Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Beziehen Sie eine AHV-Rente? Dann könnte der 3. März für Sie wichtig sein: Dann stimmen die Schweizer Stimmberechtigten – also vielleicht auch Sie – gleich über zwei AHV-Initiativen ab.
Herzliche Grüsse aus Bern
Eidgenössische Abstimmungen vom 3. März: Wie soll es mit der AHV weitergehen?
Am 3. März findet die erste eidgenössische Abstimmung dieses Jahres statt. Dieses Datum mag momentan noch weit weg erscheinen, doch aus Erfahrung geht es jeweils schneller, als man meint.
Die Schweizer Stimmbürger:innen stimmen dann gleich über zwei Volksinitiativen ab, welche die AHV betreffen. Die SP und Gewerkschaften fordern die Einführung einer 13. AHV-Rente und die Jungfreisinnigen wollen mit ihrer Initiative das Rentenalter der Schweizer:innen sukzessive erhöhen. Für die NZZ würden die Auslandschweizer:innen im Falle eines Ja an der Urne zur Einführung einer 13. Rente zu den Gewinner:innen gehören. «Mit der 13. AHV-Rente winkt Rentnern im Ausland ein Milliardengeschenk», schreibt die Zeitung.
Es wird nicht das letzte Mal sein, dass über die AHV abgestimmt wird. Ab ungefähr 2030 ist die Finanzierung der AHV nicht mehr gesichert, ob mit oder ohne 13. Rente. 2026 muss der Bundesrat die nächste AHV-Reform vorlegen
- Worum geht es bei den beiden AHV-Initiativen? Antworten im Tages-Anzeiger.Externer Link
- Artikel der NZZ zur Renteninitiative.Externer Link (Paywall)
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Starker Schweizer Franken, Euro auf Rekordtief.
Ich kann ich noch gut an den 15. Januar 2015 erinnern. Ich habe damals in einem grossen Newsroom gearbeitet und die Schweizerische Nationalbank hat den Euro-Franken-Mindestkurs aufgehoben; es war die Hölle los.
Es folgte eine Phase der grossen Unsicherheit, Exporteur:innen hatten Angst vor dem starken Franken. Profitiert haben die Konsument:innen und auch die Auslandschweizer:innen bekommen mit dem Schweizer Franken mehr fürs Geld, wie bereits im obigen Beitrag zur AHV erwähnt.
Vor knapp einem Jahr wurde die Parität erreicht, ein Euro kostete ungefähr gleich viel wie ein Euro. Nun, neun Jahre nach der Aufhebung des Mindestkurses, ist der Euro gegenüber dem Franken auf ein Rekordtief gefallen, zu Wochenbeginn gab es einen Euro für 93 Rappen. Doch diese Zahl kann nicht für bare Münze genommen werden, momentan schwächt der Franken noch die Inflation ab. Analyst:innen der Zürcher Kantonalbank rechnen mit einem Wert der etwas höher ist, 96 Rappen.
- Der Schweizer Franken hat sich im vergangenen Jahr um 6% aufgewertet – Artikel von CH Media via WatsonExterner Link.
- Das erwartet die Schweiz: unser Wirtschaftsausblick für 2024.
- Auch Watson wagt eine wirtschaftliche PrognoseExterner Link für das aktuelle Jahr.
- Starker Schweizer Franken: Was es mit der Aufwertung auf sich hat – Artikel von SWI swissinfo.ch.
Auslandschweizer in Schweden: Trennung nach Auswanderung.
Manchmal kommt es beim Auswandern anders als geplant. Das kennen Sie sicher. Der Aargauer Pascal Bär wanderte im Sommer 2021 mit seiner Frau und den zwei Söhnen nach Schweden aus.
Heute lebt er immer noch im hohen Norden, aber als alleinerziehender Vater. Seine Frau wurde in Schweden nicht heimisch, sie ist in die Schweiz zurückgekehrt, das Paar hat sich getrennt. Die vergangenen Jahre waren nicht immer einfach. «Ich sass schon weinend am Küchentisch und wusste nicht, wie es weitergehen soll», sagt Bär der Aargauer Zeitung.
Die Scheidung hat sein finanzielles Polster aufgefressen. Doch er gibt nicht auf. Auf seinem Hof vermietet der gelernte Forstwart Campingplätze und ein Ferienhäuschen, verkauft Beeren und Konfitüre oder führt Wald- und Bauarbeiten aus. Und in der Freizeit geniesst er mit seinen Söhnen die Natur beim Fischen und auf Schneemobiltouren.
- Die Geschichte von Pascal Bär gibt es in der Aargauer ZeitungExterner Link. Die Familie Bär ist momentan in der aktuellen Staffel von «Adieu Heimat» des Fernsehsenders 3+Externer Link zu sehen.
- Auch bei der Auslandschweizerin Nathalie Favre in Kolumbien lief nicht alles wie geplant – Artikel von SWI swissinfo.ch.
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Wahlen in Taiwan: Eine Demokratie nach Schweizer Vorbild.
Demokratie ist ein wichtiges Thema bei SWI swissinfo.ch und wenn im Ausland ein wegweisendes demokratisches Ereignis stattfindet, schauen wir genau hin. Zum Beispiel nach Taiwan, wo in wenigen Tagen ein neues Staatsoberhaupt und Parlament gewählt wird.
Taiwan ist eine spezielle Insel. «Ein hervorragendes Beispiel für ein Land, dem der Übergang von einer autoritären Einparteienherrschaft zu einer lebendigen Demokratie gelungen ist, ohne dass es zu einem autoritären Rückfall gekommen ist», sagt Sinologin Simona Grano. Doch weltweit wird Taiwan nur von 12 Nationen als eigenständiges Land anerkannt. Zu diesen unterhält China, das Taiwan als abtrünnige Provinz zurückholen will, keine diplomatischen Beziehungen.
Die Schweiz und Taiwan haben vieles gemeinsam, beides sind kleine Länder mit einer direkten Demokratie. Mit China im Nacken sind die erkämpften Menschen- und demokratischen Rechte keine Selbstverständlichkeit. Im Parlament könnte es bei den Wahlen zu einem Machwechsel kommen – doch eines haben alle taiwanesischen Parteien gemeinsam: Sie sind gegen eine Vereinigung mit China.
- Explainer zu den Wahlen in Taiwan von unserem Demokratiekorrespondenten Bruno Kaufmann.
- Die Schweiz führt eine sogenante Ein-China-Politik. Das kann die Handelsbeziehungen zu Taiwan negativ beeinflussen – Artikel von SWI swissinfo.ch.
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