Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Heute geht es im Briefing um verschiedene Bundesräte, Wölfe mit überraschender Schonfrist, verschmähte Ricola-Bonbons und einen Schweizer Fotografen mit kommunistischer Vergangenheit.
Herzliche Grüsse aus Bern
Zürcher Industriehistoriker: Im ETH-Archiv sind 260’000 Fotos von Hans-Peter Bärtschi öffentlich zugänglich.
Hans-Peter Bärtschi hat der Schweiz ein Vermächtnis von grossem Wert hinterlassen: 260’000 Fotos, auf denen er die Schweizer Industriegeschichte dokumentiert hat. Die Sammlung befindet sich heute im Bildarchiv der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), wo sie für die Öffentlichkeit online zugänglich ist.
Aufgewachsen in Winterthur, einem Industrie-Hotspot in der Schweiz, hat Bärtschi schon früh begonnen, Fabriken und Maschinen abzulichten. Dabei wurde er ungewollt zum Chronisten eines Niedergangs.
Hans-Peter Bärtschi war auch über seine fotografische Tätigkeit heraus ein spannender Zeitgenosse, mit Betonung auf Genosse. Der Architekt war fast zwanzig Jahre lang Mitglied einer kommunistischen Splitterpartei.
- Lesen Sie hier in unserem Artikel, wie das gewaltige Bildarchiv von Hans-Peter Bärtschi entstanden ist – Eindrücke inklusive.
- HierExterner Link finden Sie das Bildarchiv der ETH.
- Das Postauto, ein Stück Industriegeschichte in Gelb – Artikel aus dem SWI-Archiv.
- Momentan macht jedoch auch die Post schwierige Zeiten durch: 4000 Zusteller:innen verlieren ihren Job – Artikel im BlickExterner Link.
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Wie viele neue Bundesräte werden morgen gewählt?
Der morgige Tag wird in der Schweiz mit Spannung erwartet, denn dann wird ein neuer Bundesrat gewählt. Voraussichtlich. Theoretisch könnten es auch mehrere sein, diese Szenarien sind unwahrscheinlich, aber möglich wäre es.
Denn die Zauberformel scheint zu wackeln. Auf der SRG-Plattform «dialog» ist eine Mehrheit der User:innen der Meinung, dass die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) kein Anrecht auf zwei Sitze habe. «Wie kann eine Partei, die kaum mehr als 14 Prozent der Wählerschaft ausmacht, zwei von sieben Sitzen im Bundesrat besetzen?», fragt beispielsweise «Chroniqueur Romanesque».
Und die Person hat auch eine Idee, an wen der zweite Sitz der FDP fallen soll: die Grünen. «Warum sollte eine Partei, die fast zehn Prozent der Wählerschaft ausmacht, nicht eher einen Sitz bekommen?» Dieser Kommentar erhielt die meisten positiven Reaktionen in der Community. Und was ist Ihre Meinung zur Sitzverteilung im Bundesrat? Diskutieren Sie mit uns auf «dialog»!
- Ist der zweite FDP-Sitz noch gerechtfertigt? Artikel von SRF mit Link zu «dialog».Externer Link
- Unser Video erklärt, wie die Zauberformel funktioniert.
- Einer von ihnen wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gewählt: Jon Pult oder Beat Jans. Der Tages-Anzeiger hat sie und ihre Einflüsterer über mehrere Wochen begleitetExterner Link.
- Testen Sie Ihr Wissen über die Wahlen von morgen: Quiz von 20 Minuten.Externer Link
- So laufen die Bundesratswahlen ab: Übersicht auf der Seite des Bunderats.Externer Link
Die Schweiz wird von einer Corona-Welle heimgesucht.
Zwei rote Striche auf dem Teststreifen: Covid positiv, ab ins Bett. So ging es letzte Woche einem Freund von mir, und er ist nicht allein: Die Schweiz befindet sich aktuell mitten in einer starken Covid-Welle.
Die Corona-Viren sind so zahlreich unterwegs, dass es momentan zu massivmehr Covid-19-Infektionen als zu Grippeansteckungen kommt, berichtet SRF. Auf sieben Grippekranke kommen 45 Covid-Fälle.
Wie bei vorherigen Wellen hat die aktuelle Covid-19-Welle ihren Anfang im Sommer. Sie wird seit August verzeichnet, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt.
- Wer jetzt in der Schweiz krank ist, hat vermutlich Corona – Bericht von SRFExterner Link.
- Die aktuellen Zahlen des BundesExterner Link zu Covid-19 in der Schweiz.
- Das waren die häufigsten Todesursachen im Jahr 2022 – Artikel von WatsonExterner Link.
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Was ein Bonbon von Ricola und der Bündner Wolf gemeinsam haben. Es ist nicht die alpine Herkunft.
Gleich von zwei Flops habe ich heute Morgen in den Zeitungen gelesen. Der erste betrifft SVP-Bundesrat Albert Rösti. «Röstis Wolfsjagd wird zum Flop», titelt der Tages-Anzeiger. Wie ich hier im Briefing vor gut zwei Wochen berichtet habe, hat Röstis Bundesamt für Umwelt dem Abschuss von 12 Wolfsrudeln zugestimmt.
Doch nun ist im Kanton Graubünden die Jagd auf die Wölfe verboten worden. Beschwerden von Naturschutzverbänden haben dazu geführt, dass die Jagd auf fünf Rudel um mindestens ein Jahr verzögert wird.
Der zweite Flop betrifft Ricola. Wie CH Media berichtet, hat die Schweizer Traditionsfirma ein Produkt aus dem Sortiment genommen, weil es nicht gut gelaufen ist. «Der flüssige Flop» nannte der Journalist die Bonbons, da sie mit einem Sirup gefüllt waren.
- So kam es zum Wolfsjagd-Flop – Artikel im Tages-Anzeiger.Externer Link
- Ricola-Flop von CH Media via WatsonExterner Link.
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