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Beat Jans

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Der neue Schweizer Bundesrat heisst Beat Jans. Das Parlament wählte ihn heute zum Nachfolger des abtretenden Innenministers Alain Berset. Die Wahl ging ohne grössere Störgeräusche über die Bühne.

Herzliche Grüsse aus Bern

Beat Jans
Keystone / Peter Schneider

«Gewählt ist mit 134 Stimmen: Beat Jans!» So tönte es heute im Bundeshaus.

Nach 50 Jahren Absenz in der Landesregierung erhält der Kanton Basel-Stadt wieder einen Bundesrat. Der 59-jährige Sozialdemokrat löst damit den abtretenden Innenminister Alain Berset ab.

Es war eine Wahl ohne grosse Störgeräusche. Der zweite Mann auf dem offiziellen Ticket der Sozialdemokratischen Partei (SP), Jon Pult, blieb von Anfang an chancenlos. Nachdem Bauernpräsident Markus Ritter erklärt hatte, Jans behage der traditionell starken Landwirtschaftslobby eher, war der Wahlausgang eigentlich klar.

Einzig Daniel Jositsch hätte Jans die Suppe noch versalzen können. Viele Bürgerliche hatten den Zürcher vom rechten Parteiflügel als Sprengkandidaten auf ihre Wahlzettel geschrieben. Doch schliesslich schienen die linksgrünen Parlamentsmitglieder ihre Stimmen im dritten Wahlgang eher auf Jans zu bündeln. Der Rest ist Geschichte.

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Beat Jans
Keystone / Anthony Anex

Wer ist der neue Bundesrat? Lernen Sie Beat Jans etwas besser kennen.

«Der neue Bundesrat ist der Beweis dafür, dass sozialer Aufstieg in der Schweiz funktionieren kann«, schreibt meine Kollegin Katy Romy in ihrem Porträt. Beat Jans wurde 1964 in Basel als Kind einer Verkäuferin und eines Schlossers geboren. Sein Berufsleben begann er mit einer Lehre als Landwirt, bevor er sich zum Agrotechniker ausbilden liess und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich Umweltwissenschaften studierte.

Jans könne sich als ehemaliger Nationalrat und derzeitiger Regierungsrat auch auf eine solide politische Erfahrung stützen, schreibt Katy weiter.

Und schliesslich auch Good News für jene, die im Ausland leben: Der Basler ist für die Anliegen der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer besonders sensibilisiert. «Mein Bruder lebt in New York, und meine Frau ist Amerikanerin», sagte er im Vorfeld der Wahl gegenüber SWI swissinfo.ch. Er ist der Ansicht, dass die Fünfte Schweiz die Möglichkeit braucht, mit der Schweiz verbunden zu bleiben, und befürwortet die elektronische Stimmabgabe.

Zeid Rad’ad al Hussein
Illustration: Helen James / swissinfo.ch

Exklusiv: Wir haben alle bisherigen UNO-Verantwortlichen für die Menschenrechte vors Mikrofon gebeten.

Erinnern Sie sich noch an Zeid Ra’ad al Hussein? Er war von 2014 bis 2018 UNO-Hochkommissar für Menschenrechte und bekannt für seine unverblümten Aussagen.

In seiner ersten Rede vor dem UNO-Menschenrechtsrat nach seiner Wahl im Jahr 2014 verurteilte der Jordanier, der erste Muslim in diesem Amt, den Islamischen Staat vorbehaltlos und nannte ihn ein «Bluthaus».

Das Porträt von Zeid Ra’ad al Hussein, das unsere Mitarbeiterin Imogen Foulkes für unseren englischsprachigen Podcast Inside Geneva realisiert hat, ist nur eines aus der exklusiven Serie, für die wir alle noch lebenden bisherigen Kommissarinnen und Kommissare für Menschenrechte der UNO vors Mikrofon holen konnten.

Sterbehospiz La Maison de Tara
Kaoru Uda

Zum Schluss noch etwas ganz anderes: Ein Haus zum Sterben in Genf.

Drei von vier Menschen in der Schweiz möchten ihre letzten Tage zu Hause verbringen. Für sie gibt es zwar Pflegedienste, doch für todkranke und schmerzgeplagte Menschen ist es manchmal schwierig, daheim zu bleiben und dort sterben zu können.

In Genf gibt es ein Haus, in dem Ehrenamtliche viel Zeit mit Todkranken verbringen und ihnen in ihren letzten Tagen so ein Gefühl von daheim vermitteln können – ohne den Stress eines Spitals oder Pflegeheims, wo die Fachkräfte oft wenig Zeit für den einzelnen Menschen haben.

Zum Beispiel die 82-jährige Christiane, die an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet. Vor 18 Monaten wurde der Krebs bei ihr diagnostiziert, aber trotz 52 Bestrahlungen konnten die Ärztinnen und Ärzte nichts mehr für sie tun. Nach monatelangen Spitalaufenthalten, wo sie sich «wie ein Objekt behandelt» fühlte, fand sie nun eine angenehmere Atmosphäre im «La Maison de Tara».

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