Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Heute geht es in die Berge. Dort meldet sich allmählich der Winter an. Und Arbeit für die Bergführer. Doch fehlt es ihnen an Nachwuchs. Asylunterkünften fehlt es an weiblichen Ansprechpartnerinnen für Flüchtlingsfrauen. Und einem Genfer Rohstoffhändler schliesslich fehlt es an "organisatorischen Vorkehrungen", um Bestechung zu verhindern.
Gute Lektüre und liebe Grüsse aus Bern
Zu guter Letzt: Im Zusammenhang mit dem Wahlsonntag etwas weniger ernst zu nehmen, aber originell ist noch eine Idee von watson.
Für den Schweizer Tourismus sind sie unerlässlich: Bergführer. Doch von Jahr zu Jahr entscheiden sich weniger Personen für diesen Beruf.
Der Schweizer Bergführer werde immer älter, sagt Marco Mehli, Präsident des Schweizerischen Bergführerverbandes, in einem Beitrag von SRF. «Der durchschnittliche Schweizer Bergführer ist heute rund 51 Jahre alt.»
Der Beruf des Bergführers ist eine Leidenschaft. Doch hat er sich in den letzten Jahren stark verändert: Gäste buchen immer kurzfristiger, die Abhängigkeit vom Wetter ist gross. Eine Garantie für ein geregeltes Einkommen gibt es nicht, rund 70% der Bergsteiger gehen noch einem anderen Beruf nach.
Auch ist die Ausbildung hart: Sie dauert drei Jahre und nur jede dritte Person hält bis zum Schluss durch. Ausserdem geht sie mit Gesamtkosten von rund 30’000 Franken ins Geld, auch wenn der Bund rund einen Drittel der Kosten übernimmt.
- Lesen und hören Sie hier den ganzen SRF-Beitrag zum Nachwuchsmangel bei Schweizer BerrgführernExterner Link.
- Mein Kollege Luigi Jorio hat einen Bergführer getroffen, der seit 25 Jahren mit Gruppen in den Bergen unterwegs ist.
- Und hier nehmen wir Sie mit aufs Matterhorn (Archiv).
Sexuelle Belästigung gehört in vielen schweizerischen Asylzentren zum Alltag. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Menschenrechte.
In Auftrag gegeben hat den Bericht der Bundesrat. Bei den Untersuchungen wurden Fälle von Übergriffen und Gewalttaten bekannt. Viele Flüchtlingsfrauen fühlen sich deshalb in ihren Unterkünften nicht sicher.
Abhelfen könnte mehr weibliches Personal, denn in den Asylunterkünften arbeiten fast ausschliesslich Männer. Somit fehlt es den Flüchtlingsfrauen an weiblichen Ansprechpartnerinnen.
Der Tages-Anzeiger berichtet beispielsweise von einer kranken Frau in einer kantonalen Asylunterkunft, die eine Vergewaltigung verschwieg: Sie wurde von einem männlichen Arzt untersucht und auch der Dolmetscher war ein Mann.
- Lesen Sie hier den ganzen Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- In dieser Fotogalerie zeigen wir Ihnen, wo Flüchtlinge in der Schweiz daheim sind.
- Ob das zu mehr Sicherheit für die Frauen führt? Der Bund gibt im Asylbereich immer mehr für Sicherheit ausExterner Link, schreibt die NZZ (Paywall).
Die Bundesanwaltschaft büsst den Genfer Rohstoffhändler Gunvor: Die Firma habe zwischen 2008 und 2011 die Bestechung von Amtsträgern der Republik Kongo und der Elfenbeinküste zugelassen.
Dabei ging es um Zugang zu den Erdölmärkten in den beiden afrikanischen Ländern. Die Bundesanwaltschaft kommt zum Schluss, dass Gunvor nicht genug unternommen habe, um die Bestechung zu verhindern.
