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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Im letzten Briefing berichteten wir Ihnen vom angeblichen Tod eines jungen, gesunden Mannes an Covid-19. Das war eine Fehlinformation des Bundesamtes für Gesundheit. Der junge Mann lebt.

Herzliche Grüsse

Mann bei Pressekonferenz
Keystone / Anthony Anex

Im letzten Briefing berichteten wir Ihnen von der Medienkonferenz des Bundes, an welcher der Tod eines jungen Mannes an Corona vermeldet wurde. Dies war eine Falschmeldung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Nicht die erste.

Ein Arzt hatte ein Formular falsch ausgefüllt: So wurde aus einem jungen Mann mit leichten Covid-19-Symptomen plötzlich ein tragischer Todesfall, der an der Pressekonferenz bedauert wurde. Nachdem der Fehler aufflog, musste das BAG die Todesfallstatistik korrigieren.

Schweizer Medien berichteten breit über die Panne. Denn es ist nicht die erste. Zuletzt sorgte eine Statistik des BAG mit falschen Zahlen zu den Ansteckungsorten für Aufregung. Und Ende April war in der Todesfallstatistik des BAG fälschlicherweise ein 9-jähriges Mädchen aufgetaucht.

Ein Digital-Experte rät im Interview mit SRF, das BAG solle Hilfe annehmen. Der Tagesanzeiger findet, im aktuellen Fall sei nicht nur ein Fehler passiert, sondern es hätten sämtliche Kontrollmechanismen versagt. Laut Blick schieben sich Bund und Kanton Bern gegenseitig die Schuld zu.

Landschaft
Stephan Torre

Seit einigen Wochen publizieren wir in einer Serie regelmässig Beiträge zum Thema Raumplanung. Der Kanton Wallis und die Stadt Baden sind sowohl Sünder als auch Champions der Raumplanung. Wir zeigen Ihnen die entsprechenden Bilder.

Anhand der Beispiele der Stadt Baden und des Kantons Wallis zeigen wir Fehler und Best Practices der Schweizer Raumplanung. So gilt das Wallis beispielsweise wegen des zersiedelten Haupttals als Prototyp der Schweizer Raumplanungssünden. Gleichzeitig gewann die Stadt Sitten 2013 aber den Wakkerpreis für ihre attraktiven öffentlichen Räume.

Ebenfalls den Wakkerpreis (im Jahr 2020) erhielt die Stadt Baden. Und zwar für ihre nachhaltige Aufwertung und die qualitätsvolle Gestaltung des öffentlichen Raums. So hat sie beispielswiese unter eine der meistfrequentierten Kreuzungen der Schweiz einen unterirdischen Platz mit Cafés und Läden für Fussgänger und Velofahrerinnen gebaut.

Doch nicht alle sehen die Stadtplanung in Baden derart positiv. Oft wird bemängelt, dass die neuen öffentlichen Plätze wenig einladend und zu wenig belebt sind. Zudem hat Baden ein Problem, wie es das ganze Mittelland kennt: Nur ein Bruchteil jener, die in Baden arbeiten und einkaufen, können auch in der Stadt wohnen. Die meisten pendeln aus umliegenden Gemeinden, was zu Verkehr und Stau führt.

Vor sechzig Jahren erlangte Zypern seine Unabhängigkeit. Die Schweiz war an diesem Prozess massgeblich beteiligt – und spielte für den kleinen Inselstaat auch in den nächsten Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Die Bilanz fällt jedoch nüchtern aus, schreibt mein Kollege Giannis Mavris.

Im Grand Hotel Dolder über Zürich kamen die Ministerpräsidenten Griechenlands und der Türkei im Februar 1958 überein, den Bürgerkrieg in Zypern zu beenden – und ebneten damit den Weg in die Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1960.

Die Schweiz war bei der Staatswerdung der britischen Kronkolonie massgeblich beteiligt – gemeinsam mit Grossbritannien, Griechenland und der Türkei. Als einzige neutrale Partei in diesem komplexen Konflikt konnte sie glaubwürdig ihre «Guten Dienste» anbieten.

Ein Schweizer Jurist versuchte, dem neuen Staat eine föderale Struktur nach Vorbild der Schweiz zu geben, um die zerstrittenen Bevölkerungsgruppen auszubalancieren. Diese Verfassung hielt jedoch gerade mal drei Jahre. 1963 gab es erneut einen Bürgerkrieg. Bis heute ist Zypern nicht zur Ruhe gekommen – trotz der regelmässigen «Guten Dienste» der Schweiz.

Impfung
Keystone / Carolyn Kaster

Als einer der ersten Staaten weltweit hat die Schweiz einen möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus vorbestellt. Warum der Moderna-Deal riskant ist, erklärt meine Kollegin Jessica Davis Plüss.

Dass die Schweiz den möglichen Impfstoff beim US-Biotech-Unternehmen Moderna vorbestellt hat, werten Experten als Zeichen dafür, dass der Bundesrat wenig Hoffnung auf eine gerechte Verteilung eines Vakzins hat.

Auch die USA, Grossbritannien, Brasilien und Japan haben Geld für die Vorbestellung vielversprechender Heilmittel gegen Covid-19 bereitgestellt. Kritiker denken, dass der Handel negative Folgen haben wird, da er die weltweiten Bemühungen um eine gerechte Verteilung von Covid-19-Impfstoffen untergraben könnte.

Wenn die Länder weiterhin einzelne Abkommen unterzeichnen, werden ärmere Staaten, die solche Deals nicht abschliessen können, für lange Zeit leer ausgehen. Laut dem Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset kümmert sich die Schweiz um beides: die eigene Versorgung und eine gerechte internationale Verteilung.

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