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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

In der Schweizer Demokratie bleiben Menschen mit Migrationsgeschichte meist aussen vor. Obwohl sie rund 40% der Bevölkerung ausmachen. Jetzt hat in Basel-Stadt ein Einwanderer der ersten Generation den Sprung in die Kantonsregierung geschafft. Hat sein Erfolg einen Türöffner-Effekt?

Beste Grüsse aus Bern

Mustafa Atici und seine Frau Cennet jubeln mit ihren Anhängern.
Mustafa Atici und seine Frau Cennet jubeln mit ihren Anhänger:innen. Keystone

Am Wochenende schaffte der Sozialdemokrat Mustafa Atici den Sprung in die Regierung des Kantons Basel-Stadt.

Nein, der 54-jährige gebürtige Kurde aus der Türkei ist nicht der erste «Ausländer», der in der Schweiz in ein hohes politisches Amt gewählt wird.

Er, der mit 23 in die Schweiz kam, legte hier die klassische Karriere vom Tellerwäscher zum hohen Regierungsmitglied hin. Um sein Ökonomiestudium zu finanzieren, eröffnete er einen Kebabstand. Heute ist er Gastro-Unternehmer mit rund 30 Mitarbeitenden und betreibt mehrere Essensstände im Basler Fussballstadion St. Jakob-Park.

Dass in der Schweiz so wenige Menschen mit Migrationshintergrund in der Politik sind, dafür sind diese laut dem Neugewählten selbst mitverantwortlich. «Wir müssen uns einmischen!», ist denn auch für ihn klar.

Unsere Frage der Woche

Wir stellen Ihnen im Briefing jede Woche eine Frage. Diese Woche möchten wir von Ihnen wissen: Welche Möglichkeiten sehen Sie, um Femizide, also Morde an Frauen durch Männer, zu verhindern?

Schicken Sie Ihre Antwort an community-feedback@swissinfo.ch. Aus den eingesandten Antworten wählen wir eine bis zwei aus, die wir in der nächsten Woche veröffentlichen.

Praktikant führt auf einem Bauernhof eine Kuh aus dem Stall hinaus auf die Weide
Die Schweizer Landwirtschaft ist ausgesprochen abhängig von Saisonniers. Keystone

Mit einem guten Dutzend Ländern setzt die Schweiz auf Programme für eine zeitlich befristete Migration. Doch was bringen diese?

So genannte zirkuläre Migrationsprogramme sind eine Möglichkeit, den Arbeitskräftemangel zu bekämpfen und die Kurzzeit-Zuwanderung zu fördern.

Anfang Jahr lancierte die Schweiz mit Tunesien das Projekt «Perspektiven». Konkret sollen damit Praktika in beiden Ländern für junge Menschen gefördert werden.

Der Schweizer Migrationsexperte Etienne Piguet sagt, dass solche Programme den Zielländern mehr bringen würden als den Herkunftsländern.

«Der Fall der Praktika ist anders, da hier eine Win-Win-Win-Situation angestrebt wird: Das Ziel ist, dass bestimmte Fähigkeiten in das Herkunftsland zurückgebracht werden können», sagt Piguet.

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2024 sind so viele Menschen zur Wahl aufgerufen, wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. In dieser Situation fragen wir, aus welchen Gründen Sie doch noch Hoffnung schöpfen für die Demokratie in Ihrem Wohnland und in der Welt?

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Menschen in modernem Büro
Das Büro von der solothurnischen IT-Firma seerow, die die sechsmonatige Pilotprojekt der Vier-Tage-Woche durchführt.  Für einige Mitarbeiter:innen gilt es als Lohnerhöhung. swissinfo.ch

Die Viertagewoche: Mehrere Schweizer Unternehmen testen das neue Arbeitsmodell.

Einen Tag weniger arbeiten – zum vollen Lohn: Immer mehr Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitenden freiwillig mehr Freizeit.

Angestellte wie Chefs äusserten sich begeistert über das neue Modell.

Jetzt wollen Forschende der Berner Fachhochschule für Wirtschaft eine Machbarkeitsstudie durchführen, um herauszufinden, ob die Einführung der Viertagewoche in der Schweiz realistisch ist.

Angepeilt werden bis zu 50 Firmen, die mitmachen sollen.

«Mich interessiert besonders, ob sich die Realisierbarkeit je nach Jobtyp unterscheidet«, sagt Studienleiterin Caroline Straub. «Zudem bin ich gespannt, wie sich die Resultate aus der Schweiz von denen aus anderen Ländern unterscheiden.»

Derzeit sind in Deutschland, Italien, Frankreich, Holland, Belgien, Schweden und Norwegen ähnliche Versuche im Gang oder in Vorbereitung.

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Haben Sie ein Familienmitglied, einen Freund oder eine Freundin bis zum Tod gepflegt oder begleitet? Was würden Sie sich in dieser Lage wünschen?

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Hellbrauner Himmel über einer Westschweizer Landschaft
Der Saharastaub färbte am Samstag etwa den Himmel über Bramois bei Sion VS. KEYSTONE/OLIVIER MAIRE Keystone

So viel Saharastaub wie jetzt hat es wohl noch selten von Afrika herübergeweht.

Tageslicht wie durch einen Sepiafilter, Schnee und Gletscher in den Bergen in schmutzigem Braun: Seit Tagen trüben Tonnen von Saharastaub die Luft über weiten Teilen Europas.

Das Phänomen erreicht heute seinen Höhepunkt, hat dann aber bald ein Ende: Morgen Dienstag bringt eine Kaltfront Regen, der die Luft von den Mikropartikeln reinwaschen wird.

Die Böden werden es danken, wirken sich die in den Staubpartikeln enthaltenen Mineralien doch positiv aus.

Für die Gletscher dagegen ist der braune Sand ein Fluch, denn «abgedunkelt» können sie weniger Sonnenlicht reflektieren – und schmelzen folglich noch schneller als mit intakter, also heller Oberfläche.

Bei Menschen kann die erhöhte Staubkonzentration durchaus Probleme in den Atemwegen hervorrufen.

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