Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Haben Sie Ihr Wahlcouvert schon erhalten? Ich muss meine Liste auch noch ausfüllen. Die Wahlen in der Schweiz gehen am 22. Oktober über die Bühne. Was sind die wichtigsten Themen? Wie denken Menschen aus dem Ausland darüber?
Herzliche Grüsse aus Bern
Und immer weiter hinauf schraubt sich die Kostenspirale im Gesundheitswesen. Gibt’s einen Ausweg?
8,7%. Um so viel steigen die Krankenkassenprämien in der Schweiz nächstes Jahr im Schnitt. «Der Anstieg von fast neun Prozent bei der Krankenversicherung ist selbst im Vergleich zu den letzten Jahren besonders drastisch«, schreibt mein Kollege Matthew Allen.
Die Schweiz hat das teuerste Gesundheitswesen der OECD-Länder. Seit Jahren liegen die Kosten für die medizinische Grundversorgung über der Inflation. Trotzdem scheint die Bevölkerung mit der Gesundheitsversorgung zufrieden zu sein.
Was also tun, um die Kosten wieder in den Griff zu kriegen? Vorschläge gibt es viele, einig ist sich aber kaum jemand. Reformen sind dringend erforderlich, um die steigenden Prämien zu bewältigen. Aber bisher wurden keine konkreten Lösungen umgesetzt.
- Die Details finden Sie in unserem Artikel über die Kostenspirale im Gesundheitswesen.
- Einen internationalen Vergleich finden Sie in diesem Artikel meiner Kolleginnen Katy Romy und Pauline Turuban.
- Wie Nau.ch haute berichtet, wäre laut einer Umfrage eine Mehrheit der Bevölkerung dafür, eine Einheitskrankenkasse einzuführenExterner Link.
Warum interessieren die Schweizer Wahlen rund um den Globus?
Was denkst Du über die Wahlen in der Schweiz? Das haben wir unsere Kolleginnen und Kollegen mit einer ausländischen Nationalität gefragt. Bei SWI swissinfo.ch in Bern arbeiten Menschen aus 15 Nationen.
So auch Igor Petrov, Leiter der russischsprachigen Redaktion. Für ihn sind die Wahlen nicht das zentrale Element der Schweizer Politik. Vielmehr findet er die politischen Entscheide bei Abstimmungen interessant. Und solche gebe es in der Schweiz «buchstäblich jeden Tag», wie er schreibt.
Einen anderen Aspekt spricht Tomoko Muth von der japanischsprachigen Redaktion an: Beim Vergleich mit Ihrem Heimatland ist ihr aufgefallen, dass die Schweiz Gefahr läuft, wie Japan zu einer «Silberdemokratie» zu werden. Will heissen, dass durch Überalterung der Bevölkerung und geringer Wahlbeteiligung der jungen Menschen fast nur noch Politik für ältere Generationen gemacht werde.
- Lesen Sie hier die ausführlichen Antworten meiner Kolleginnen und Kollegen aus den Redaktionen der «ausserschweizerischen» Sprachen.
- Eine französische Forscherin an der Universität Zürich hat einige Besonderheiten der Wahlen in der Schweiz herausgefunden, wie sie im Interview von Samuel Jaberg erzählt.
- Sie haben Ihr Wahlmaterial erhalten und möchten an den Wahlen teilnehmen? Finden Sie hier heraus, wie Sie politisch ticken und wer auf Ihrer Linie liegt.
Einen anderen Aussenblick auf die Wahlen bietet heute unsere Kolumnistin.
Kommen wir gleich noch mal zurück auf die Krankenkassen: Die Sorgen und Nöte der Bevölkerung scheinen einen grossen Einfluss auf die Wahlen zu haben. Das schreibt unsere Politkolumnistin Sarah Bütikofer heute in ihrem Beitrag.
Allerdings hat sie auch festgestellt, dass die Prioritäten bei Ihnen, liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, etwas anders gewichtet sind. So betrachten Sie die Sorgen um die Krankenkassenprämien als etwas weniger wichtig als die Schweizer Bevölkerung, während Sie die Zuwanderung in die Schweiz als eine grössere Herausforderung einschätzen.
Da in der Schweiz diesen Herbst aber das Thema Krankenkassenprämien zuoberst auf der Sorgenliste stehe, vor Klimawandel und Zuwanderung, «dürfte keine einzelne Partei überproportional davon profitieren, dass dieses Problem die Stimmberechtigten so stark beschäftigt», so die Politologin. Denn in diesem Thema gelte keine Partei als die kompetenteste Kraft.
- Den Artikel von Sarah Bütikofer finden Sie hier.
- Die bisherigen Folgen unserer Serie «Der Aussenblick» finden Sie hier.
- In unserem Dossier zu den Wahlen 2023 finden Sie alles, was Sie dazu wissen müssen.
Mehr
Auf diesen Börsengang haben viele gespannt gewartet: Jetzt ist Sandoz wieder allein unterwegs.
Ab an die Börse! Sandoz, die ehemalige Generika-Sparte des Pharmariesen Novartis, steht seit heute auf eigenen Beinen. Der erste Handelstag begann mit einem Kurs von 24 Franken pro Aktie. Das ist leicht unter den Erwartungen von 26 bis 33 Franken.
Die Zukunft von Sandoz hängt von der Performance der Biosimilars in den USA ab. Diese Produkte sind biologische Nachahmer-Medikamente und könnten den Erfolg des Unternehmens stark beeinflussen.
Der Schritt markiert eine historische Veränderung für Novartis und Sandoz. Mit der Abspaltung setzt Novartis wieder auf sein Kerngeschäft. Während Sandoz sich als weltweit führendes Unternehmen für Generika und Biosimilars positionieren will, fokussiert sich Novartis auf innovative Medikamente in den Bereichen Herz-Kreislauf, Immunologie, Neurowissenschaften und Onkologie.
Disclaimer: Ich habe mir, da risikoscheu, keine Sandoz-Aktien gekauft 😉.
- Cash.ch liefert heute zum ersten Ausgabetag der Sandoz-Aktie einen Börsen-TickerExterner Link.
- Der Blick fragt: Was ist die Sandoz-Aktie wirklich wert?Externer Link
- Eine kurze ZusammenfassungExterner Link finden Sie bei Moneycab.ch.
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