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Illustration einer Proton-Proton-Kollision in einem Detektor

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Es ist der erste April, aber keine Sorge, die Nachrichten, die Sie in unserem Briefing lesen, sind verifiziert. Dennoch finden Sie hier eine kleine Auswahl der lustigsten Aprilscherze, die heute in der Schweizer Presse erschienen sind.

Zu den ernsteren Themen gehören der geplante neue Teilchenbeschleuniger des Cern, der Vorschlag für eine grosszügigere Elternzeit bei der Geburt eines Kindes und die rückläufigen Verkaufszahlen von Tesla in der Schweiz.

Viel Vergnügen bei der Lektüre!

Darstellung des geplanten Standorts für den neuen Teilchenbeschleuniger
Die Grösse des LHC (kleiner Kreis) im Vergleich zum geplanten FCC. Cern

Die Machbarkeitsstudie für den neuen Super-Teilchenbeschleuniger des Cern in Genf, den Future Circular Collider (FCC), ist abgeschlossen. Er soll in einem grenzüberschreitenden Tunnel mit einem Umfang von 90,7 Kilometern installiert werden und in den 2040er-Jahren den Large Hadron Collider (LHC) ersetzen.

Dank des LHC konnten entscheidende Entdeckungen in der Grundlagenphysik gemacht werden, wie etwa die Entdeckung des Higgs-Bosons im Jahr 2012. Mit dem FCC «wird es möglich sein, fünfhundertmal genauere Messungen durchzuführen als mit dem LHC. Es ist, als hätte man ein fünfhundert Mal grösseres Teleskop», sagt Patrik Janot, Koordinator für Physik und Experimente am FCC.

Die Studie gibt einen Überblick über die verschiedenen Aspekte der Realisierung, wie physikalische Ziele, Geologie, Bau, technische Infrastruktur, räumliche und ökologische Dimensionen sowie sozioökonomische Vorteile. Die geschätzten Baukosten für die erste Phase des Projekts belaufen sich auf 15 Milliarden Franken.

Derzeit werden die Verfahren für die Beteiligung der Öffentlichkeit vorbereitet und die Studie wird von verschiedenen unabhängigen Fachgremien geprüft, bevor sie dem Cern-Rat vorgelegt wird. Ein Entscheid über die Weiterentwicklung des Projekts könnte gegen 2028 fallen.

Ein Vater hält seine fünf Monate alte Tochter auf dem Arm, während die Mutter ihrer Tochter eine Babymütze auf den Kopf setzt
Keystone / Gaetan Bally

Die Unterschriftensammlung für einen Elternurlaub von 36 Wochen (18 Wochen pro Elternteil) ist heute angelaufen. Bis Anfang Oktober haben die Initiantinnen und Initianten Zeit, die nötigen 100’000 Unterschriften zu sammeln, um die Vorlage an die Urne zu bringen.

Mit dem am Dienstag im Bundesblatt publizierten Text «Starke Gesellschaft und Wirtschaft dank Elternzeit (Familienzeit-Initiative)» fordert das Komitee Chancengleichheit in Beruf und Familie.

Finanziert werden soll der Urlaub über die Erwerbsersatzordnung (EO). Damit Personen mit tiefem Einkommen nicht aus finanziellen Gründen darauf verzichten müssen, soll ihr Lohn zu 100% entschädigt werden.

Gemäss Studien würde der Familienurlaub eine Milliarde Franken pro Jahr kosten. Laut der Allianz, die hinter der Initiative steht und der Vertretende aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik (Mitte, Grüne und Grünliberale) und Gewerkschaften angehören, könnten Mütter aber schneller wieder ins Berufsleben zurückkehren, einige könnten ihr Pensum erhöhen und Karriere machen. Durch höhere Sozialversicherungsbeiträge und Steuern würden sich die Kosten der Auszeit nach 20 Jahren amortisieren, heisst es.

Farbanschlag bei einem Tesla-Händler
Vandalismus bei einem Tesla-Händler in Lausanne. Keystone / Martial Trezzini

Die Schweizer Bevölkerung scheint die Liebe zu Tesla verloren zu haben. Die Verkäufe des Elektroautos des US-Milliardärs Elon Musk sind im Januar und Februar dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 57% zurückgegangen.

Diese Zahlen wurden veröffentlicht, während ein breiter internationaler Boykott, Proteste und Vandalismus gegen Tesla laufen. Im Fokus der Kritik steht vor allem Elon Musk, der Leiter des Ministeriums für Regierungseffizienz der Trump-Administration. In dieser Funktion setzt er umstrittene Massnahmen wie Kürzungen bei der US-Entwicklungsbehörde USAID um.

