde und Bekannte, sondern auch die Landschaft, das Essen und die Organisiertheit.

Der Kommentar von Amanda Kaufmann hat uns besonders berührt und vielleicht sollten wir alle öfters versuchen danach zu leben: «Egal wohin man geht, jedes Land hat seinen Reiz und wenn man nur ein wenig Offenheit an den Tag legt, bleibt man nicht alleine.«

Wahlplakate
Keystone

In der Schweiz herrscht bekanntlich Wahlkampf. Und dieser wird – obwohl alle grossen Parteien auf Social Media aktiv sind – auch im Jahr 2019 vor allem vor Ort gewonnen.

Meine Kolleginnen Alexandra Kohler und Céline Stegmüller sind dem Phänomen nachgegangen. Dabei stellten sie fest, dass Facebook, Twitter und Instagram im Vergleich zum Wahlkampf vor vier Jahren zwar an Bedeutung gewonnen haben. Einige nutzen Instagram zum ersten Mal.

Doch sind beispielsweise immer noch nicht alle Kandidierenden in den sozialen Netzwerken präsent. Und die Parteien setzen unterschiedlich viele Ressourcen für ihre Social-Media-Kampagnen ein.

Auf die Frage nach der Wichtigkeit sozialer Netzwerke im Wahlkampf 2019 antworteten die Parteien unisono: Sie sind wichtig, dienen aber als Ergänzung zur traditionellen Kampagne und ersetzen letztere nicht.

swissinfo.ch

Am 20. Oktober wählen die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ihr neues Parlament. SRF hat einen Parteiencheck gemacht.

Bald wählen die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 200 Volksvertreterinnen und -vertreter in den Nationalrat und 46 Mitglieder in den Ständerat (Genau genommen sind es deren 45: Der Kanton Appenzell Innerrhoden wählte seinen Standesvertreter bereits an der Landsgemeinde vom 28. April 2019).

Favoriten sind die Grünen, die Sozialdemokraten und die Grünliberalen – sie waren die Gewinner der letzten kantonalen Wahlen. Die Schweizerische Volkspartei dagegen, landesweit die stärkste Partei, musste auf Kantonsebene stark Federn lassen.

SRF hat in einem Parteiencheck Zahlen, Ziele, Köpfe, Tops & Flops zusammengetragen und ein Profil aller Parteien erstellt.


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