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Polizisten suchen einen Gegenstand in einer akkurat geschnittenen Hecke

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Es war keine Übung, aber glücklicherweise nur ein falscher Alarm. Heute Mittag musste in Bern das Bundeshaus evakuiert werden. Im Regierungsviertel wurden zwei verdächtige Gegenstände gefunden.

Herzliche Grüsse aus Bern

Polizeiwagen und viele Menschen in der Bundesgasse
Keystone / Peter Schneider

Heute Mittag musste das Bundeshaus evakuiert werden.

Und nicht nur das: Auch weitere Gebäude wurden evakuiert, darunter auch das Medienzentrum. Das Gebiet um das Parlamentsgebäude wurde grossräumig abgesperrt. Die Landesregierung (Bundesrat) begab sich in Begleitung von drei Polizisten zu Fuss in Richtung Bahnhof, wie der Blick berichtete.

Der Grund waren wurden zwei verdächtige Gegenstände in der Nähe der Regierungsgebäude. Um 14:30 konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden, die Gegenstände erwiesen sich als ungefährlich.

In letzter Zeit haben sich solche Vorfälle gehäuft. Erst am 5. Oktober war der Bundesplatz wegen eines verdächtigen Gegenstands vorübergehend abgesperrt worden. Dieser erwies sich damals als ungefährlich. Es handelte sich um ein grösseres Couvert.

Und im Februar war es zu einem gravierenderen Vorfall gekommen, als ein Mann in Kampfmontur ins Bundeshaus eindringen wollte. Später stellte sich heraus, dass er psychisch instabil und letztlich ungefährlich war.

Gotthard-Strassentunnel: Risse in der Decke
Astra

Das sorgt auch für Schlagzeilen im Ausland: Am Gotthard-Strassentunnel wird wieder gebohrt.

Seit heute bohren sie wieder. Weil im Gotthard-Strassentunnel am 10. September Risse in der Decke entdeckt wurden, sind die Bauarbeiten für die zweite Röhre unterbrochen worden. Nun konnten die Vortriebsarbeiten heute wieder beginnen.

Die Arbeiten waren auf Eis gelegt worden, weil zuerst nicht sicher war, ob die Risse in der Decke einen Zusammenhang mit den Sprengarbeiten in der zweiten Röhre auf gleicher Höhe haben könnten. Das schliesst das zuständige Bundesamt mittlerweile aus, obwohl immer noch nicht ganz klar scheint, wie die Risse entstanden sind.

Der Grund war jedenfalls kein tektonisches Ereignis wie ein Erdbeben sowie ein direkter Zusammenhang mit den Sprengungen, wie das Bundesamt betont. Denn zwischen der letzten Sprengung und dem Schadenereignis hätten über 50 Stunden gelegen. Die Reparaturarbeiten an der Decke kosteten zwei Millionen Franken.

Fussballfans mit Pyros
Keystone / Martin Ruetschi

Im Kampf gegen Gewalt um Fussballspiele kam die Schweiz in zehn Jahren nicht weit.

Weniger Gewalt in den Stadien, dafür mehr ausserhalb: Dieses Fazit lässt sich aus einer Studie zur Fangewalt bei Fussballspielen ziehen. Ein so genanntes Hooligan-Konkordat sollte die Situation beruhigen. Doch die Bilanz nach zehn Jahren ist ernüchternd.

Die Untersuchung der Universität Bern zeigt immer noch eine relativ stabile Anzahl von Fussballspielen mit gewaltsamen Ereignissen. Besonders das Verbot von Fahnen, Transparenten und Alkohol in Stadien bringe wenig, heisst es.

Die Evaluierenden des Hooligan-Konkordats machen schliesslich einen überraschenden Vorschlag, wie es zu weniger Ausschreitungen kommen könnte: Pyrotechnik sollte nicht mehr als Gewalt definiert werden. Ob das realistisch ist oder nur die Statistik verbessern würde, sei dahingestellt.

Bauarbeiter auf einer Baustelle
Keystone / Peter Klaunzer

Immer öfter werden auch Männer Opfer von Menschenhandel.

Die Ausbeutung der Arbeitskraft nimmt in der Schweiz zu. Das melden die vier in der Schweiz tätigen Fachstellen zur Beratung und Hilfe für Opfer von Menschenhandel, die «Plateforme Traite». Vermehrt gehören auch Männer zu den Betroffenen.

Während der Anteil von Männern untern den identifizierten Opfern von Menschenhandel 2019 bei 9% lag, stieg dieser Wert im letzten Jahr auf 23%. Dies gehe vor allem darauf zurück, dass die Fachstellen nun auch bei Männern genauer hinschauen würden. Denn lange sei in der Schweiz der Menschenhandel vor allem mit Prostitution und Ausbeutung von Frauen in Verbindung gebracht worden, zitiert der Tages-Anzeiger eine Expertin.

Bei Männern geht es speziell um die Ausbeutung ihrer Arbeitskraft. Sei dies in Privathaushalten, in der Gastronomie und im Baugewerbe. Oder, dass sie zu illegalen Handlungen wie Diebstahl oder Drogenschmuggel gezwungen werden.


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