Die Busse von 4 Millionen Franken berücksichtigt laut Bundesanwaltschaft die Massnahmen zur Korruptionsbekämpfung, die Gunvor seit 2012 eingeführt und umgesetzt habe.
Gunvor muss ausserdem eine Ersatzforderung von knapp 90 Millionen Franken leisten. Sie entspricht dem Profit, den die Firma mittels der untersuchten Geschäftstätigkeiten in der Republik Kongo und der Elfenbeinküste erwirtschaftet hat.
- Bei der HandelszeitungExterner Link erfahren Sie mehr zur Verurteilung von Gunvor durch die Bundesanwaltschaft.
- Hier können Sie nachlesen, gegen welche Schweizer Unternehmen die Bundesanwaltschaft wegen Korruption ermittelt und auf welche Schwierigkeiten die Ermittler dabei stossen.
- Ein Branchenvertreter sagt, weshalb die Schweizer Rohstoffhändler Vorbilder in Sachen gute Geschäftspraktiken seien.
- Und ein Experte für Rohstoffe bei Public Eye sagt, weshalb die Konzernverantwortungs-Initiative notwendig sei.
Am Sonntag wählt die Schweiz ein neues Parlament. Deshalb darf das Thema auch in diesem Briefing nicht fehlen. Heute verraten wir Ihnen in sieben Grafiken, wo die wichtigsten Parteien zu den Hauptthemen der Schweizer Politik stehen.
Vielleicht kennen Sie ihn schon? Den «Smartspider«, ein von der Plattform smartvote erstelltes Diagramm, das die Positionen der Parteien zu acht zentralen Themen der Schweizer Politik darstellt.
So erfahren Sie etwa die Einstellung einer gewünschten Partei zur Aussenpolitik, zur Wirtschafts- und Finanzpolitik oder zum Thema Migration.
- Hier geht es zu den sieben Grafiken.
- In unserem Wahldossier finden Sie all unsere Beiträge zum kommenden Sonntag.
- Wir erklären in einem kurzen Video, wie die Parlamentswahlen ablaufen.
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Sie leben im Ausland und möchten am Sonntag live erfahren, wie die Schweiz ihr neues Parlament wählt? Das ist in diesem Jahr erstmals möglich: Über die App «SWI plus» bringt Ihnen swissinfo.ch live die komplette Berichterstattung des Fernsehens SRF.
Auch viele Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen beteiligen sich an den Parlamentswahlen vom 20. Oktober.
Sie erhalten nun erstmals die Möglichkeit, die Hochrechnungen, Resultate und Analysen live per TV-StreamExterner Link mitzuverfolgen – egal wo sie sich aufhalten. Möglich wird dies, weil das Schweizer Fernsehen SRF für dieses nationale Polit-Ereignis das sogenannte Geoblocking aufhebt.
Die TV-Liveberichterstattung kann auf dem Handy direkt über die App «SWI plus» (AndroidExterner Link/ iPhoneExterner Link) oder auf der Webseite swissinfo.ch mitverfolgt werden.
- Bei swissinfo.ch erfahren Sie mehr über die geplante Berichterstattung.
- Hier zeigen wir Ihnen die Wahlergebnisse seit 1971 auf einen Blick.
- Was sind die fünf wichtigsten Probleme der Schweiz? Diese Frage wird jedes Jahr rund tausend Stimmberechtigten gestellt. Hier sind die Ergebnisse.
- Noch mehr unserer vielseitigen Berichterstattung finden Sie in unserem Wahldossier.
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Das Nachrichtenportal hat Wahlplakate interviewt, entstanden ist ein unterhaltsames Video:
Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler. Sorry, @FDP_LiberalenExterner Link, @SVPchExterner Link, @spschweizExterner Link, @GrueneCHExterner Link, @CVP_PDCExterner Link, @grunliberaleExterner Link, @BDPSchweizExterner Link und Co. pic.twitter.com/X9M6GwSQsFExterner Link
— watson News (@watson_news) October 16, 2019Externer Link
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