Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Man weiss, es kommt, und trotzdem zuckt man bei der Zahl innerlich oder äusserlich zusammen: Die Krankenkassenprämien werden wieder erhöht und steigen markant: 8,7% mehr kosten sie nächstes Jahr im Schnitt.
Herzliche Grüsse aus Bern
Der Prämienhammer hat zugeschlagen: Die Krankenkasse wird um 8,7% teurer.
Der Hammer kam nicht überraschend und trotzdem schmerzt es jedes Jahr, wenn bekannt wird, um wie viel die Krankenkassenprämien steigen werden. 8,7% sind es, wie Gesundheitsminister Alain Berset heute verkündete.
Meine Kollegin Katy Romy hat das Schweizer Gesundheitssystem in ihrem Artikel aufgedröselt. Die Grundversicherung ist obligatorisch, der Selbstbehalt je nach Franchise (max. 2500 Franken) unterschiedlich hoch. Ein Viertel aller Kosten des gesamten Systems werden in der Schweiz direkt von den Patient:innen bezahlt.
Dieser Anteil ist hoch, dazu ist das Schweizer Gesundheitssystem eines der teuersten der Welt. Im Gegensatz zu anderen Ländern sind die Prämien auch nicht an das Einkommen gekoppelt, alle zahlen gleich viel. «Es ist, als würde man die Armen zwingen, sich ein Luxusauto zu kaufen», sagt ein Gesundheitsökonom zu SWI swissinfo.ch. Die Folge davon: Über ein Viertel der Menschen in der Schweiz muss Prämienverbilligungen beziehen.
- Lesen Sie hier in unserem Artikel, welche Lösung der Experte für die stetig steigenden Gesundheitskosten vorschlägt.
- Hier bei Blick können Sie den Liveticker der Pressekonferenz nachlesenExterner Link.
- Warum werden die Prämien jedes Jahr teurer? Darauf hat Watson Antworten.Externer Link
- Düstere Prognosen: Viele Familien wissen heute schon kaum, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen. Porträt einer Mutter im Tages-AnzeigerExterner Link, die nicht weiss, wo sie noch mehr sparen kann.
- Die hohen Krankenkassenprämien befinden sich auf dem neuen Sorgenbarometer der Schweizer Bevölkerung sehr weit oben. Lesen Sie hier bei 20 MinutenExterner Link, welche anderen Sorgen die Menschen plagen.
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Anfeindungen gegen Meteorolog:innen: Verschwörungstheoretiker:innen haben das Wetter entdeckt.
Kürzlich habe im Lift auf dem Weg zu einer Party einen mir fremden Gast getroffen und weil die Stille so still war, habe ich einen Kommentar über das Wetter gemacht. Bis jetzt war das Wetter ein unverfängliches Smalltalk-Thema, doch auch hier tut sich seit neustem ein Graben auf.
Dabei geht es nicht nur um den von manchen geleugneten menschengemachten Klimawandel, sondern auch um den Wetterbericht. Ein gefundenes Fressen für Anhänger:innen von Verschwörungstheorien, die glauben, es sei alles erfunden oder absichtlich falsch vorausgesagt. Wie das Portal Nau heute berichtet, gehen unter einer Wettermeldung schnell Hunderte von Kommentaren ein. Die Kondensstreifen von Flugzeugen, die sogenannten Chemtrails, sind schon lange ein Klassiker unter den Verschwörungstheorien, nun soll die Regierung gleich das ganze Wetter bestimmen.
Der Hass dieser Menschen richtet sich dabei auch gegen die Meteorolog:innen, welche die Vorhersagen machen. Diese werden immer öfter mit gehässigen und primitiven Kommentaren traktiert, so Nau.
- Verschwörungstheoretiker:innen gegen Wissenschaftler:innen – Artikel von NauExterner Link.
- Im Sommer hat die rechtskonservative Schweizer Volkspartei (SVP) SRF Meteo vorgeworfen, die sehr hohen Temperaturen von Mittelmeer-Destinationen absichtlich zu fälschen, um der Klimapolitik der Grünen zu helfen. Tatsächlich ist es bei diesen Vorhersagen zu Fehlern gekommen, Meteorologe Thomas Bucheli weist jedoch den Vorwurf der Absicht zurück – Artikel von WatsonExterner Link.
- Auch das Wetter am Unspunnen-Schwinget wurde Teil dieser Angriffe der SVP, wie Sie hier bei 20 Minuten lesen könnenExterner Link.
- Zum Schluss noch etwas Aktuelles vom Wetter: Nachdem ich gestern hier über Polarlichter berichtet habe, war in der Nacht auf heute offenbar der Mond extrem hell, wie 20 Minuten berichtetExterner Link.
Wer die Wahl hat, hat den Kampf: Der Wahlkampf in der Schweiz analysiert.
Der Wahlkampf in der Schweiz; langweilig oder einzigartig? Gemessen an der kontinuierlich sinkenden Wahlbeteiligung, könnte man ersteres vermuten. Doch die Historikerin Zoé Kergomard, die für ihr Buch Schweizer Wahlkämpfe untersucht hat, findet sie gar nicht so langweilig.
Die tiefe Wahlbeteiligung sei kein Ausdruck einer Demokratiemüdigkeit, sagt die Expertin: Es gehen einfach nicht alle zum gleichen Termin an die Urne. Aufgrund der hohen Anzahl von Abstimmungen würden viele Bürger:innen nur dann abstimmen, wenn sie das Thema interessiert.
Der Wahlkampf sei immer eine besondere Zeit im demokratischen Leben eines Landes. Dann setzen sich die politischen Parteien in Szene und versuchen, die Aufmerksamkeit der Bürger:innen zu gewinnen. Da es bei den Wahlen im Gegensatz zu den Abstimmungen nicht um eine klare Ja- oder Nein-Frage geht, haben die Parteien im Wahlkampf freie Wahl, was sie präsentieren wollen.
- Im Interview meines Kollegen Samuel Jaberg verrät Zoé Kergomard, welche Besonderheiten der Schweizer Wahlkampf aufweist.
- Lesen Sie hier in unserem Artikel, wie die Parlamentarier:innen um die Gunst von Ihnen, den Auslandschweizer:innen, buhlen.
- Wie viel Geld investieren die Parteien und Personen in ihren Wahlkampf? Die Übersicht von SRF.Externer Link
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Diese Rivella-Sorten gibt es nur im Ausland.
Rivella, ein Getränk wie die Schweiz: Nicht zu aufregend, aber dank des Milchserums hebt es sich doch deutlich ab von anderen Erfrischungsgetränken. Ab und zu tauchen neue Geschmackssorten in den Regalen auf, aber hierzulande greift man gern nach den Klassikern «Rivella rot» und «Rivella blau».
Wie ich heute erfahren habe, gibt es exotische Rivella-Sorten, die in der Schweiz aber gar nicht verkauft werden. Falls Sie in den Niederlanden leben, können Sie Ihren Durst mit Rivella Ananas oder Rivella Himbeere löschen.
Die niederländischen Rivella-Varianten sind Light-Getränke, die nie auf den Schweizer Markt kommen werden, wie eine Sprecherin zum Newsportal Züritoday sagt. Ich denke, das ist die richtige Entscheidung.
- Hier gibt es den Artikel von ZüritodayExterner Link zu den niederländischen Rivella-Sorten.
- Die Luzerner Zeitung erklärtExterner Link, was es mit dem Milchserum auf sich hat.
- Den Markt in Deutschland hat Rivella vor ein paar Jahren aufgegeben, wie der Blick berichteteExterner Link.
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