Heute in der Schweiz
Liebe Schweizer:innen im Ausland
Wintereinbruch in der Schweiz, Schnee bis ins Flachland. Das mag die Unterstützer:innen der Olympischen Spielen 2030 in der Schweiz heute kaum trösten: Das Alpenland ist im Bewerbungsverfahren ausgeschieden.
Freundliche Grüsse
Schweizer Olympia-Pläne für 2030 sind geplatzt – eine spätere Austragung rückt in den Fokus.
Die Schweiz ist bei seiner Kandidatur um die Olympischen Spiel 2030 aus dem Rennen. Das Internationale Olympische Komitee (IOK) verweigert dem Schweizer Projekt den Eintritt in die nächste Bewerbungsphase. Die französische Kandidatur wird ziemlich sicher erfolgreich sein und die Spiele 2030 in mit den beiden Regionen Auverge-Rhône-Alpes und Provences-Alpes-Côte d’Azur ausrichten können.
Offiziell vergeben werden die Winterspiele 2030 und 2034 im nächsten Jahr unmittelbar vor den Sommerspielen in der französischen Hauptstadt. Die Austragung 2034 geht mit grosser Wahrscheinlichkeit an Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah. Von dort kommt die einzige Kandidatur, die im Bewerbungsverfahren weitergekommen ist. Salt Lake City hat die Olympischen Winterspiele bereits 2002 ausgerichtet.
Urs Lehmann, Präsident Swiss Ski und Hauptinitiant der Schweizer Bewerbung, gab gegenüber dem Tages-Anzeiger zu, im ersten Moment «enttäuscht gewesen» zu sein. Er sagt jedoch: «Ganz rational gesehen, haben wir mehr erreicht, als wir erwarten durften. Wir sind auf dem besten Weg, die Spiele in die Schweiz zu holen, wir haben es in unseren Händen, und wir dürfen es nicht mehr weggeben.» Die Schweiz kann sich Chancen für die Austragung im Jahr 2038 ausmalen.
- IOC bevorzugt Frankreich – der Beitrag von SRF NewsExterner Link.
- Olympia wird für die Schweiz zum GeduldsspielExterner Link – aus dem Tages-Anzeiger (Paywall).
- Kommentar zum Olympia-EntscheidExterner Link – ebenfalls aus dem Tages-Anzeiger.
Mehr
Heute haben die Cop-28-Klimagespräche in Dubai begonnen.
Mehr als 190 Länder sind heute in Dubai zu den jährlichen Klimagesprächen der Vereinten Nationen zusammengekommen. Ziel der Gespräche ist es, die weltweiten Emissionen einzudämmen und die vom Klimawandel am stärksten betroffenen Länder zu unterstützen. Die Konferenz dauert zwei Wochen.
Am Ende des voraussichtlich wärmsten Jahres, das die Erde je erlebt hat, und angesichts der Warnungen der Wissenschaft vor weiteren Klimaauswirkungen müssen sie Wege finden, um die Erde wieder auf Kurs zu bringen und die vereinbarten Klimaziele zu erreichen. «COP28 muss ein klarer Wendepunkt sein», sagt dementsprechend Simon Stiell, Exekutivsekretär des UN-Klimasekretariats.
Aus Bern wurde ein neuer Unterhändler in die Verhandlungen entsandt. Felix Wertli folgt auf Franz Perrez, der seit 2010 für die Schweiz übers Klima verhandelte. Ernannt wurde Wertli nur wenige Monate nach der Wahl von Albert Rösti von der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) als Umweltminister. Die SVP hatte sich unter anderem gegen das Schweizer Klimaschutzgesetz eingesetzt, das im Sommer in einer Volksabstimmung angenommen wurde. Wertli versichert, dass sich die Schweizer Prioritäten bei den Klimaverhandlungen durch den neuen Minister nicht verschieben werden.
- Unser Artikel zum Start der Klimagespräche in Dubai.
- Schweiz gibt sich optimistisch für Uno-Weltklimakonferenz in Dubai – der Bericht auf bluewin.chExterner Link
- Kann ein Staat, der mit dem Verkauf klimaschädlicher fossiler Brennstoffe reich geworden ist, glaubwürdig als Gastgeber einer Klimakonferenz sein? – Lesen Sie es auf SRF newsExterner Link.
Gleich zwei Schweizer Städte auf dem Podest der teuersten Städte der Welt.
Die Schweiz ist ein teures Pflaster. Dies bestätigt einmal mehr das Ranking der Economist Intelligence Unit (EIU), die zweimal jährlich die Preise von über 400 Produkten und Dienstleistungen in 173 Städten erhebt und in US-Dollar umrechnet. Gemäss dem britischen Magazin Economist führt Zürich zusammen mit Singapur die Liste der teuersten Städte der Welt an.
Es folgen Genf und New York (je Rang 3), Hongkong (Rang 5), Los Angeles (Rang 6), Paris (Rang 7), Kopenhagen und Tel Aviv (je Rang 8) sowie San Francisco (Rang 10). Der Spitzenplatz Zürichs sei zum Teil auf den starken Franken zurückzuführen, wie auf SRF zu lesen ist. Aber auch hohe Preise, etwa für Lebensmittel oder Freizeitaktivitäten, spielen eine Rolle.
Wenig erstaunlich: Die russischen Städte Moskau (Rang 142) und St. Petersburg (Rang 147) gehören zu den Städten, die aufgrund der Rubelschwäche infolge der Sanktionen wegen des Krieges in der Ukraine am meisten Plätze verloren haben. Die günstigste Stadt ist gemäss Ranking die syrische Hauptstadt Damaskus (Rang 173). Vor ihr liegen die iranische Hauptstadt Teheran (Rang 172) und die libysche Hauptstadt Tripolis (Rang 171). Und wie sieht es in Ihrer Stadt aus?
- Hier geht es zum EIU-Report auf EnglischExterner Link.
- SRFExterner Link und auch 20 MinutenExterner Link haben berichtet.
- Warum ist die Schweiz so teuer? Ein Artikel aus unserem Archiv.
- Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind im internationalen Vergleich besonders hoch – lesen sie hier mehr.
Mehr
Dialog: Darf man heute noch sagen, was man denkt?
Ob es um Corona, den israelisch-palästinensischen Krieg oder den Klimawandel geht: Die Diskussionen scheinen im Allgemeinen immer schärfer zu werden. Auch in der Schweiz werden die Töne rauer, Drohungen gegen Volksvertreter:innen nehmen zu. Hinzu kommen die sozialen Medien, in denen sich auch extreme Meinungen noch verstärken. Haben wir verlernt, miteinander zu sprechen?
Eine SRG-Umfrage, an der sich über 57’000 Personen beteiligt haben, zeigt, dass sich die Menschen in der Schweiz mehr Toleranz gegenüber anderen Meinungen wünschen, gleichzeitig aber das Gefühl haben, dass die Bevölkerung zu leicht beleidigt ist. Was meinen Sie dazu?
Auf «dialog» haben wir Ihnen eine Auswahl an Artikeln zum Thema aus allen Bereichen der SRG (SWI swissinfo.ch, SRF, RTS, RSI und RTR) zusammengestellt und in die vier Landessprachen sowie auf Englisch übersetzt. Bilden Sie sich eine Meinung und diskutieren Sie auf der zugehörigen Debattenplattform mit.
- Diskutieren Sie mit.
- Entdecken Sie das Beste an Reportagen und HintergründenExterner Link. Und diskutieren Sie darüber mit der ganzen Schweiz, ohne Sprachbarrieren.
- Globaler Stresstest für die Meinungsfreiheit – lesen Sie unseren Fokus.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards