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Mitarbeitende des Genfer Flughafens streiken

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizer:innen

Wie steht es um die Streikkultur in Ihrem Wohnland? Hierzulande wird diese weit weniger zelebriert als beispielsweise in Frankreich oder Belgien.

Beste Grüsse aus Bern

Streik vor einem Bahnhof
Keystone / Urs Flueeler

In der Schweiz wird selten gestreikt. Woran liegt das?

In Frankreich hat die Streikkultur einen besonderen Stellenwert, in Deutschland legte diese Woche erneut ein Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer weite Teile des Bahnverkehrs lahm. Und in der Schweiz?

Streiks sind hierzulande eine Seltenheit. Eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts zeigt, die Schweiz liegt in Bezug auf arbeitskampfbedingte Ausfalltage ganz unten auf der Liste. Gerade mal einen Streiktag gibt es in der Schweiz jährlich pro 1’000 Beschäftigte. Zum Vergleich, in Frankreich sind es 92.

Warum dieser tiefe Wert? Laut dem Arbeitgeberverband und den Arbeitnehmerverband Travail Suisse liegt die Ursache in der Schweizer Tugend, einen Konsens zu finden. Weiter kann in der Schweiz bei tiefliegenden Unstimmigkeiten auch zu Mitteln wie der Volksinitiative oder dem Referendum gegriffen werden. Bei der Suche nach der Ursache der niedrigen Streiklust der Schweizer:innen ebenfalls nicht zu vernachlässigen: der Wohlstand im Land.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Emilie Ridard

Was ist der Beitrag der Swiss Abroad zur Schweiz?

Einer unserer Leser fragt, was die Auslandschweizer:innen der Schweiz zurückgeben – sagen Sie uns Ihre Meinung!

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Eine ältere Frau steht vor dem Bankautomaten und will Geld abheben.
© Keystone / Christian Beutler

Erste SRG-Umfrage zeigt: Es wird spannend bei der Abstimmung zur 13. AHV-Rente.

In gut einem Monat, am 3. März, können Schweizer Stimmbüger:innen mal wieder über ihre Altersvorsorge abstimmen. Konkret geht es um die Initiative «Besser leben im Alter», welche die Einführung einer 13. AHV-Rente verlangt, und um die Initiative der Jungfreisinnigen, die das Rentenalter auf 66 Jahre anheben und an die Lebenserwartung koppeln will.

Eine erste Stimmungsanalyse im Land liefert die erste SRG-Umfrage, die Anfang Januar vom Institut gfs.bern durchgeführt und heute publiziert wurde. Demnach befürworten derzeit 61% der befragten Stimmbürger:innen die Einführung der 13. AHV-Rente, 36% lehnen sie ab. Stärkere Unterstützung geniesst die Vorlage bei den Auslandschweizer:innen, 80% der Befragten befürworten sie.

Doch damit hat die Linke den Sieg noch nicht in der Tasche, analysiert SRF-Bundeshausredaktor Curdin Vincenz. Umfragen seien nur Momentaufnahmen, Überzeugungsarbeit und Mobilisierung könnten die Mehrheiten noch verändern. Und dann gibt es ja noch das Ständemehr zu beachten.

Die Initiative der Jungfreisinnigen zur Anhebung des Rentenalters scheint dagegen auf wenig Anklang zu stossen. Laut der ersten SRG-Umfrage lehnen zum jetzigen Zeitpunkt 53% der Befragten die Vorlage ab, bei den Auslandschweizer:innen sind 48% dagegen.

Katholische Gläubige nehmen an einem Gottesdienst teil
© Keystone / Gian Ehrenzeller

Immer mehr Menschen in der Schweiz sind konfessionslos.

Während 1970 nur ein Prozent der Menschen in der Schweiz keiner Religion angehörte, hat deren Anteil nun erstmals den der Katholik:innen überholt und beträgt laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) rund 34%.

Als Hauptgrund, die Religion aufzugeben, geben die meisten an, den Glauben verloren zu haben, gar nie einen Glauben gehabt zu haben oder mit den Stellungsnahmen der jeweiligen Religionsgemeinschaft nicht einverstanden zu sein. Laut dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut hängen die Austrittszahlen dieses Jahr auch mit dem Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche zusammen.

Die meisten Konfessionslosen sind zwischen 25 und 34 Jahre alt – hier machen sie ganze 42% aus. Keine Religion bedeutet aber keinesfalls keine Spiritualität: Knapp ein Drittel gab an, «eher oder sicher» spirituell zu sein, und rund 30% glauben zwar nicht an einen oder mehrere Götter, aber an eine höhere Macht.

Eine Mutter begleitet ihr Kind zur Schule
Keystone / Marijan Murat

Eltern eines autistischen Kinds reichen vor dem UNO-Ausschuss Beschwerde ein.

Sollen Kinder mit Behinderungen die Regelschule oder eine heilpädagogische Schule besuchen? Diese Frage spaltet zunehmend die Schweiz. Nun haben die Eltern eines Jungen mit frühkindlichem Autismus Beschwerde vor dem UNO-Kinderrechtsausschuss eingereicht. Der Grund: Die Eltern möchten, dass ihr Kind die Regelschule besucht. Die Behörden und Gerichte finden dagegen, den Bedürfnissen des Jungen könne an einer Sonderschule besser Rechnung getragen werden.

Der Gang vor den UNO-Kinderrechtsausschuss ist signifikant. Es ist das erste Mal, das sich jemand aus der Schweiz individuell vor diesem Ausschuss darüber beschwert, dass ein Kind mit Behinderungen nicht in die Regelschule integriert wird. Die Empfehlungen, die vom UNO-Ausschuss in ein paar Wochen erwartet werden, sind dann für die Schweiz verbindlich.

Die Schweiz steht betreffend Inklusion von Menschen mit Behinderungen immer wieder in der Kritik. So hat der Behindertenrechtsausschuss – ein weiteres UNO-Gremium, die Schweiz bereits für die hohe Anzahl Kinder an Sonderschulen kritisiert.

  • Hier finden Sie den Artikel von SRFExterner Link und die zugehörige Ausgabe im Echo der Zeit.
  • Ist das Bildungssystem in der Schweiz ausreichend inklusiv? Dieser Frage ging mein Kollege Luca Beti nach. Den Artikel finden Sie auf SWI swissinfo.ch.
  • Als kleiner Teaser an dieser Stelle: Morgen finden Sie auf SWI swissinfo.ch einen lesenswerten Artikel zum Thema, wie der Zugang zu Kultur für Menschen mit Behinderungen verbessert werden kann – zum Beispiel ein Theaterstück, das auch für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich gemacht wird.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Samuel Jaberg

Soll die Schweiz die Zuwanderung begrenzen?

Wie erleben Sie die wachsende Bevölkerung der Schweiz? Sehen Sie für den Fachkräftemangel eine Alternative zur Zuwanderung? Ihre Meinung interessiert uns!

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