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Ursula von der Leyen.

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Ursula von der Leyen ist als EU-Kommissionspräsidentin wiedergewählt worden. Ihr Programm ist auch für die Schweiz relevant.

Freundliche Grüsse aus Bern

Ursula von der Leyen.
Ursula von der Leyen im EPP-Kongress im rumänischen Bukarest. KEYSTONE/Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved.

Die alte Partnerin in Brüssel ist auch die neue.

Sie wurde mit 401 von insgesamt 720 Stimmen wiedergewählt: Ursula von der Leyen wird ihre zweite fünfjährige Amtszeit als Präsidentin der Europäischen Kommission antreten können. Die verschiedentlich als «mächtigste Frau Europas» betitelte Politikerin hat daraufhin in ihrer Rede ihr Programm ausgelegt.

Es ist etwas für alle dabei, ist doch von der Leyen für die Wahl im fragmentierten Europaparlament auf Stimmen möglichst vieler Fraktionen angewiesen: Verteidigung, Landwirtschaft, Klimamassnahmen – die Themen erstaunen nicht. Allgemein wird aber klar: Sie will eine Vertiefung der Union, auch eine zunehmende Autonomie von Externen. Das sollte man in Bern registrieren.

Sie schlug zudem vor, die Grenzschutzbehörde Frontex auf 30’000 Personen zu verdreifachen. Dieser Ausbau würde auch die Schweiz als Schengenmitglied tangieren und vielleicht eine erneute Volksabstimmung nötig machen. Auch möchte sie, dass Rüstungsgüter möglichst nur noch in der Union hergestellt und gekauft werden. Das wird die Schweizer Rüstungsindustrie nicht gerne hören.

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Gastgeber/Gastgeberin Domhnall O’Sullivan

Was denken Sie, wird der Schweizer Alain Berset dem Europarat bringen?

Am 18. September wird der ehemalige Innenminister der Schweiz, Alain Berset, der neue Generalsekretär des Europarats. Es gibt viel zu tun.

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Gräber in Bosnien
Die Gräber der Familie von Šaban Zukanovic in der Stadt Srebrenica, die im Landesteil Republika Srpska liegt. Jean-Christophe Emmenegger

Die Balkankriege und ihre Absenz in den Schweizer Schulbüchern.

Dieser Tage wird dem Völkermord von Srebrenica gedacht, der 1995 von serbischen Truppen an bosnischen Männern und Buben im Bosnienkrieg verübt wurde – 8000 wurden innert weniger Tage massakriert. Angesichts der grossen Diaspora aus den ex-jugoslawischen Staaten in der Schweiz eigentlich ein Thema, das auch hier immer wieder diskutiert werden müsste.

Als Schulthema ist es jedoch praktisch inexistent, wie eine Blick-Recherche zeigt. Einerseits überfordern der komplexe und komplizierte Zerfall Jugoslawiens und die folgenden Kriege viele Lehrpersonen. Andererseits sitzen in den Klassenzimmern oft Nachkommen von Betroffenen – von allen Seiten. Das gestaltet den Unterricht dazu nochmals schwieriger.

Das scheint allerdings nicht nur in der Schweiz der Fall zu sein. Als Russland vor zweieinhalb Jahren in die Ukraine einmarschierte, sprachen viele vom «ersten Krieg auf europäischem Boden seit dem Zweiten Weltkrieg». Das war nicht nur sachlich falsch. Es war auch schmerzhaft für die vielen Opfer der Balkankriege.

Ein Plastikgehirn in der Hand des Psychiaters Dr. Fernando Taveras.
Psychische Gesundheit: Vor allem junge Frauen sind betroffen. Aber nicht nur. Keystone/AP Photo/Andres Kudacki

Steckt die Schweiz in einer Krise?

Die neusten Zahlen bestätigen einen Anstieg an psychischen Erkrankungen. Aber kann man von einer Krise in der Schweiz sprechen? Und an welchen Schrauben sollte man drehen?

Die Gesundheitsbefragung des Bundesamts für Statistik bestätigte, was Expert:innen in den Medien seit der Pandemie immer wieder sagten: Dass immer mehr junge Frauen in psychischer Not sind. Die neuesten Zahlen kommen auf 29% der jungen Frauen zwischen 15 und 24 Jahren. Im Jahr 2017 waren es noch 19% gewesen.

Auch weitere Gruppen sind mehr betroffen, wobei aber Untersuchungen nicht immer gleich einfach sind. Klar scheint jedoch, dass mehr und offener über psychische Leiden gesprochen wird. Das hat Vor- und Nachteile. Der neuste «dialog» widmet sich der Frage, wo sich die Schweiz in diesem Thema bewegt – Ihre Meinung ist gefragt!

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Simon Bradley

Vermeiden Sie Nachrichtenkonsum? Warum?

Sind Sie an News interessiert – oder News-depriviert? Warum glauben Sie, geht das Interesse an Nachrichten zurück? Ihre Meinung interessiert uns!

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Ein Tram in Zürich
Nun auch mit Musik in der Kabine: VBZ-Tram in Zürich. sda-ats

Musiktipps für die Tramfahrt.

Abschliessend noch folgende Meldung: Musik ist im Tram- oder Busführerstand der Zürcher Verkehrsbetriebe VBZ nun definitiv und offiziell erlaubt. Die VBZ hatten einen einjährigen Pilotbetrieb durchgeführt. Fazit: Alles gut.

Nichts Neues unter der Sonne, könnte man anmerken. Das darf man in anderen Kantonen schon lange, im Rest der Welt dürfte es auch mehrheitlich so sein – wenn man schon den ganzen Tag fahrend verbringt, sollte wenigstens ein bisschen Musik drin liegen. (Im Auto ist es ohnehin erlaubt.)

Lustig ist die Meldung vor allem als Lokalposse: Letzten Winter ärgerte sich die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran über die Musik aus dem Führerstand. Wobei es ihr wohl vor allem um die Musikauswahl ging. Watson hat darum mal für die VBZ eine Playlist zusammengestellt.

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