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Die Gebäude der UBS und CS in Zürich nebeneinander.

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Es geht um viel Geld heute im Briefing. Die UBS hat dank eines Vergleichs vermutlich Bussen in Millionenhöhe abgewendet, aber der Vergleich kostet natürlich auch einiges. In der Schweiz werden ältere Menschen immer öfter Opfer von Betrüger:innen, die jährliche Schadenssumme liegt im dreistelligen Millionenbereich. Und manchmal kommt es auf jeden Rappen an: Für ein Produkt lohnt es sich momentan, aus Österreich zum Einkaufen in die Schweiz zu fahren.

Herzliche Grüsse aus Bern

Logo der Credit Suisse
© Keystone / Michael Buholzer

Jahrelanger Rechtsstreit der CS um Thunfisch-Anleihen beendet: UBS einigt sich mit Mosambik aussergerichtlich.

Wenn die Kinder Schaden anrichten, haften die Eltern. So geht es auch der UBS, die sich nun um die Missetaten ihrer Adoptivtochter Credit Suisse kümmern muss. Die CS ist vom Staat Mosambik angeklagt worden und hätte heute in London in einem Prozess auftreten müssen. Das hat die Bank nun haarscharf abwenden können.

Wie die UBS mitteilt, haben sich die CS und Mosambik auf einen Vergleich geeinigt. Die CS hat vor zehn Jahren in Mosambik staatlichen Unternehmen Kredite gewährt, unter anderem für Boote zum Thunfischfang. Dabei haben CS-Banker Bestechungsgelder angenommen. Als der Skandal aufflog, stürzte das Land in eine tiefe Finanzkrise. Deshalb wurde die Bank vom Staat Mosambik verklagt.

Der Vergleich kam gerade rechtzeitig. Über welche Summe man sich geeinigt hat, ist nicht bekannt. Das Wall Street Journal vermutete, dass die UBS Mosambik fast 100 Millionen Dollar an Schulden erlassen muss. Mit dem Vergleich konnten vermutlich Bussen in Millionenhöhe vermieden werden.

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Orte wie Venedig oder Barcelona – aber auch Ziele in den Schweizer Alpen – haben Mühe mit den vielen Tourist:innen. Was kann man tun?

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Eine Seniorin am Telefon.
Keystone / Georgios Kefalas

Ausgenutzt und betrogen: Betrüger:innen haben es auf ältere Menschen abgesehen – die Fälle nehmen zu.

675 Millionen Franken Schadenssumme. Nein, wir sind nicht mehr bei der Credit Suisse. Pro Senectute schätzt, dass jährlich so viel Geld mit Betrügereien von älteren Menschen gestohlen wird.

Das sind zwei Drittel mehr als bei der ersten Studie vor fünf Jahren. Und diese Zahl hat mich besonders schockiert: Fast 80% der Menschen über 55 sind schon mit einem Betrugsversuch konfrontiert worden. Viele merken dabei, dass etwas nicht stimmt. Etwa 20 Prozent werden jedoch Opfer von Betrüger:innen. Möglicherweise habe die durch die Corona-Pandemie vorangetriebene Digitalisierung neue Möglichkeiten zum Betrügen geschaffen, vermutet Pro Senectute.

Vor dem Enkeltrickbetrug am Telefon wird gewarnt, doch leider scheint diese perfide Masche immer noch zu funktionieren. Am häufigsten werden ältere Menschen betrogen, indem ihnen nutzlose Angebote verkauft werden, wie etwa Abonnemente oder Computerdienstleistungen, die sie nicht brauchen.

Ein kosovarischer Polizist vor einem gepanzerten Fahrzeug.
Copyright 2023 The Associated Press. All Rights Reserved.

Konflikt in Kosovo: «Serbien bestreitet nicht nur die Staatlichkeit des Andern, sondern auch die Existenz als Volk.»

Die Lage in Kosovo ist angespannt. In der vergangenen Woche ist es erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Bei einem bewaffneten Angriff militanter Serben sind ein kosovarischer Polizist und drei Angreifer getötet worden.

In einem Interview mit meinem Kollegen Benjamin von Wyl erklärt Historiker Oliver Jens Schmitt, was hinter dem Konflikt zwischen Serb:innen und Albaner:innen steckt. Er zieht auch einen Vergleich zu Russland und zum Ukrainekrieg: «Russland und Serbien bestreiten nicht nur die Staatlichkeit des Andern, sondern auch seine Existenz als Volk», sagt Schmitt.

Er geht auch auf die Rolle der Schweiz ein, die die Unabhängigkeit des jungen Staates Kosovo anerkannt hat und dann wenig folgen liess. Für Schmitt war dies kein guter Zug.

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Halten Sie sich für einen religiösen Menschen oder nicht? Warum?

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Stau am Zoll
Ennio Leanza/Keystone

Shoppen ennet der Grenze: Für dieses Produkt lohnt sich der Einkaufstourismus aus Österreich in die Schweiz.

Einkaufstourismus in der Schweiz? Das kenne ich höchstens von katholischen Feiertagen, an denen Zürich von Menschen aus der Innerschweiz geflutet wird. Doch wie das Portal Nau berichtet, soll es tatsächlich Ausländer:innen geben, die beim Einkauf in der Schweiz Geld sparen.

Weil die Schweiz von der Inflation weniger stark betroffen ist, sind einige Waren hier günstiger zu haben als beispielsweise in Österreich. Wie Nau festhält, können die Österreicher:innen hauptsächlich beim Toilettenpapier von den Schweizer Preisen profitieren, aber auch Schokolade ist momentan minim günstiger bei uns.

Anfang 2023 haben die grenznahen Migros-Filialen einen Ansturm von Kund:innen aus Österreich vermerkt, jetzt soll sich dieser wieder gelegt haben. Gemäss Nau kaufen diese in der Schweiz gern Schokolade, Pasta und Frischprodukte.

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