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Berge

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Wie steht es um das Klima in Ihrem Wohnland? Das Weltwirtschaftsforum schlägt Alarm. Sein neuster Risikobericht liest sich wie ein Horror-Schocker.

Herzliche Grüsse aus Bern

Berge
Keystone / Urs Flueeler

Der Klimawandel ist Risiko Nummer Eins für die Menschheit. Dies hält der neuste Risikobericht des Weltwirtschaftsforums fest.

Nein, es ist kein Horror-Thriller. Aber der Inhalt tönt danach: Der am Mittwoch in London veröffentlichte Risikobericht des World Economic Forum (WEF) zeichnet ein verheerendes Bild vom Zustand der Erde.

Erstmals handle es sich bei den fünf grössten globalen Risiken im 10-Jahres-Ausblick – gemessen an der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens – ausnahmslos um Umweltrisiken, teilte das WEF mit. Die Klimaveränderungen hätten «härter und schneller zugeschlagen, als viele erwartet hätten», heisst es im Bericht.

Das WEF zweifelt aber daran, dass die Menschheit diese Herausforderung annimmt und zügig angeht. Doch angesichts der politischen und wirtschaftlichen Konflikte könne die Welt «nicht warten, bis sich der Nebel der geopolitischen und geoökonomischen Unsicherheit auflöst».

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Kai Reusser / swissinfo.ch

Ein ganzes Jahrhundert. So lange dauert es, bis die Gebäude in der Schweiz energieeffizient umgebaut sind. Experten betonen, die Quote der Gebäudesanierungen müsse mindestens verdoppelt werden.

Klimakiller Wohnhaus. Häuser sind in der Schweiz für 40% des Energieverbrauchs und über ein Viertel aller Emissionen verantwortlich. Gebäude erzeugen mehr Treibhausgase als die Industrie. Ein Grund sind schlechte Isolierungen.

Zwar hat der Bund ein Programm ins Leben gerufen, um Gebäudesanierungen zu unterstützen. Doch trotz guter Vorsätze und staatlichen Anreizen, die zwischen 10 und 30% der Investitionen ausmachen können: Die Modernisierung von Gebäuden in der Schweiz kommt nur schleppend voran.

Experten warnen: Weil nur 1% der Gebäude pro Jahr saniert werden, würde es 100 Jahre dauern, bis die Gebäude einen Standard erreichten, der den Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung entspreche.

pompa di benzina
Keystone / Matt Slocum

Kritik an den Investitionen der Schweizer Banken. Ein Rechtsgutachten im Auftrag des Bundes hält fest, dass Finanzmarkt-Akteure die Risiken aufgrund des Klimawandels berücksichtigen müssen.

Nicht erst seit dem Prozess gegen Klimaaktivisten (mehr dazu im nächsten Beitrag) und dem Freispruch am Montag wird das Thema heiss diskutiert: Die Schweizerische Nationalbank investiert in die grössten Ölfirmen der Welt.

Die Schweizer Klima-Allianz ist der Meinung, die Nationalbank sei damit in gewisser Weise «für die durch die globale Erderwärmung verursachten Schäden» verantwortlich. Deshalb will sie ihr den Ölhahn zudrehen. Gestärkt fühlt sich die Allianz durch ein Rechtsgutachten im Auftrag des Bundes. Gemäss diesem seien Investitionen in die fossile Wirtschaft illegal, behaupten die Aktivisten. Das Bundesamt für Umwelt allerdings ist anderer Meinung.

Die Nationalbank betont, Klimapolitik gehöre nicht zu ihren Aufgaben. Und die Bankiervereinigung meint, es wäre ein Fehler, Investitionen aus Erdölaktivitäten zurückzuziehen. Effektiver sei, Eigentümer einer Ölgesellschaft zu bleiben und bei Generalversammlungen im Interesse des Klimas zu intervenieren.

12 Klimaaktivisten in der Creditsuisse
Keystone

Wir haben in den letzten Tagen über den Freispruch der Klimaaktivisten, die in einer Filiale der Schweizer Grossbank Credit Suisse Tennis gespielt haben, berichtet. Jetzt wollten wir von den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern wissen, was Sie über den Freispruch denken.

«Wer das Gesetz bricht, gehört bestraft», schreibt René Müller aus Panama. Das ist nur eine Antwort auf die Frage meiner Kollegin Sibilla Bondolfi. Sie hat gestern die Community von SWI swissinfo.ch gefragt:  «Rechtfertigt die Klimakatastrophe Ihrer Meinung nach einen Hausfriedensbruch?»

Einige Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben uns Ihre Meinung via Social MediaExterner Link mitgeteilt. Es entstand eine Debatte mit dezidierten Meinungen. Wir haben für Sie die Diskussion in einem Artikel zusammengefasst.

  • Den Artikel finden Sie hier.
Die Resultate unserer Milizparlamente sind achtbar: Gemeindeversammlung in Kandersteg BE. © Keystone / Antthony Anex

Hier wird Politik gemacht. Und abkassiert. Die Gemeindeversammlung diene vielen Vereinen dazu, Gelder für sich abzuzweigen, prangert der Blick an.

Als «Keimzelle der Demokratie» bezeichnet der Blick die Gemeindeversammlung. Jede und jeder kann sich hier äussern und mitbestimmen, wie es mit seiner Gemeinde weitergehen soll. Doch das geringe Interesse biete Vereinen die Möglichkeit, schnell zu einer Mehrheit zu kommen und so die Gemeindekasse anzuzapfen.

Dies geschehe relativ häufig, urteilt der Blick. Die Zeitung erwähnt verschiedene Beispiele, in denen Sportclubs erfolgreich eine Gemeindekasse angezapft hätten. «Hände hoch! Und schon gewonnen», titelt das Blatt.

Im Bericht kommt auch ein Lokalpolitiker der Schweizerischen Volkspartei (SVP) zu Wort. Er habe beobachtet, dass Mitglieder eines Fussballclubs für einen Zuschuss von 1,45 Millionen Franken für ein Garderoben-Provisorium direkt vom Training noch im Sportdress an die Abstimmung gekommen seien.

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