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Der leere Stuhl von SNB-Chef Thomas Jordan vor der Medienkonferenz zu seinem Rücktritt.

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizer:innen

SNB-Chef Thomas Jordan gab heute nach zwölf Jahren im Amt seinen Rücktritt auf Ende September bekannt.

Herzliche Grüsse aus Bern

SNB-Chef Thomas Jordan betritt den Saal für die Medienkonferenz.
KEYSTONE/ENNIO LEANZA

SNB-Chef Thomas Jordan tritt zurück.

Nach 12 Jahren im Amt gab der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) heute seinen Rücktritt auf Ende September dieses Jahres bekannt. Jordan selbst sagt zu diesem Schritt: «Nach der Bewältigung der verschiedenen Herausforderungen der letzten Jahre ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, von meinem Amt zurückzutreten.»

Herausforderungen hatte Jordan wahrlich genug in seiner Amtszeit, zum Beispiel die Aufhebung des Mindestkurses des Frankens gegenüber dem Euro, die Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie oder kürzlich die Krise der Credit Suisse.

Mit seinen gut zwölf Jahren im Amt ist Jordan einer der am längsten amtierenden Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank. Zum möglichen Nachfolger oder der möglichen Nachfolgerin machte die SNB noch keine Angaben. Als Favorit gilt der Vize-Präsident Martin Schlegel, der seit 2022 dem SNB-Direktorium angehört. Ein weiterer Name im Rennen ist Antoine Martin. Er ist seit letzten September Mitglied des SNB-Direktoriums.

Aussenaufnahme vom Neubau des Biozentrums in Basel.
KEYSTONE/Gerogios Kefalas

Gibt es bald eine Pille gegen schwere Form von Autismus?

Rund ein Prozent der Menschen ist von Autismus betroffen. Da es aktuell mehr als hundert bekannte Gene gibt, die mit autistischen Symptomen zusammenhängen, können die Ausprägungen sehr unterschiedlich sein.

Ein Forschungsteam an der Universität Basel arbeitet daran, gezielt eine Therapie gegen eine schwere Form des Autismus entwickeln. Die Therapie basiert auf der Erkenntnis, dass eine Veränderung im Gen Neuroligin-3 mitverantwortlich für das veränderte Sozialverhalten von Autist:innen ist. Zwar gibt es bereits verhaltenstherapeutische Ansätze, die Betroffenen vor allem im frühkindlichen Alter helfen können, jedoch würden die derzeitigen Behandlungsmethoden nicht die Kernsymptome von schwerem Autismus adressieren, sagt Özgur Genç, Professor für Neurobiologie am Biozentrum der Universität Basel, gegenüber CH Media.

Da es sich beim Ansatz der Forschenden der Universität Basel lediglich um die Veränderungen in einem Gen handelt, wird die Therapie nicht allen Autist:innen helfen können. Ein Medikament könne jedoch nie alleine das ganze Spektrum von Autismus abdecken, sagt Genç. «Anderes zu behaupten, wäre wissenschaftlich unhaltbar.»

Zwei Frauen sitzen auf einer Bank und sind im Gespräch vertieft.
KEYSTONE

Am Sonntag wird eine hohe Stimmbeteiligung erwartet.

Am Sonntag stimmt die Schweiz über zwei Volksinitiativen zur Reform der Altersvorsorge ab. Zum einen geht es um die Initiative für eine 13. AHV-Rente, zum anderen um die Renteninitiative, die eine Erhöhung des Rentenalters auf 66 Jahre fordert.

Das Thema Altersvorsorge scheint die Stimmberechtigten zu bewegen, bereits heute zeichnet sich eine hohe Stimmbeteiligung ab. So haben beispielsweise in der Stadt Zürich Stand Donnerstag knapp 47 Prozent brieflich abgestimmt und in der Stadt St. Gallen wird mit einer Stimmbeteiligung von knapp 60 Prozent gerechnet.

Die Abstimmung zur AHV-Rente kann es am Ende in die Top Ten der Vorlagen mit der höchsten Stimmbeteiligung seit der Einführung des Frauenstimmrechts schaffen, schreibt SRF.

Während die Initiative zur Erhöhung des Rentenalters wohl chancenlos bleiben wird, bleibt es bei der Volksinitiative des Gewerkschaftsbunds für eine 13. AHV-Rente spannend. Übrigens, Sie finden die Resultate des Abstimmungssonntags ab 12 Uhr fortlaufend bei uns auf SWI swissinfo.ch.

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Das Luganeser Freiwilligenkorps, um 1798. Federzeichnung von Rocco Torricelli.
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Warum gehört das Tessin zur Schweiz?

Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Als Geschichts-Nerd möchte ich Sie zum Abschluss des heutigen Briefings zu einer kleinen Exkursion ins 18. Jahrhundert mitnehmen.

Natürlich kommt diese Zeitreise nicht ohne Napoleon Bonaparte aus. Dieser errichtete im Sommer 1797 nach seinem Italienfeldzug in Norditalien die Cisalpinische Republik, welche auch in Lugano Anhänger hatte. Im Februar 1798 setzten diese mit einem Putsch die eidgenössischen Herrscher Luganos ab und forderten die Eingliederung in die Cisalpinische Republik.

Doch so weit kam es nicht, denn die Bevölkerung Luganos wollten keinesfalls eine Eingliederung in Napoleons revolutionäre Republik. Die Putschisten wurden noch am selben Tag aus der Stadt verjagt. Da es allerdings auch ausser Frage stand, die gerade erst weggeputschte eidgenössische Fremdherrschaft wiederherzustellen, übernahmen die Luganesi selbst die Regierung. In der Stadt verbreitete sich die Parole «liberi e svizzeri»: Wir wollen freie Schweizer sein!

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