Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Die Schweiz, ein föderalistischer Flickenteppich. Das wird heute mit dem teilweisen Schulbeginn wieder einmal sichtbar: Anhand der unterschiedlichen Schutzmassnahmen in den Klassenzimmern.
Herzliche Grüsse aus Bern
Heute ist in zahlreichen Kantonen Schulbeginn. Je nach Ort erwartet die Schüler eine andere Masken-Regelung.
Die Regelungen sind erwartungsgemäss unterschiedlich: Während manche Kantone eine Maskenpflicht einführen, verzichten andere darauf – und wiederum andere machen sie von den Abständen in den Räumen abhängig.
Zum Teil ist es gar von Schule zu Schule unterschiedlich. «Mehr Einheitlichkeit wäre angesichts der Krise wünschenswert», sagt Thomas Minder, der Präsident des schweizerischen Verbandes der Schulleiterinnen und -leiter.
Auch für die Eltern ist die Sache kompliziert: Mancherorts dürfen sie ihre Kinder zur Schule begleiten, jedoch längst nicht überall. Und manch ein Kind wird wohl nach Hause in die Quarantäne geschickt werden. Dieser Schulstart ist wahrlich ungewöhnlich.
- Lesen Sie hierExterner Link das Interview mit Thomas Minder auf SRF News. Hier haben Sie auch einen Überblick über die Massnahmen aller Kantone.
- Eine Bilanz zum Heimunterricht finden Sie ebenfalls auf SRF NewsExterner Link.
- Auch der Bundesrat kommt wieder nach den Ferien zusammen. Watson fasst zusammenExterner Link, welche die dringendsten Punkte in nächster Zeit sind.
- Hier finden Sie unser Corona-Briefing mit der Situation in der Schweiz.
Mehr
Am 27. September stimmen wir über den Kauf von Kampfjets für die Schweizer Armee ab. Bei den amerikanischen Modellen lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Kauft ein Land Kriegsgerät von einem anderen Land ab, so ist das auch ein politisches Statement. Denn es liegt in der Natur der Sache, dass Abhängigkeiten entstehen – etwa auf der technischen Ebene.
Sollte die Stimmbevölkerung ihr «OK» zur Neubeschaffung von Kampfflugzeugen geben, würde der Bundesrat in einem späteren Schritt entscheiden, wo diese gekauft werden.
Nun ist bekannt geworden, dass die amerikanischen Jets eine Eigenheit haben: Wer sie kauft, muss über deren gesamte Nutzungsdauer amerikanisches Recht akzeptieren. Zudem kann die Schweiz einige Schlüsselgeräte nicht öffnen oder analysieren.
- Lesen Sie hierExterner Link den Bericht im Tagesanzeiger. (Paywall)
- Schweizer Unis arbeiten schon länger mit dem amerikanischen Militär zusammen, wie Sie hier nachlesen können.
- Auch die Schweiz exportiert Kriegsgerät. Eine Initiative will das einschränken, wie wir geschrieben haben.
Die Entwicklungshilfe polarisiert. Die neue Strategie des Bundes will neue Wege gehen.
Der Bund will dieses Jahr eine neue Strategie zur internationalen Zusammenarbeit bis 2024 verabschieden. Es geht um etwas mehr als elf Milliarden, ungefähr gleich viel wie in der letzten Periode.
Mit Bundesrat Cassis ist ein neuer Wind in das Aussendepartement gekommen – einer, der die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen Sektor und privaten Partnern voranbringen soll.
Die Schweiz will zudem ihre Projekte dem internationalen Wettbewerb öffnen. Damit ginge sie deutlich weiter als jedes andere Land.
- Lesen Sie hier das Interview meiner Kollegin Sibilla Bondolfi mit Samuel Bon, Chef von Swisscontact.
- Die neue Strategie ist nicht unumstritten, wie aus folgendem Bericht ersichtlich wird.
- Entwicklungshilfe geht immer in zwei Seiten – und die Schweiz profitiert mitunter davon.
Schweizer Städte haben oft einen «doppelten Boden». Archäologen graben diesen aus.
Wussten Sie, dass Basel lange die grösste Schweizer Stadt war? Als Bischofssitz und Heimat der ersten Universität der Schweiz war sie über Jahrhunderte eines der bedeutendsten Zentren im Gebiet der heutigen Schweiz.
Heute ist sie ein Zentrum der städtischen Archäologie: Über 3000 Grabungen wurden hier schon durchgeführt. Das hat vor allem mit der guten Faktenlage zu tun, die die Arbeit der Forscher deutlich erleichtert.
Die Basler führten Abschriften älterer Pläne, und der Bischofssitz legte Wert auf die Sammlung von Unterlagen – darauf basiert die heutige Datenbank. Daraus werden auch andere Spuren sichtbar: Etwa von der Pandemie von 1814, die ein Fünftel der Bevölkerung auslöschte.
- Lesen Sie hier unseren Artikel.
- Schweizer Archäologen graben auch im Ausland – etwa in Griechenland, wie Sie hier nachlesen können.
Mehr
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards