Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
"Brille? Fielmann." – vergessen Sie's. "Brille? Götti." ist jetzt angesagt. Habe ich Ihre Neugierde geweckt? Die Auflösung finden Sie hier. Dazu nur so viel: Achtung, Klatsch-Alarm!
Beste Grüsse aus Bern und bleiben Sie gesund!
Die Schweiz helfe Russland, Oppositionelle mundtot zu machen: Was ist dran am Vorwurf, der nach Einstellung eines Verfahrens gegen korrupte russische Repräsentanten in der «Affäre Magnitski» von linker Seite erhoben wurde?
So sei das zu pointiert, sagt Russland-Kenner Andreas Gross und formuliert um: «Weshalb ist die schweizerische Justiz den russischen Oligarchen und ihren kriminellen Helfershelfern gegenüber so kooperativ und schaut ihnen so wenig auf die Finger?» Die Antwort kenne auch er nicht.
Gross war Sonderberichterstatter für den Europarat im Fall des russischen Steuerermittlers Sergei Magnitski, der 2009 in einem Moskauer Gefängnis unter ungeklärten Umständen verstorben ist. Dieser hatte eine Korruptionsaffäre aufgedeckt, aus der Gelder auf Schweizer Banken parkiert wurden.
Über die Einstellung des Verfahrens durch die Bundesanwaltschaft sei er mehr als enttäuscht, nämlich «perplex, empört! Es gibt keine stichhaltige Begründung dafür», so Gross. Noch schlimmer ist die Erfahrung, dass sich kaum jemand daran stört.
- Das ganze swissinfo.ch-Interview mit Andreas Gross gibt es hier.
- «Entscheid verstärkt schlimmste Vorurteile gegenüber Schweizer Justiz» – Beitrag von Federico Franchini vom Recherche-Netzwerk Gotham City für swissinfo.ch
- Schweizer Berichterstatter prangert Vertuschung an – unser Report über den Bericht von Andreas Gross von 2013.
- Fall Magnitski wirft Schatten in die Schweiz – Bericht aus unserem Archiv von 2013.
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Die Schweiz habe ein angespanntes Verhältnis zum Islam, kommentierte der TV-Sender Al Jazeera das Ja des Schweizer Volks zum «Burka-Verbot» vom Sonntag.
Der Kommentar des arabischen Leitmediums fällt jedoch betont moderat aus. Nichts vom Aufschrei, der nach dem Ja der Schweiz zum Minarettverbot von 2009 durch die Medien der arabischen Welt ging.
Kritischere Kommentare gab es dagegen in den sozialen Medien. So stellte jemand die Frage, was daran demokratisch sei, wenn ein Land Frauen das Tragen bestimmter Kleider verbiete.
- Reaktionen aus dem Nahen Osten auf das VerhüllungsverbotExterner Link – SRF News hat sich umgehört.
- Abstimmung über «Burkaverbot» appelliert an Islamophobie und Feministinnen – unser Bericht im Vorfeld der Abstimmung, der auch eine überraschende Allianz thematisiert.
- Fünfte Schweiz lehnte Burka-Verbot knapp ab – wäre es nach der Fünften Schweiz gegangen, hätte ein knappes Nein resultiert.
Der britische Künstler Damien Hirst feiert seine Ausstellungs-Premiere in der Schweiz, genauer: in St. Moritz. Mit einem Lockdown-Projekt.
Um die Jahrtausendwende war Hirst, den einige Kritiker für überschätzt halten, das ganz grosse Ding in der Gegenwartskunst. Ausgerechnet jetzt in der Pandemie gastiert Damien Hirst in den Bündner Bergen. Aber nicht persönlich: Die Inszenierung seiner teils riesigen Werke dirigiert er via Social Media und Telefon von London aus.
Die Ausstellung, die noch bis am 24. März dauert, ist angesichts von Corona ein Hybrid-Event: Reales Ausstellungs-Erlebnis vor Ort sowie ein Kunst-Surf im InternetExterner Link.
Mit seinen Werken habe ich nie etwas anfangen können. Und auch die absurden Millionensummen, die seine Skulpturen an Auktionen lösten, beeindruckten mich eher mässig. Aber seine gewaltigen Werke in der gewaltigen Szenerie der Engadiner Berge zu sehen – das hätte vielleicht sogar den grossen Giovanni Segantini beeindruckt, der die Engadiner Landschaft so schön gemalt hat wie niemand vor und nach ihm.
- Damien Hirst und sein Lockdown-Projekt in St. Moritz – Beitrag meiner Kollegin Helen James und meines Kollegen Thomas Stephens.
- Schweizer Museen zeigen wenig Kunst von Frauen – die grosse Recherche von swissinfo.ch- und RTS von 2019.
- Warum fehlt die weibliche Kunst in den Schweizer Museen? – swissinfo.ch organisierte 2019 dazu eine öffentliche Diskussion in Zürich.
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Brille? Götti! Beim angeblichen Skandal-Interview mit Meghan und Harry, diesen Abtrünnigen der britischen Krone, trug Host Oprah Winfrey eine Brille aus Zürich!
Bitte nicht sauer werden ab meinem Disclaimer: Wenn sich britischen Royals zoffen – ob wahre, dissidente oder ausgestossene – geht das an meinem Allerwertesten vorbei.
Es geht hier also nicht darum, was wahr und was fake war, was der Verweigerungs-Prinz und Gemahlin über den Ozean der Queen und ihrem Hof an die Krone warfen.
Denn der wahre Star des Interviews waren nicht sie, und auch nicht die milliardenschwere Göttin des Talks. Sondern Thomas Götti, das Mastermind hinter Oprahs «Glasses Made in Switzerland».
Übrigens: Ich mag es Götti gönnen, wenn ihm nun die Royals, die Anti-Royals, die Fans von Oprah die Bude einrennen.
- Ophra Winfreys Brille aus Wädenswil war der wahre StarExterner Link – Bericht im Blick.
- Wollen Sie Oprahs Nasenvelo, können es sich aber preislich nicht leisten – auf people.comExterner Link wird Ihnen geholfen!
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