Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Leider kann ich Ihnen heute keine süffigen Schlagzeilen anbieten: Bei den Wahlen in Zürich, sie gelten als Gradmesser für die nationalen Wahlen im Herbst, gab es kaum Veränderungen. Dafür leisteten Schweizerinnen und Schweizer Aussergewöhnliches im Ausland – an der Ski-WM in Frankreich.
Herzliche Grüsse aus Bern
Die Hauptprobe für die Eidgenössischen Wahlen im Herbst in Zürich verlief ohne nennenswerte Veränderungen.
Etwas spannender waren die Wahlen im Kanton Basel-Landschaft. Dort holte die Evangelische Volkspartei (EVP) zum ersten Mal überhaupt einen Sitz in einer Kantonsregierung. Und dies auf Kosten der wählerstärksten Partei der Schweiz, der Schweizerischen Volkspartei (SVP).
Nur geringfügige Verschiebungen in der Parteienlandschaft. Das ist das Fazit der kantonalen Wahlen in Zürich vom Wochenende. Die Grünen wurden ein wenig zurückgestutzt, die Grünliberalen gebremst. Trotzdem konnte die Klima-Allianz im Zürcher Kantonsrat ihre hauchdünne Mehrheit halten.
Dass die Wahlen in Zürich als Gradmesser gelten, basiert übrigens auf klaren Fakten, wie die Statistik von SRF News zeigt. Gemäss der Untersuchung wich in den letzten 20 Jahren der Zürcher Trend bei den sechs grössten Parteien nur in einem einzigen Fall von den darauf folgenden Nationalratswahlen ab. Das wird in diesem Fall die SVP gerne hören.
- Bericht von SRF News über die Wahlen im Kanton Basel-LandschaftExterner Link.
- Bericht von SRF News über die Wahlen im Kanton ZürichExterner Link.
- Die Statistik von SRF NewsExterner Link zu den Zürcher Wahlen.
Klein, Kleiner, Quantenphysik. Warum die Schweiz zittert.
«Obwohl sie allgegenwärtig erscheint, ist die Quantenphysik für Normalsterbliche noch immer eine verschlossene Welt«, schreibt mein Kollege Marc-André Miserez heute in unserem Schwerpunkt.
Warum ist sie dennoch wichtig und alltäglich? Möglicherweise tragen Sie bereits heute Quantenphysik mit sich herum: in Ihrem Handy. Auch Laser in Analysegeräten basieren auf Quantenphysik. Und der Quantencomputer gilt als der heilige Gral in der Branche.
Die Schweiz als einer der führenden Forschungsstandorte möchte bei der Quantenphysik ebenfalls mitmachen. Doch der Ausschluss aus den Forschungsprogrammen der Europäischen Union habe unser Land in diesem Bereich in eine «schmerzhafte Situation» gebracht, sagt ein Wissenschaftler.
- Mehr Details über die Quantenphysik erfahren Sie im Artikel von Marc-André.
- Marc-André recherchierte auch dazu, wie die Theorie der Quantenphysik Eingang in unser Leben fand.
- Wegen dem Rauswurf aus den europäischen Forschungs- und Bildungsprogrammen müssen Schweizer Universitäten neue Wege suchen.
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Der grosse Schweizer Erfolg in der Königsdisziplin des alpinen Skisports.
Und plötzlich führt die Schweiz im Medaillenspiegel der alpinen Skiweltmeisterschaften in den französischen Alpen: Am Samstag gewann Jasmine Flury die WM-Abfahrt, Corinne Suter wurde Dritte. Und am Sonntag doppelte Marco Odermatt bei den Männern nach und holte ebenfalls WM-Gold in der Abfahrt.
Dabei war nach dem Rückschlag beim Super-G der Männer noch mächtig gejammert worden. Nach dem Wochenende sind die Zeitungen jetzt voll des Lobes. «Mit Odermatt und Flury stellt die Schweiz somit zum ersten Mal seit 1987 (Peter Müller und Maria Walliser in Crans Montana) und zum sechsten Mal insgesamt die Abfahrtsweltmeister bei den Frauen und Männern», schreibt Watson.ch.
Anders als bei Odermatt – obwohl er noch nie eine Abfahrt gewonnen hatte – rechnete niemand mit Flury. Die Bündnerin hatte bisher erst zweimal auf dem Podest gestanden, darunter ein Sieg. Der Nidwaldner Odermatt hingegen ist diesen Winter der Dominator im Super-G und stand bei jedem Rennen auf dem Podest – ausser an der WM, wo er Vierter wurde.
- Artikel von Watson.ch zu den zwei WM-Medaillen bei den FrauenExterner Link und zum WM-Gold bei den MännernExterner Link.
- Mit dem WM-Live-Ticker im BlickExterner Link bleiben Sie dran am Geschehen.
- In dieser Kurzvideo-Serie von SRF NewsExterner Link geben Schweizer Athletinnen und Athleten einen tieferen Einblick in ihre Gedankenwelt.
- Fun Fact von SRF NewsExterner Link: Warum die Skicracks auf dem Podest jeweils nur einen Ski zeigen.
Wenn Eltern ihre Kinder auf Instagram vermarkten.
Sie ist erst vier Jahre alt und hat bereits 350’000 Followerinnen und Follower auf Instagram. Ihre Eltern, eine bekannte Rapperin und deren Mann, betreiben den Kanal für sie seit ihrer Geburt. Das Mädchen ist die erfolgreichste «Kidfluencerin» der Schweiz. Ihr Kanal ist verlinkt mit dem Beauty-Shop ihrer Mutter, wie die Aargauer Zeitung berichtet.
Ein anderes Beispiel: Eine Familie von C-Prominenten vermarktet ihr Familienleben – ebenfalls auf Instagram. Der Vater nutzt die Reichweite, um für verschiedenste Produkte zu werben. «Als reine One-Man-Show würde die Inszenierung nicht funktionieren», heisst es im Bericht. «Es sind die Kinder- und Familienfotos, die dem Feed Leben einhauchen.»
Doch die Prominenz auf Social Media hat eine Kehrseite: Die Kinder könnten später gegen ihre eigenen Eltern klagen. Falls sie sich in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt fühlen sollten. In den USA und in Frankreich gibt es Gesetze, die Marketing mit Kindern regeln – in der Schweiz jedoch nicht.
- Der Artikel in der Aargauer ZeitungExterner Link, der zudem eine Anleitung für einen sorgfältigen Umgang mit sozialen Medien bietet (Paywall).
- ARD-Mediathek: «Das Geschäft mit Kinder-Influencern auf Youtube»Externer Link.
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