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ein Bus in den 60er-Jahren in Winterthur

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Heute geht es im Briefing um verschiedene Bundesräte, Wölfe mit überraschender Schonfrist, verschmähte Ricola-Bonbons und einen Schweizer Fotografen mit kommunistischer Vergangenheit.

Herzliche Grüsse aus Bern

Arbeiter in der Maschinenfabrik Bell-Escher Wyss, Kriens, 1994
ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Bärtschi, Hans-Peter

Zürcher Industriehistoriker: Im ETH-Archiv sind 260’000 Fotos von Hans-Peter Bärtschi öffentlich zugänglich.

Hans-Peter Bärtschi hat der Schweiz ein Vermächtnis von grossem Wert hinterlassen: 260’000 Fotos, auf denen er die Schweizer Industriegeschichte dokumentiert hat. Die Sammlung befindet sich heute im Bildarchiv der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), wo sie für die Öffentlichkeit online zugänglich ist.

Aufgewachsen in Winterthur, einem Industrie-Hotspot in der Schweiz, hat Bärtschi schon früh begonnen, Fabriken und Maschinen abzulichten. Dabei wurde er ungewollt zum Chronisten eines Niedergangs.

Hans-Peter Bärtschi war auch über seine fotografische Tätigkeit heraus ein spannender Zeitgenosse, mit Betonung auf Genosse. Der Architekt war fast zwanzig Jahre lang Mitglied einer kommunistischen Splitterpartei.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Gibt es in Ihrer Nähe im Ausland Orte mit Schweizer Geschichte?

Kennen Sie Orte, Gebäude, Kunstobjekte in Ihrem Aufenthaltsland, die eng mit der Schweizer Auswanderungsgeschichte verbunden sind?

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das Bundeshaus bei Nacht
Keystone

Wie viele neue Bundesräte werden morgen gewählt?

Der morgige Tag wird in der Schweiz mit Spannung erwartet, denn dann wird ein neuer Bundesrat gewählt. Voraussichtlich. Theoretisch könnten es auch mehrere sein, diese Szenarien sind unwahrscheinlich, aber möglich wäre es.

Denn die Zauberformel scheint zu wackeln. Auf der SRG-Plattform «dialog» ist eine Mehrheit der User:innen der Meinung, dass die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) kein Anrecht auf zwei Sitze habe. «Wie kann eine Partei, die kaum mehr als 14 Prozent der Wählerschaft ausmacht, zwei von sieben Sitzen im Bundesrat besetzen?», fragt beispielsweise «Chroniqueur Romanesque».

Und die Person hat auch eine Idee, an wen der zweite Sitz der FDP fallen soll: die Grünen. «Warum sollte eine Partei, die fast zehn Prozent der Wählerschaft ausmacht, nicht eher einen Sitz bekommen?» Dieser Kommentar erhielt die meisten positiven Reaktionen in der Community. Und was ist Ihre Meinung zur Sitzverteilung im Bundesrat? Diskutieren Sie mit uns auf «dialog»!

ein kranker Mann
Keystone / Andreas Gebert

Die Schweiz wird von einer Corona-Welle heimgesucht.

Zwei rote Striche auf dem Teststreifen: Covid positiv, ab ins Bett. So ging es letzte Woche einem Freund von mir, und er ist nicht allein: Die Schweiz befindet sich aktuell mitten in einer starken Covid-Welle.

Die Corona-Viren sind so zahlreich unterwegs, dass es momentan zu massivmehr Covid-19-Infektionen als zu Grippeansteckungen kommt, berichtet SRF. Auf sieben Grippekranke kommen 45 Covid-Fälle.

Wie bei vorherigen Wellen hat die aktuelle Covid-19-Welle ihren Anfang im Sommer. Sie wird seit August verzeichnet, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Anand Chandrasekhar

Gibt es etwas in Bezug auf Lebensmittel oder Landwirtschaft, das Sie neugierig oder besorgt macht?

Es gibt so viel Auswahl beim Lebensmittelkauf, aber wie soll man seine Entscheidungen treffen?

36 Kommentare
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Wolf
Keystone

Was ein Bonbon von Ricola und der Bündner Wolf gemeinsam haben. Es ist nicht die alpine Herkunft.

Gleich von zwei Flops habe ich heute Morgen in den Zeitungen gelesen. Der erste betrifft SVP-Bundesrat Albert Rösti. «Röstis Wolfsjagd wird zum Flop», titelt der Tages-Anzeiger. Wie ich hier im Briefing vor gut zwei Wochen berichtet habe, hat Röstis Bundesamt für Umwelt dem Abschuss von 12 Wolfsrudeln zugestimmt.

Doch nun ist im Kanton Graubünden die Jagd auf die Wölfe verboten worden. Beschwerden von Naturschutzverbänden haben dazu geführt, dass die Jagd auf fünf Rudel um mindestens ein Jahr verzögert wird.

Der zweite Flop betrifft Ricola. Wie CH Media berichtet, hat die Schweizer Traditionsfirma ein Produkt aus dem Sortiment genommen, weil es nicht gut gelaufen ist. «Der flüssige Flop» nannte der Journalist die Bonbons, da sie mit einem Sirup gefüllt waren.

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