Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Nun ist sie da, die erste Kandidatur der Grünen für einen Bundesratssitz. Der Freiburger Nationalrat Gerhard Andrey stellt sich auf.
Freundliche Grüsse aus Bern
Gerhard Andrey: Erste grüne Kandidatur für den Bundesrat lanciert.
Zunächst wollten sie nicht, da sie unter der 10%-Marke fielen. Als dann die nachträgliche Korrektur die Grünen auf 9,8% der Gesamtstimmen hob, fiel der Entschluss: Die Partei will in den Bundesrat. Und heute kündigte der Freiburger Nationalrat Gerhard Andrey (47) seine Kandidatur an.
Damit wollen die Grünen explizit der FDP einen Platz wegnehmen – ob das klappt, ist allerdings fraglich: Die Kandidatur wird aus aussichtslos eingestuft, bisher hat sich auch niemand anders von der Partei zur Verfügung stellen wollen. Aber aus strategischen Gründen muss die Partei offensiv agieren – denn wer keinen Willen zur Macht zeigt, bekommt sie meist auch nicht.
Im Dezember ist auch die Stelle des Bundeskanzlers neu zu besetzen: Der Vizekanzler Viktor Rossi (55) wird von den Grünliberalen postiert. Die GLP hat massiv bei den Wahlen verloren, mit einem Bundeskanzler wäre sie aber dennoch an der Regierung angehängt – wenn auch ohne Mitspracherecht.
- Hier finden SieExterner Link den Beitrag vom Blick.
- Der Bundesrat-TickerExterner Link der Aargauer Zeitung – alle Entwicklungen laufend aktualisiert.
- Weshalb die Grünen keine Chance haben, aber dennoch antreten müssen – die SRF-AnalyseExterner Link.
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Schweizer Exporte – und wie sie anderen Ländern zur Waffenherstellung dienen.
Ein gern geteiltes Narrativ geht so: Der Westen liefere Waffen an autokratische Regime, die sie gegen die eigene Bevölkerung oder andere Staaten einsetze. Was dabei ausgeblendet wird – und manchmal fast wichtiger ist: Wie Maschinen exportiert werden, die zur Herstellung von Waffen benutzt werden.
Auch die Schweiz tut das. Die Maschinenindustrie exportiert in die ganze Welt, sie ist eines der wichtigsten Standbeine der Exportnation Schweiz. Der Tages-Anzeiger hat einen Mann porträtiert, der in einer Bieler Firma arbeitete, die Fräsmaschinen nach Russland exportierte, die mutmasslich für die Herstellung von Kalaschnikows verwendet werden.
Das ist nicht verboten und fällt auch nicht unter die Sanktionen. Es zeigt aber auf, wie komplex unsere Welt ist – Lieferketten, Arbeitsteilung, Dual-Use-Güter: es ist oft nicht möglich, missbräuchliche Verwendungen im Vorfeld auszuschliessen.
- Lesen Sie hierExterner Link den Beitrag der Berner Zeitung. (Paywall)
- Wie Schweizer Mikrochips in russische Kampfdrohnen kommen – unser Beitrag von letztem Frühling.
Doppelnamen sollen in der Schweiz wieder erlaubt sein.
Vor zehn Jahren wurde beschlossen, dass Mann und Frau nach der Trauung ihren jeweiligen Nachnamen behalten können sollen. Oder einen gemeinsamen Namen finden. Auf jeden Fall nicht einen Doppelnamen führen können, wie es zuvor möglich war.
Das soll sich wieder ändern: Im Parlament wird gerade beraten, wie eine Gesetzesrevision gemacht werden kann. Denn in den letzten zehn Jahren nahmen drei Viertel aller Ehefrauen den Namen ihres Ehemannes an – umgekehrt waren es zwei Prozent. So hatte sich das Parlament das nicht vorgestellt.
Künftig soll also die Namenssetzung möglichst flexibel gehandhabt werden. Auch für die Kinder ist das natürlich wichtig – und die Anpassung soll auch für bereits Verheiratete gelten. Die neue Regelung kann frühesten 2025 in Kraft treten.
- Hier finden SieExterner Link den Bericht des Tages-Anzeigers mit weiteren Details.
- Wie wurde damals argumentiert? Hier finden Sie eine Meldung von 2011, die die Motivation des Parlaments zusammenfasste.
Keine Swiss-made-Konfitüre mehr: Hero schliesst Werk in Lenzburg und entlässt 48 Mitarbeitende.
Sie sind eine süsse Portion Swissness, die man an Hotelbuffets auf der ganzen Welt findet: Die Konfitüren der Hero, made in Switzerland, hergestellt in der Fabrik der Traditionsfirma Hero in Lenzburg (AG).
Damit ist jetzt Schluss. Die Hero schliesst das Konfitürenwerk, 48 Personen verlieren ihren Job. Das Werk im Aargau sei nie ausgelastet gewesen, teilt die Hero mit. 2011 wurde das neue Produktionsgebäude eröffnet, es wurde zusammen mit einem neuen Bürogebäude für 35 Millionen Franken gebaut. Der internationale Hauptsitz von Hero soll in Lenzburg bleiben.
Die Hero ist nicht nur für ihre Konfitüren, sondern auch für Konserven bekannt. 1886 wurde in der Fabrik die erste Dose mit Erbsli gefüllt. Neben der Konfitüre und den Konserven gehören auch die Dosenravioli der Hero zum kulinarischen Gedächtnis der Schweiz. (jgl)
- Die Hero schliesst ihre letzte Produktionsstätte in der Schweiz – Artikel in der Aargauer ZeitungExterner Link.
- Das Rezept der Hero-Ravioli ist seit 75 Jahren unverändert – Bericht von SRFExterner Link.
- Die Geschichte der Büchsenravioli – Blick zurück von WatsonExterner Link.
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