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inneres einer Kirche mit Menschen beim Gottesdienst

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Viele Gläubige reagieren auf den grossen Missbrauchsskandal "mit den Füssen": Sie treten in Scharen aus der katholischen Kirche aus. Die Präsidentin der Zentralkonferenz dieser hierarchisch-männlichen Parallelstruktur hat eine klare Vorstellung, was sich ändern muss.

Herzliche Grüsse aus Bern

Frau, die an einer Medienkonferenz spricht
© Keystone/ Valentin Flauraud

«Es ist unbestritten so, dass viele Menschen der Kirche nicht mehr vertrauen,» sagt Renata Asal-Steger, Präsidentin der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz.

Die aktuelle Welle der Austritte müsste den hohen Repräsentanten der katholischen Kirche in der Schweiz nicht als Fingerzeig Gottes, sondern als knallharte Warnung der Schäfchen sein, wie fortgeschritten der Vertrauensverlust ist.

Dieser Vertrauensverslust ist die Reaktion auf eine Studie, in der die Autor:innen von der Universität Zürich nachweisen, dass das Ausmass an sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen durch katholische Priester grösser ist als bisher angenommen.

«Die Macht muss geteilt und alle Menschen gleichberechtigt werden, das Priesterbild und die Sexualmoral sind grundlegend zu hinterfragen,» fordert Renata Asal-Steger.

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Laptop und ein rotes Abstimmungsbüchlein
Keystone / Gian Ehrenzeller

An den kommenden Wahlen können erstmals Menschen mit Sehbehinderung ohne fremde Hilfe teilnehmen.

E-Voting machts möglich: Menschen mit Sehbehinderungen können in der Schweiz per Mausklick wählen – vorerst als Versuch in den drei Kantonen Basel-Stadt, Thurgau und St.Gallen.

E-Voting ist in diesem Test auf rund 65’000 Stimmberechtigte beschränkt: Auf Schweizer:innen im Ausland, Einwohner:innen von fünf Pilotgemeinden sowie – allerdings nur in Basel-Stadt – für alle Menschen mit Behinderungen.

Für viele Angehörige der letzten Gruppe war diese Gleichstellung längst überfällig.

Bei erfolgreichem Verlauf können die Versuche auf andere Kantone ausgeweitet werden.

Die Direktorin von Swiss Community lobt, dass dank E-Voting nun Auslandschweizer:innen politisch teilhaben können, die bisher infolge chronischer Verspätungen der Postdienste in ihren Wohnländern ausgeschlossen waren.

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Schachtel mit Ozempic, dem Medikament für Diabetes-Patient:innen.
Copyright 2023 The Associated Press. All Rights Reserved.

Hohe Medikamentenpreise tragen das ihrige bei zur jüngsten Kostenexplosion im Schweizer Gesundheitswesen. Fragwürdige Hypes haben Konsequenzen der etwas anderen Art.

Abnehmen geht jetzt gewissermassen im Schlafwagen. Ernährung anpassen, weniger essen oder gar Sport treiben? Nein danke! Wenn es doch easy mit Ozempic geht.

Es ist dies ein Medikament gegen Diabetes. Wer ein solches nimmt, kann bis zu 15% des Körpergewichts verlieren.

Influencer:innen und Gesundheitsgurus preisen auf Social Media Diabetes-Medikamente als neue Glücksbringer an.

Das Ganze hat einen Haken: Das Angebot wird knapp. Nun suchen die Apotheken nach Wegen, um sicherzustellen, dass jene Diabetes-Medis wie Ozempic erhalten, die dringend darauf angewiesen sind: Menschen mit Diabetes.

Den Herstellern kann das egal sein, sind ihnen doch Milliardenumsätze sicher.

Junger Mann, der ein Strassengeländer hinunter gleitet
Instagram / Andri Ragettli

Er ist ein Akrobat erster Güte: Der Bündner Freeskier Andri Ragettli. Sein neuster Streich liefert er nicht auf Schnee ab, sondern auf Eisen.

Ein irrer Gleichgewichts-Parcours durch ein Zimmer, dessen Holzwand plötzlich fällt und zum riesigen Snowboard wird, auf dem Ragettli einen Berghang hinuntergleitet: Dies ist nur eines von zig Videos des Bündners, die im Internet von Millionen Menschen angeschaut werden.

Sein Stunt für diesen Herbst: Ragettli gleitet bei strahlendem Sonnenschein ein 50 Meter langes Strassengeländer – pardon, ein Rail – hinunter.

Das nicht auf Skis oder einem Snowboard, sondern auf weissen Sneakern. Dafür griff er auf Öl als Gleitmittel zurück.

Für den Stunt musste der Weltmeister und mehrfache Sieger der X Games an seine Grenzen gehen: Über 450 Versuche waren nötig, bis Ragettli die Strecke ohne Abwurf schaffte.

Was viele für einen «nutzlosen» Gag halten mögen, ist für den Athleten aber eine Herausforderung, die ihn physisch und mental weiterbringt.

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