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die amtierenden Bundesräte

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Draussen weht ein kühler Wind, aber im Bundeshaus geht es heiss zu und her: Für die Bundesratswahlen werden politische Manöver ausgeheckt und Geheimpläne geschmiedet.

Herzliche Grüsse aus Bern

Techniker:innen üben die Vereidigung der neuen Bundesräte im Bundeshaus.
© Keystone / Alessandro Della Valle

Bundesratswahlen: Was, wenn keiner der beiden SP-Kandidaten gewählt wird?

Morgen in einer Woche, am 13. Dezember, finden die Bundesratswahlen statt. Und es knistert momentan ziemlich unter der Bundeshauskuppel. Es wird spekuliert, Szenarien werden durchgespielt, mögliche Sprengkandidaten diskutiert. So spannend war eine Bundesratswahl schon lange nicht mehr.

Die SP hat mit Jon Pult und Beat Jans zwei Kandidaten für die Nachfolge von Alain Berset nominiert. Doch was ist, wenn keiner der beiden gewählt wird? 20 Minuten hat heute mehrere Szenarien beschrieben, bei denen sich eine andere Partei den freiwerdenden Sitz schnappen könnte.

In die Nähe der Realität kommt jedoch nur ein Szenario: Statt der nominierten Kandidaten wird der aktuelle Zürcher SP-Ständerat Daniel Jositsch gewählt. SVP-Übervater Christoph Blocher, selbst abgewählter Bundesrat, hat aufgerufen, Jositsch zu wählen und damit ein Schweizer Tabu gebrochen.

Sitzung des Auslandschweizerrats
© Keystone / Gian Ehrenzeller

Krankenkasse, Kasse, Kongress: Diese Themen hat der Auslandschweizerrat an seiner Sitzung besprochen.

Der Auslandschweizerrat vertritt die Interessen der Fünften Schweiz gegenüber den Behörden und im öffentlichen Leben in der Schweiz. Der Rat tagt regelmässig, seine Mitglieder sind in der Regel nicht gewählt, sondern werden von Schweizervereinen oder Dachorganisationen entsandt. Eine Arbeitsgruppe will dies ändern und hat an der Sitzung des Auslandschweizerrats vom Samstag erste Resultate präsentiert.

Andreas Feller-Ryf, Auslandschweizer aus Grossbritannien und Initiator des Projekts, stellt ein neues System vor: Ein hybrides Modell soll einen demokratischeren Rat garantieren, einige Delegierte sollen gewählt, andere ernannt werden.

An der Sitzung wurde eine Bandbreite von Themen diskutiert, von der Krankenkassen für Auslandschweizer:innen über das Defizit im Budget bis zum Datum des nächsten Auslandschweizer-Kongresses, der neu im Juli, statt August stattfindet.

  • Lesen Sie hier in unserer Zusammenfassung mit allen wichtigen Punkten der Sitzung, zum Beispiel, warum der Auslandschweizerrat das Datum des Kongresses vorverlegt hat.
  • Und wie geht es weiter mit der Schweiz und der EU? In unserer neuen Folge «Let’s Talk» diskutiert mein Kollege Balz Rigendinger mit drei neugewählten Mitgliedern des Nationalrats die ungelöste Europa-Frage.
  • Und wir haben noch etwas für Sie: In unserem Adventskalender öffnen wir jeden Tag ein Türchen und präsentieren Ihnen einen spannenden Schweizer Film. Im heutigen Film geht es um die Segelregatta Bol d’Or Mirabaud auf dem Genfersee, die 2019 einigen Teilnehmenden beinahe das Leben kostete.
Fast 60 Jahre herrschte in der Schweiz das Bierkartell.
Keystone / Str

Als das Schweizer Bierkartell den Denner-Gründer zum Schäumen brachte.

Gibt es in dem Land, in dem Sie leben, eine rege Bierbraukultur? Anfang Jahr reiste ich durch Neuseeland, dort hat gefühlt jeder kleinste Ort seine Mikrobrauerei.

Auch in der Schweiz gibt es immer mehr kleine Brauereien, die mit Geschmäckern und bunten Etikettendesigns experimentieren. Bis in die 1990er-Jahre wäre so etwas undenkbar gewesen. Denn bis 1992 bestimmte in der Schweiz das Bierkartell, wer zu welchem Preis welches Bier verkaufen konnte.

1935 begann die Zeit des Bierkartells, an dem die grossen Brauereien Hürlimann, Feldschlösschen und Cardinal sowie alle kleineren Hersteller beteiligt waren. Der Schweizerische Bierbrauerverein hatte die Zügel in der Hand, wer ein neues Bier lancieren wollte, musste beim Verein eine Genehmigung einholen. Ab Mitte der 1960er-Jahre begann der Gründer des Discounters Denner – er war natürlich auf bessere Einkaufspreise respektive höhere Profite aus – kräftig am Kartell zu rütteln. Doch es sollte noch Jahrzehnte dauern, bis es definitiv fiel.

  • Wie die Dumping-Bierpreise des Denner-Gründers das Schweizer Bierkartell zum Einstürzen brachten – Artikel in der NZZExterner Link.
  • Der Denner-Gründer ging bis vor Bundesgericht, wo es zu einem wegweisenden Urteil kam, wie Sie in dieser PodcastfolgeExterner Link des Juristen Phil Baumann hören können.
  • Nicht nur das Bier wurde in der Schweiz reglementiert. Die Käseunion sorgte dafür, dass die Schweizer:innen genug Käse hatten und organisierten Verkauf und Export – Blogbeitrag des Nationalmuseums.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Anand Chandrasekhar

Gibt es etwas in Bezug auf Lebensmittel oder Landwirtschaft, das Sie neugierig oder besorgt macht?

Es gibt so viel Auswahl beim Lebensmittelkauf, aber wie soll man seine Entscheidungen treffen?

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Leeres Klassenzimmer
© Keystone / Georgios Kefalas

Resultate der Pisa-Studie: Ein Viertel der Schweizer Schüler:innen hat nur rudimentäre Lesekompetenzen.

Die Ergebnisse der neuen Pisa-Studie sind da. Die Schweizer Schüler:innen wurden in den Bereichen Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften getestet. Das Erfreuliche zuerst: Die Schweiz liegt bei allen drei Disziplinen über dem Durchschnitt der OECD-Länder.

Bei der Mathematik erreichten die Schüler:innen ein sehr gutes Resultat, wenn auch leicht rückläufig. Bei den Naturwissenschaften sind die Schweizer:innen ebenfalls überdurchschnittlich gut. Doch betrachtet man das Resultat genauer, wird ersichtlich, dass fast ein Fünftel das Mindestniveau nicht erreicht.

Bei der Lesekompetenz ist es gar ein Viertel der Schweizer Schüler:innen, welche die Mindestkompetenz nicht vorweisen kann. Diese Schüler:innen verfügen bestenfalls über «rudimentäre Lesekompetenzen», wie die Aargauer Zeitung schreibt. Diese Zahl ist seit Jahren gleich, Lösungen gibt es keine, beziehungsweise sie wirkten nicht, heisst es in der Studie.

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