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Filippo Lombardi

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Würden Sie ein Käsevideo auf YouTube oder Tiktok schauen? Wenn ja, dann sind Sie in guter Gesellschaft. Die Videos eines Käseveredlers werden auf den sozialen Netzwerken millionenfach angeklickt. Bevor wir alle hungrig werden, widmen wir uns in unserem Briefing zuerst dem Auslandschweizer-Kongress, der dieses Wochenende stattfindet.

Freundliche Grüsse aus Bern

ein mann gibt elektronisch seine stimme ab
© Keystone / Jean-christophe Bott


Neue Forderungen zum Auftakt des Auslandschweizer-Kongresses

Schweizer:innen aus der ganzen Welt treffen sich ab morgen in St. Gallen zum 99. Auslandschweizer-Kongress. An ihrer heutigen Pressekonferenz hat die Auslandschweizer-Organisation (ASO), Swisscommunity, das Thema politische Partizipation er Fünften Schweiz ins Zentrum gerückt.

«Der Bundesrat hat uns ein kleines Geschenk gemacht», sagt ASO-Präsident Filippo Lomardi in Bezug auf den Entscheid der Exekutive, dass in drei Schweizer Kantonen E-Voting für die Nationalratswahlen zugelassen ist. Dass E-Voting auch auf weitere Kantone ausgedehnt werden soll, weckt aber auch Widerstand. «Je breiter der Versuch, desto grösser auch das Risiko», sagt Jorgo Ananiadis, Präsident der Piratenpartei.

Ein Problem bleibt allerdings: Die Stimmbeteiligung der Auslandschweizer:innen ist chronisch tief. «Damit die Partizipation steigt, reicht E-Voting nicht aus», sagt ASO-Direktorin Ariane Rustichelli. Deshalb stellt die Swisscommunity auch eine neue Forderung.

  • Was die Swisscommunity fordert, können Sie im Artikel von Kollege Balz Rigendinger nachlesen.  
  • HierExterner Link finden Sie den Artikel von SRF zur Einführung des E-Votings in drei Kantonen.
grafik zum parteiencheck für die glp international
Kai Reusser / swissinfo.ch

Parteiencheck mit der GLP International

Wie vertreten Parteien die Anliegen von Auslandschweizer:innen in Bundesbern? Wir haben nachgefragt, heute mit dem Parteiencheck zu GLP International. Sie ist die jüngste internationale Sektion in der Schweiz und tritt dieses Jahr mit gleich drei Auslandschweizer:innen-Listen bei den eidgenössischen Wahlen an: in den Kantonen Basel-Stadt, Bern und Zug.

 Die Hauptanliegen der internationalen Sektion sind gleich jenen der Mutterpartei. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Europäischen Union und dem Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU. «Durch das Scheitern der Verhandlungen hat unsere Partei viel Zuspruch aus der Fünften Schweiz erfahren», so Thomas Häni, Präsident der GLP International. Denn, die GLP habe sich als einzige Partei aktiv eingebracht.

Beim Thema Krankenkasse – Schweizer:innen, die auswandern, müssen ihre Schweizer Krankenkasse aufgeben, findet Häni klare Worte: «Das zu ändern, ist eine der generellen Forderungen, für die sich jede Partei einsetzen muss, die Auslandschweizerinnen und -schweizer ernst nimmt.»

  • Lesen Sie den Parteiencheck zur GLP International hier.
  • Wir haben letzte Woche über einen Vorstoss berichtet, der fordert, dass Auslandschweizer:innen die Schweizer Krankenkasse ins Ausland mitnehmen können. Sie finden den Artikel dazu hier.
  • Und hier können Sie alle bereits publizierten Parteienchecks nachlesen.
Bundeskanzler Walter Thurnherr tritt zurück.
© Keystone / Urs Flueeler

Der «achte Bundesrat» tritt zurück.

Der Bundeskanzler Walter Thurnherr tritt zurück, wie er gestern an einer Pressekonferenz mitteilte. Nach acht Jahren – darunter der «schlimmsten Legislatur» (Pandemie, CS-Krise, Krieg) – tritt der höchste Verwalter der Schweiz zurück. Das kam einigermassen überraschend.

Thurnherr gilt als ein Intellektueller, einer, der sein Amt auch wesentlich politischer gestaltete als seine Vorgänger:innen. Nicht selten wurde er als Strippenzieher, Schattenkönig oder Ähnliches bezeichnet. Das Porträt des Tages-Anzeigers fasst es im Titel gut zusammen: «Macht und Mythos».

Sicher ist, dass seine Nachfolge hinter den Kulissen zu reden geben wird – bisher ging das Amt meist an die Mitte (ex-CVP), mittlerweile haben aber vermutlich auch andere Parteien den strategisch wichtigen Posten im Visier. Zusammen mit dem Rücktritt von Alain Berset verspricht die Neubesetzung für politisch Interessierte einen spannenden Herbst zu bieten.

Claude Luisier bei einem Auftritt im Westschweizer Fernsehen.
RTS

Dass das Internet auch ein grandioser Ort sein kann, zeigt die Geschichte von Claude Luisier. Mit seinen Videos erreicht der Käseveredler aus dem Wallis Millionen von Menschen. Der Inhalt, wenig überraschend bei seinem Beruf, Käse. So spielt Luisier dabei Industriekäse und gereiften Käse gegeneinander aus, schneidet einen Raclettekäse oder verrät die Herstellungsgeheimnsisse seines Käses.

Mittlerweile zählt der Käseveredler auf YouTUbe fast 500’000 Abonent:innen, 549’000 auf Instagram und 1,4 Millionen auf Tiktok. Die Konsequenz? Luisier will seine Keller an seinen Sohn übergeben, um sich seiner neuen Rolle «als Influencer» zu widmen. So plant er auch Reisen durch die Käsewelt Europas – mit dabei, natürlich seine Follower.

  • Hier finden Sie die Geschichte des Käseveredlers, der zum Influencer wurde.
  • Ein Einblick in Luisiers Wirken auf Tiktok bekommen Sie hierExterner Link.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Samuel Jaberg

Soll die Schweiz die Zuwanderung begrenzen?

Wie erleben Sie die wachsende Bevölkerung der Schweiz? Sehen Sie für den Fachkräftemangel eine Alternative zur Zuwanderung? Ihre Meinung interessiert uns!

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