Auch in der Schweiz wurde vor zwei Tagen das Geschäft eines Tesla-Händlers in Lausanne mit roter Farbe und der Aufschrift «Tesla kills» beschmiert. Ob Musks politisches Engagement in den USA eine Rolle für das nachlassende Interesse an Tesla spielt, lässt sich laut Christoph Wolnik, stellvertretender Direktor der Vereinigung offizieller Autoimporteure Auto-Schweiz, noch nicht sagen. Mit einem Minus von 8% im Vergleich zum Vorjahr leidet auch der Weltmarkt, vor allem wegen der sinkenden Nachfrage», so der Experte gegenüber der Agentur Awp.

Logo von "Swiss-Community"
Keystone / Gian Ehrenzeller

Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) hat sich heute gegen das in die Vernehmlassung geschickte Sparprogramm des Bundes ausgesprochen. Zahlreiche Massnahmen würden die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer direkt treffen und ihre Verbundenheit mit der Schweiz schwächen.

Das «Entlastungspaket 2027» sieht eine Kürzung des Budgets des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) für die Beziehungen zur Fünften Schweiz um 0,4 Millionen Franken vor, was eine erhebliche Reduktion des Budgets der ASO zur Folge hätte. Besonders gefährdet sind laut ASO die Rechtsberatung und die Angebote für die jüngere Generation in der Diaspora zur Stärkung der Beziehungen zur Eidgenossenschaft.

Die Organisation bedauert auch die Kürzungen bei den Schweizerschulen im Ausland und die geplante Streichung des Bundesbeitrags an den internationalen Dienst der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), auf den namentlich SWI swissinfo.ch angewiesen ist.

SWI swissinfo.ch trägt dazu bei, «dass sich die Schweizer Diaspora eine eigene Meinung bilden und somit ihre verfassungsmässig garantierten politischen Rechte in Kenntnis der Sachlage ausüben kann», betont die ASO.

Symbolbild mit Anschrift "SRF bi de Lüt – Heimweh"
SRF

Ziehen Sie zurück in die Schweiz? Das Schweizer Fernsehen interessiert sich für Ihre Geschichte.

Unsere Kolleginnen und Kollegen der Sendung «SRF bi de Lüt – Heimweh» suchen Schweizerinnen und Schweizer, die ihre Zelte im Ausland abbrechen und in die Heimat zurückkehren wollen.

Haben Sie sich zu diesem Schritt entschieden und wagen in den nächsten Wochen oder Monaten einen Neubeginn in der Schweiz? Möchten Sie sich dabei vom Fernsehen begleiten lassen?

Sabine Grossrieder interessiert sich für Ihre Geschichte. Sie können sie hier kontaktieren: sabine.grossrieder@srf.ch.

Ein Mandarinfisch
Sind Sie schon einmal auf einen Aprilscherz (Franz.: Poisson d’avril) in der Schweizer Presse hereingefallen? Keystone / Georgios Kefalas

Die Nachrichten, über die wir bisher berichtet haben, sind alle verifiziert, aber heute müssen Sie besonders aufpassen, denn in der Schweiz gab es eine ganze Reihe von Aprilscherzen zu den unterschiedlichsten Themen. Hier einige davon.

Nachdem das Stimmvolk den Ausbau einiger Autobahnabschnitte abgelehnt hat, will das Bundesamt für Strassen (Astra) den Grünstreifen zwischen den beiden Fahrtrichtungen neu gestalten, wie der ehemalige Umweltschützer und Nationalrat Fernand Cuche am Montag mitteilte. Geplant ist, dort Obstbäume zu pflanzen und die Früchte von den Personen pflücken zu lassen, die im Stau stecken. Die Staus würden sich so in «Momente der Geselligkeit und der Begegnung» verwandeln.

Die Fluggesellschaft Swiss hat die Einführung eines revolutionären neuen Schuhmodells für ihr Kabinenpersonal angekündigt: den Swiss Crew Shoe. Die Schuhe sind mit einklappbaren Rädern ausgestattet und ermöglichen es dem Personal, sich schneller zwischen und in den Flugzeugen zu bewegen, was zu einer Zeitersparnis von bis zu einer Stunde pro Tag führt. Das Modell ist mit LED-Leuchten ausgestattet.

Das Skigebiet Villars-Gryon-Diablerets hat die Eröffnung seiner ersten FKK-Piste angekündigt. Die Sessellifte werden mit Schaffellen gepolstert, um den Komfort zu erhöhen.

Die Grünliberale Partei Zürich fordert ein Verbot des Einsatzes von Pferden bei öffentlichen Veranstaltungen. Die Pferde sollen durch Steckenpferde ersetzt werden.

Übertragung aus dem Italienischen: Christian Raaflaub

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